LibreOffice 26.2: Markdown-Support und Performance-Schub für Februar
12.01.2026 - 22:52:12LibreOffice 26.2 bringt endlich native Markdown-Unterstützung und spürbare Performance-Gewinne. Die finale Version der freien Office-Suite soll Anfang Februar erscheinen.
Der globale Markt für Bürosoftware erhält im Februar frischen Wind: Die Document Foundation steht kurz vor der Fertigstellung von LibreOffice 26.2. Die finale Testphase läuft, die Veröffentlichung ist für Anfang nächsten Monats geplant. Die Neuerungen sind strategisch bedeutsam. Sie adressieren zwei Kernforderungen der Nutzer: eine bessere Anbindung an moderne Web-Workflows und mehr Geschwindigkeit bei großen Dateien.
Der große Brückenschlag: Endlich native Markdown-Unterstützung
Die vielleicht spektakulärste Neuerung ist der integrierte Markdown-Support. Die schlanke Auszeichnungssprache ist der Standard für Web-Autoren, Entwickler und technische Redakteure. Bislang benötigte man für die Bearbeitung von .md-Dateien in LibreOffice umständliche Plugins oder Workarounds.
Version 26.2 ändert das grundlegend. Integriert ist der leistungsstarke MD4C-Parser. Nutzer können Markdown-Dokumente direkt in Writer öffnen, sie im gewohnten WYSIWYG-Editor bearbeiten und sie wieder im originalen Format speichern – ohne dass die Syntax verloren geht. Unterstützt werden alle Grundelemente wie Überschriften, Listen, Formatierungen und Code-Blöcke.
Diese Integration ist ein strategischer Coup. Sie macht LibreOffice zu einer ernsthaften Alternative für alle, die Inhalte zwischen klassischen Office-Formaten wie DOCX und webbasierten Content-Management-Systemen hin- und herbewegen müssen. Die Reibungsverluste sinken spürbar.
Unter der Haube: Mehr Tempo für Calc und EPUB
Während Markdown die Schlagzeilen bestimmt, profitieren Power-User vor allem von den Performance-Optimierungen. Besonders die Tabellenkalkulation Calc wurde für den Umgang mit großen Datenmengen optimiert.
Beta-Tester berichten von flüssigerem Scrollen in Tabellen mit Tausenden von Zeilen, deutlich schnelleren Blattoperationen und einer entlasteten „Änderungen verfolgen“-Funktion. Das spart Systemressourcen und reduziert Verzögerungen bei der kollaborativen Arbeit.
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Ebenfalls beschleunigt wurde der EPUB-Export in Writer. Die Erstellung von E-Books aus Textdokumenten dauert nun deutlich kürzer, besonders bei dateiintensiven Projekten. Ein neuer Fortschrittsbalken gibt zudem bessere Rückmeldung während des Prozesses.
Strategische Kurskorrektur: Abschied vom “Community”-Label
Neben technischen Neuerungen vollzieht die Document Foundation eine bemerkenswerte Marketing-Korrektur. Das seit Jahren verwendete Zusatzlabel “Community” für die kostenlose Basisversion wird mit 26.2 gestrichen. Künftig heißt das Produkt schlicht wieder LibreOffice.
Hintergrund: Das “Community”-Label sollte eigentlich Unternehmen dazu animieren, für professionellen Support auf kommerzielle Partner wie Collabora zurückzugreifen. Stattdessen suggerierte es vielen Entscheidern aber, es handele sich um eine instabile oder abgespeckte “Lite”-Version. Die Foundation will nun klarstellen: Die freie Version ist ein produktionsreifes, unternehmensfähiges Werkzeug. Für umfangreiche Deployment-Projekte mit garantierter Stabilität bleibt der Gang zu Support-Partnern aber weiterhin empfehlenswert.
Kompatibilität und Sicherheit auf neuem Niveau
Die Interoperabilität mit den proprietären Microsoft-Formaten wurde weiter verbessert. Spezielle Fixes erhöhen die DOCX-Roundtrip-Treue, sodass komplexe Tabellen und Grafiken ihre Position behalten. Die Bearbeitung von PPTX-Kommentaren funktioniert nun reibungsloser.
Im Sicherheitsbereich führt LibreOffice 26.2 einen modernen Verschlüsselungsmodus für ODF-Dateien ein. Dieses optionale Feature nutzt ein authentifiziertes Verschlüsselungsschema, das deutlich robuster gegen Brute-Force-Angriffe ist als die Vorgängermethoden. Der Haken: Die damit verschlüsselten Dateien sind nicht mit älteren LibreOffice-Versionen (vor 26.2) kompatibel. Für den Umgang mit sensiblen Daten im Open-Document-Format bietet es jedoch ein neues Sicherheitsniveau.
Countdown bis Februar: Code-Freeze und finale Tests
Aktuell befindet sich die Entwicklung im Code-Freeze. Es werden keine neuen Funktionen mehr hinzugefügt, die Entwickler konzentrieren sich ausschließlich auf Bugfixes und Stabilität. Der erste Release Candidate steht unmittelbar bevor.
Nach dem finalen Feinschliff ist die stabile Version von LibreOffice 26.2 für Anfang Februar 2026 vorgesehen. Nutzer der aktuellen 25.8-Serie erhalten das Upgrade kurz nach der offiziellen Ankündigung angeboten. Vorsichtige Unternehmens-IT-Abteilungen warten möglicherweise den ersten Wartungsrelease (26.2.1) ab, der für das erste Quartal erwartet wird.
Mit dem Fokus auf Web-Standards und pure Performance sendet LibreOffice 26.2 ein klares Signal: Die freie Office-Suite will in der sich wandelnden digitalen Arbeitswelt nicht nur mithalten, sondern die Agenda mitbestimmen.
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