Lieferando-App, Check

Lieferando-App im Check: Lohnt sich der neue Liefer-Standard 2026?

17.02.2026 - 07:40:36

Die Lieferando-App dominiert Essenslieferungen in Deutschland – doch wie gut ist sie wirklich für Gebühren, Service und Sicherheit? Wir haben aktuelle Updates, Kritikpunkte und versteckte Features unter die Lupe genommen.

Wenn du in Deutschland Essen bestellst, führt kaum ein Weg an der Lieferando-App vorbei. Doch während Nutzerzahlen steigen, wächst auch die Kritik an Gebühren, Fahrerbedingungen und Service. Wir haben uns angeschaut, was die App 2026 wirklich bietet – und worauf du achten solltest.

Statt dir nur bunte App-Screens zu zeigen, gehen wir der Frage nach: Wie fair, wie komfortabel und wie zuverlässig ist Lieferando heute für Kund:innen, Restaurants und Fahrer:innen? Und: Welche Funktionen bringen dir im Alltag tatsächlich Vorteile – und welche eher Lieferando selbst?

Was Nutzer jetzt wissen müssen, bevor sie die nächste Bestellung abschicken…

Direkt zu Just Eat Takeaway und allen Infos zur Lieferando-App

Analyse: Das steckt hinter dem Hype

Lieferando ist die Deutschland-Marke von Just Eat Takeaway.com N.V., einem der größten Online-Bestellplattformen weltweit. Über die Lieferando-App kannst du bei tausenden Restaurants, Supermärkten und Quick-Commerce-Partnern in Deutschland bestellen – von der Eck-Pizzeria bis zur großen Kette.

Die App ist für iOS und Android verfügbar und lässt sich auch per Web im Browser nutzen. In praktisch allen größeren Städten Deutschlands ist Lieferando mittlerweile Marktführer, in vielen mittelgroßen Städten und ländlichen Regionen oft der einzige relevante Player.

Aspekt Lieferando-App (Deutschland)
Plattformen iOS, Android, Web
Einsatzgebiet Bundesweit in Deutschland, Fokus auf Städten & Ballungsräumen
Angebot Restaurants, Fast Food, Supermärkte, Getränkemärkte, Bäckereien u.v.m.
Zahlungsarten Kreditkarte, PayPal, SEPA, Apple Pay, Google Pay, teils Barzahlung
Gebühren Lieferkosten (restaurantabhängig), teils Servicegebühren, Aufschläge bei kleinen Bestellungen
Sprachen Deutsch (Standard), weitere Sprachen über Kontoeinstellungen
Support In-App-Hilfe, E-Mail-Support, teils Chat / Hotline je nach Fall

Was die App im Alltag wirklich bietet

In Tests von deutschsprachigen Tech- und Verbrauchermagazinen (u.a. Chip.de und Computerbild) stellt sich regelmäßig heraus: Komfort und Auswahl sind die größte Stärke von Lieferando. Du kannst in Sekunden zwischen verschiedenen Küchen, Lieferzeiten und Bewertungen wechseln, Filter verwenden (z.B. „vegetarisch“, „gratis Lieferung“) und deine Lieblingsrestaurants speichern.

Die Bestellstrecke ist klar strukturiert: Restaurant auswählen, Artikel in den Warenkorb, gewünschte Extras antippen, Zahlungsmethode wählen, Bestellung abschicken. Besonders praktisch: Live-Tracking, wenn das Restaurant oder der Fahrer die Statusmeldungen sauber pflegt. Du siehst dann, wann gekocht wird, wann der Fahrer unterwegs ist und wie lange es noch dauert.

Aus Nutzersicht wichtig: Du kannst Bestellhistorie und Rechnungen bequem abrufen – etwa für die Steuer, Reisekosten oder einfach zur Kontrolle, ob alles korrekt berechnet wurde.

Gebühren & Preise: Wo wird es für dich teuer?

Ein Dauerbrenner in Foren und Social Media: Lieferando ist selten der günstigste Weg, an Essen zu kommen. Viele Restaurants setzen auf der Plattform höhere Preise als im eigenen Laden oder auf ihrer Website, um die Provisionen auszugleichen, die sie an Just Eat Takeaway zahlen.

Dazu kommen je nach Restaurant und Region:

  • Lieferkosten, oft zwischen ca. 1 und 5 Euro
  • Servicegebühr bei kleineren Bestellungen
  • Mindestbestellwert – fällt insbesondere in ländlichen Regionen auf

Verbraucherschützer weisen regelmäßig darauf hin: Wer sparen möchte, sollte immer Preise auf Lieferando mit den offiziellen Restaurantpreisen vergleichen. Einige Lokale bieten eigene Bestellwege ohne Plattformgebühr an.

Datenschutz & Sicherheit im deutschen Kontext

Als in der EU ansässiger Konzern unterliegt Just Eat Takeaway der DSGVO. Das bedeutet: Es gibt klare Vorgaben, wie lange Bestelldaten gespeichert, wie Zahlungsdaten verarbeitet und wie Standortinformationen genutzt werden dürfen.

In Tests von IT-Magazinen und Datenschutzorganisationen fällt auf: Die Lieferando-App fragt standardmäßig um Standortzugriff, lässt sich aber auch ohne permanente Standortfreigabe nutzen, wenn du deine Adresse manuell eingibst. Für deutsche Nutzer:innen ist das ein Pluspunkt, wenn sie möglichst wenig Daten teilen möchten.

Bei Zahlungen setzen die Plattformen auf verschlüsselte Verbindungen und etablierte Payment-Provider. Kartendaten werden nicht direkt von Restaurants gesehen, was im Fall von Streitfällen oder Datenpannen ein wichtiges Sicherheitsmerkmal ist.

Arbeitsbedingungen & Kritik – das große Streitthema

Während viele Kund:innen mit der App zufrieden sind, ist die öffentliche Diskussion in Deutschland kritisch, was die Arbeitsbedingungen der Fahrer:innen betrifft. Gewerkschaften und Initiativen berichten immer wieder über Probleme mit Bezahlung, Schichtplanung und Ausrüstung.

In mehreren deutschen Städten gab und gibt es organisierte Proteste von Lieferdienst-Fahrer:innen, die u.a. mehr Lohn, sichere Ausrüstung und verlässliche Arbeitsverträge fordern. Für bewusste Konsument:innen ist das längst ein Faktor bei der Wahl des Lieferdienstes.

Just Eat Takeaway verweist auf laufende Verbesserungsprogramme, mehr Festanstellungen und Kooperationen mit Betriebsräten. Wie weit diese Ansätze im Alltag angekommen sind, hängt jedoch stark von Region und konkretem Vertragstyp der Fahrer:innen ab.

Nutzerbewertungen: Wo die App glänzt – und wo sie nervt

Ein Blick in die deutschen App Stores zeigt ein gemischtes Bild:

  • Positiv werden oft die große Auswahl, das einfache Bestellen und die schnellen Lieferzeiten in Großstädten bewertet.
  • Kritik hagelt es vor allem bei Problemen mit fehlenden Artikeln, kaltem Essen oder nicht erreichbarem Support – also dort, wo Plattform, Restaurant und Fahrer ineinandergreifen müssen.

Viele 1-Stern-Reviews drehen sich darum, dass Fehler bei der Lieferung nicht oder nur schleppend erstattet werden. Nutzer berichten, dass sie Screenshots, Fotos und umfangreiche Erklärungen schicken müssen, um eine Gutschrift zu erhalten. Positiv fällt hingegen auf, dass in vielen Fällen Gutscheine oder Rückerstattungen relativ unkompliziert angeboten werden, sofern der Fall klar dokumentiert ist.

Features, die du kennen solltest (und die du leicht übersiehst)

  • Filter für Ernährungsweisen: Vegan, vegetarisch, glutenfrei – mit passenden Filtern findest du schneller Angebote, die zu deinem Lifestyle passen.
  • Favoriten-Funktion: Du kannst Restaurants speichern und so mit wenigen Taps erneut bestellen – praktisch für Stamm-Lokale.
  • Gutscheine & Aktionen: Immer wieder gibt es regionale Rabatt-Codes oder Gratis-Liefer-Aktionen, die sich vor allem für Vielbesteller lohnen.
  • Gruppenbestellungen: Für WG, Büro oder Party kannst du Links teilen, damit alle im selben Warenkorb bestellen – die Funktion wird von Nutzer:innen oft positiv hervorgehoben.
  • Bestellzeitplanung: In vielen Regionen kannst du Bestellungen im Voraus planen – praktisch für Mittagspausen oder Feiern.

Relevanz für Deutschland: Warum die Lieferando-App den Markt prägt

In Deutschland hat Lieferando eine besondere Rolle: Nach diversen Übernahmen und Marktbereinigungen ist der Dienst in vielen Städten der de-facto-Standard für Online-Essensbestellungen. Für Restaurantbetreiber bedeutet das: Wer online neue Kund:innen gewinnen will, kommt an der Plattform kaum vorbei.

Für dich als Kund:in ist die Kehrseite: Wettbewerb und Alternativen vor Ort sind begrenzt. In manchen Vierteln kannst du zwar zwischen mehreren Lieferdiensten wählen, in anderen ist Lieferando der einzige Lieferpartner eines Restaurants. Gerade in ländlichen Regionen berichten Nutzer:innen, dass es ohne die App praktisch gar keinen Lieferdienst gäbe.

Spannend für den deutschen Markt ist auch die Ausweitung in Richtung Lebensmitteleinkauf: Über Partner wie Supermärkte oder Quick-Commerce-Shops kannst du nicht nur Pizza, sondern auch Getränke, Snacks oder Drogerieartikel bestellen – Konkurrenz für klassische Online-Supermärkte und lokale Lieferdienste.

Das sagen die Experten (Fazit)

Fachmedien und Tech-Redaktionen in Deutschland kommen zu einem ähnlichen Bild: Lieferando ist dank Reichweite, App-Qualität und Auswahl kaum zu schlagen – gleichzeitig hängt viel von lokalen Partnern ab. Die App selbst ist stabil, übersichtlich und bietet sinnvolle Komfort-Features wie Tracking, Favoriten und flexible Bezahloptionen.

Auf der Habenseite stehen:

  • Enorme Abdeckung in Deutschland – gerade in Städten kaum Konkurrenz in der Breite.
  • Intuitive Bedienung mit gutem Tracking und praktischen Filtern.
  • Große Auswahl von Fast Food bis Fine Dining, plus Supermarkt-Optionen.

Auf der Kritikseite bleiben:

  • Höhere Preise und Gebühren als beim Direktkauf im Restaurant.
  • Uneinheitliche Lieferqualität, abhängig von Restaurant und Fahrer.
  • Debatten um Arbeitsbedingungen für Fahrer:innen, die für viele Kund:innen moralisch relevant sind.

Unterm Strich gilt: Wenn du in Deutschland bequem Essen oder Lebensmittel nach Hause bestellen willst, führt an der Lieferando-App derzeit kaum ein Weg vorbei. Wer preisbewusst und werteorientiert konsumieren will, sollte jedoch die Preise vergleichen, lokale Alternativen checken und bewusst entscheiden, wann die Bequemlichkeit der Plattform den Aufpreis wert ist.

Für Gelegenheitsbesteller:innen ist Lieferando damit eine komfortable Lösung mit kalkulierbaren Nachteilen. Für Vielbesteller:innen lohnt sich ein genauer Blick auf Gutscheine, Restaurantpreise und mögliche Alternativen – dann wird aus der App ein starkes, aber bewusst eingesetztes Tool im Liefer-Alltag.

@ ad-hoc-news.de

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