LibreOffice, Gratis-Office-Suite

LibreOffice 26.2: Gratis-Office-Suite greift Microsoft Excel an

12.02.2026 - 08:01:11

Die kostenlose Office-Suite LibreOffice verbessert mit Version 26.2 massiv die Kompatibilität zu Excel und steigert die Performance, um eine echte Alternative zu Abo-Modellen zu bieten.

Die Open-Source-Alternative LibreOffice startet mit Version 26.2 einen neuen Angriff auf Microsofts Marktführerschaft. Der Fokus liegt auf massiven Verbesserungen für Tabellenkalkulationen und noch besserer Kompatibilität.

Berlin. Die weltweit genutzte Gratis-Office-Suite LibreOffice legt mit Version 26.2 deutlich nach. Die erste große Aktualisierung in diesem Jahr bringt spürbare Performance-Sprünge, verfeinerte Funktionen und vor allem einen Schlag gegen ein langjähriges Ärgernis: die eingeschränkte Kompatibilität mit Microsoft Excel. Für Nutzer, die nach einer echten Alternative zu Abo-Modellen wie Microsoft 365 suchen, wird das Angebot damit deutlich attraktiver.

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Tabellenkalkulation Calc erhält entscheidende Upgrade

Das Herzstück des Updates schlägt in der Tabellenkalkulation Calc. Hier durchbricht eine neue Funktion eine jahrealte Barriere. Dank der Integration des Biff12-Zwischenablageformats können Nutzer nun bis zu 1.048.576 Zeilen und 16.384 Spalten direkt aus Excel kopieren und einfügen. Bislang waren nur 65.536 Zeilen möglich – ein limitierender Faktor für professionelle Anwender.

Doch das ist nicht alles. Die Performance wurde insgesamt optimiert. Tabellen mit vielen Formen oder ausgeblendeten Spalten reagieren nun flüssiger. Auch das Entfernen von Duplikaten läuft schneller und erleichtert die Datenbereinigung. Ein weiterer großer Fortschritt: Beim Öffnen von Excel-Dateien behält Calc nun XML-Maps korrekt bei. Komplexe Datenstrukturen gehen so nicht mehr verloren. Zur besseren Orientierung wurde das Standard-Speicherformat für Excel-Dateien im Export-Menü intuitiver benannt.

Suite-weite Verbesserungen für Writer und Impress

Die Neuerungen beschränken sich nicht auf Calc. Auch der Texteditor Writer und das Präsentationsprogramm Impress profitieren. In Writer wurden Probleme mit schwebenden Tabellen behoben und die Zuverlässigkeit der „Änderungen verfolgen“-Funktion erhöht. Das beugt Formatierungsfehlern vor, besonders beim Export ins DOCX-Format von Microsoft. Eine neue Option ermöglicht zudem die automatische Einfügung eines Beschriftungsfelds beim Einfügen von Bildern.

Für Impress wird die leistungsstarke Skia/Vulkan-Grafikengine nun standardmäßig auf Windows- und Mac-Computern genutzt. Das sorgt für flüssigere Darstellungen und bessere Grafikqualität. Windows-Nutzer profitieren zusätzlich: Eingebettete Medien werden nun über die native Microsoft Media Foundation API abgespielt. Das behebt Wiedergabeprobleme mit vielen MP4- und anderen Videoformaten. Eine wichtige Neuerung für die gesamte Suite ist die Fähigkeit, Markdown-Dateien zu importieren und zu exportieren – ein großer Wunsch von Autoren und Entwicklern.

Strategie: Stabilität und Offenheit statt KI-Hype

Die Entwickler der Document Foundation setzen mit diesem Release ein klares Statement. Statt kurzlebigen KI-Trends hinterherzujagen, konzentrieren sie sich auf das, was für Nutzer im Alltag zählt: stabile Kernfunktionen und nahtlose Interoperabilität. Die verbesserte Handhabung von DOCX- und XLSX-Dateien steht dabei im Mittelpunkt. Das macht LibreOffice in gemischten Software-Umgebungen, wie sie in vielen Unternehmen und Behörden üblich sind, zur praktikableren Wahl.

Die Philosophie der Datenhoheit bleibt ein zentraler Unterschied zu proprietärer Software. Version 26.2 stärkt die Unterstützung für das OpenDocument Format (ODF). Nutzer sichern sich so den langfristigen Zugriff auf ihre Dateien, unabhängig von einem bestimmten Hersteller oder teuren Abos. Dieser Fokus gewinnt angesichts der Diskussionen um digitale Souveränität in Europa weiter an Bedeutung.

Ausblick: Nächstes großes Update für August geplant

LibreOffice 26.2 ist der erste von zwei geplanten Major-Releases für 2026. Das nächste große Update ist für August vorgesehen. Dieser vorhersehbare, halbjährliche Veröffentlichungsrhythmus ermöglicht kontinuierliche Verbesserungen und gibt Nutzern Planungssicherheit. Die globale Entwicklergemeinschaft arbeitet daran, die Leistungslücke zu kostenpflichtiger Konkurrenz weiter zu schließen. Für viele Nutzer, die Stabilität und Kontrolle über ihre Dokumente schätzen, ist das eine überzeugende Vision.

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