CLOiD, Roboter-Butler

LG CLOiD: Roboter-Butler soll den Haushalt revolutionieren

16.01.2026 - 18:23:12

LG Electronics präsentiert auf der CES 2026 den menschenähnlichen Roboter CLOiD, der komplexe Hausarbeiten übernehmen und das Smart Home steuern soll. Es handelt sich jedoch noch um einen Prototypen ohne Serienreife.

LG Electronics stellt auf der CES 2026 einen menschenähnlichen Haushaltsroboter vor, der komplexe Aufgaben wie Kochen und Wäsche übernehmen soll. Der LG CLOiD ist das Herzstück der Vision eines „Zero Labor Home“ und markiert den Sprung von passiven Smart-Home-Geräten zu aktiven, physischen Assistenten.

In simulierten Haushaltsumgebungen zeigte der Roboter auf der Technologiemesse in Las Vegas, was er kann: Er holte Milch aus dem Kühlschrank, legte ein Croissant in den Ofen, startete Waschgänge und faltete sogar Wäsche. Diese Fähigkeiten erreicht CLOiD durch eine tiefe Integration in LGs ThinQ Smart-Home-Ökosystem. Der Roboter koordiniert so nicht nur eigene Handlungen, sondern kann ein ganzes Netzwerk vernetzter Geräte steuern.

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Ein menschenähnlicher Helfer für die eigenen vier Wände

Das Design des CLOiD ist konsequent auf den Einsatz in Wohnungen ausgelegt. Der humanoide Aufbau mit Kopf, Torso und zwei hochbeweglichen Armen fährt auf einem stabilen Radfahrgestell. Diese Konstruktion sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und mehr Sicherheit in Haushalten mit Kindern oder Haustieren. Der Oberkörper kann sich neigen und in der Höhe verstellen – von 105 bis 143 Zentimeter. So erreicht der Roboter Gegenstände vom Boden bis zum obersten Regal.

Die größte Innovation steckt in den Armen und Händen. Jeder Arm verfügt über sieben Freiheitsgrade, ähnlich der Beweglichkeit eines menschlichen Arms. Die Hände besitzen fünf unabhängig steuerbare Finger. Diese menschenähnliche Geschicklichkeit ermöglicht es dem Roboter, filigrane Aufgaben auszuführen und empfindliche Haushaltsgegenstände sicher zu handhaben.

„Physische KI“ als intelligentes Gehirn

Die Steuerung übernimmt eine von LG als „Physical AI“ bezeichnete Plattform. Sie basiert auf zwei Kernen: Ein Vision Language Model verarbeitet Kamerabilder in sprachbasierte Daten und versteht so die Umgebung. Ein Vision Language Action Model übersetzt diese Informationen dann in konkrete physische Aktionen.

Das System wurde mit Zehntausenden Stunden an Haushaltsdaten trainiert. Es erkennt Geräte und interpretiert Nutzerabsichten. Im Kopf des Roboters sitzt die Hardware: Ein eigener Chipsatz, eine Display-„Mimik“, Lautsprecher, Kameras und Sensoren. Zusammen mit sprachbasierter generativer KI kann CLOiD so natürlich kommunizieren, Lebensgewohnheiten lernen und sein Verhalten personalisieren – eine Fähigkeit, die LG auch als „Affectionate Intelligence“ bezeichnet.

Markttrend mit großen Hürden

Mit der Präsentation des CLOiD positioniert sich LG an der Spitze des wachsenden Marktes für Haushaltsrobotik. Die CES 2026 zeigte einen klaren Branchentrend hin zu menschenähnlichen Robotern für allgemeine Aufgaben. Allerdings machten die Live-Demonstrationen auch die Grenzen deutlich: Die Bewegungen wirken noch langsam und bedächtig, der CLOiD ist ein Prototyp.

Bis zum „Haushalt ohne Arbeit“ ist es noch ein weiter Weg. Branchenbeobachter verweisen auf erhebliche Hürden bei Kosten, Sicherheit und Geschwindigkeit. LG hat noch keinen Veröffentlichungstermin oder Preis genannt. Das Projekt ist eine langfristige Strategie, kein unmittelbares Serienprodukt. Das Unternehmen investiert weiter massiv in sein HS Robotics Lab und sucht strategische Partnerschaften.

Dennoch gibt der CLOiD einen konkreten Vorgeschmack auf eine Zukunft, in der Roboter-Butler aus der Science-Fiction in den Alltag einziehen und fundamental verändern könnten, wie Menschen ihren Haushalt managen und ihre Zeit verbringen.

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