LibreOffice: Europas Büro-Software rüstet sich für 2026
06.01.2026 - 12:09:12LibreOffice festigt seine Rolle als Schlüsselsoftware für Europas digitale Souveränität. Mit einem großen Update im Februar und einem EU-Gipfel Ende Januar steht das Jahr 2026 im Zeichen des Open-Source-Büropakets.
Die Welle der Unterstützung beginnt bei den Betriebssystemen. Mit Manjaro 26.0 hat eine der beliebtesten Linux-Distributionen kürzlich LibreOffice 25.8.4 als Standard-Büropaket ausgeliefert. Für Nutzer, die von Windows wechseln, ist die Office-Software damit sofort einsatzbereit. Die Version 25.8.4 gilt als besonders stabil und bietet verbesserte Kompatibilität mit Microsoft-Formaten wie DOCX und XLSX. Auch Arch Linux, die Basis von Manjaro, hat sein System-Image für 2026 aktualisiert. Diese breite Integration in führende Linux-Systeme unterstreicht den Stellenwert von LibreOffice als zentrale Produktivitätslösung in der Open-Source-Welt.
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Countdown zum großen Update: „Rustmaker“ bringt mehr Sicherheit
Während die aktuelle Version läuft, blicken Entwickler und Unternehmen bereits gespannt auf den Februar. Dann soll LibreOffice 26.2 erscheinen – ein Meilenstein-Update. Der Grund: Erstmals kommt die „Rustmaker“-Toolchain zum Einsatz. Sie ermöglicht es, Teile des Programmcodes in der speichersicheren Programmiersprache Rust zu schreiben. Das verspricht weniger Sicherheitslücken und eine stabilere Software. Für Anwender bringt Version 26.2 spürbare Neuerungen: eine bessere Kompatibilität zu Microsoft Excel, einen komplett überarbeiteten Dialog zur Verwaltung von Makros und sogar integrierte Unterstützung für Bitcoin-Währungsformatierung in Tabellen.
EU-Gipfel macht digitale Souveränität zum Thema
Die technische Entwicklung erhält politischen Rückenwind. Am 30. Januar treffen sich in Brüssel Entscheider aus Politik und Industrie zum EU Open Source Policy Summit 2026. Das Motto: „Open Source schafft digitale Souveränität“. Auf der Agenda steht, wie Europa mit Software wie LibreOffice unabhängiger von Tech-Giganten außerhalb der EU werden kann. Konkret geht es um die Vergabe öffentlicher Aufträge, die Interoperabilität von Behördensystemen und die Rolle von Open Source für vertrauenswürdige KI-Infrastruktur. Als Vorbild dient etwa Schleswig-Holstein, wo die Umstellung auf Open-Source-Lösungen bereits läuft.
Vom Desktop in die Virtual Reality
Dass LibreOffice nicht nur für den klassischen Bürorechner taugt, beweist ein ungewöhnliches Projekt: Seit Ende Dezember ist der LibreOffice Viewer für Meta-Quest-VR-Brillen verfüllbar. Nutzer können damit Dokumente in der virtuellen Realität betrachten – per Gamepad oder Handtracking. Das mag nach einer Spielerei klingen, zeigt aber die Flexibilität der zugrundeliegenden LibreOffice-Technologie. Sie läuft damit auf Plattformen vom Desktop-PC bis hin zu immersiven VR-Umgebungen.
Für Unternehmen und Behörden zeichnet sich ein klares Bild ab: 2026 könnte das Jahr werden, in dem sich die professionelle Nutzung von Open-Source-Bürosoftware durchsetzt. Die Kombination aus technischem Fortschritt und politischem Willen schafft dafür die idealen Voraussetzungen.


