CLOiD, Haushaltsroboter

LG CLOiD: Haushaltsroboter meistert komplexe Aufgaben

01.02.2026 - 12:44:12

Der humanoide LG CLOiD demonstriert komplexe Fähigkeiten wie Wäschefalten und Küchenarbeit, setzt jedoch auf Präzision statt Geschwindigkeit. Ein Serienstart bleibt offen.

LG Electronics‘ Vision einer „Zero Labor Home“ nimmt konkretere Formen an. Neue Analysen zeigen, dass der humanoide Roboter LG CLOiD in der Lage ist, anspruchsvolle Hausarbeiten wie Wäschefalten und Küchenmanagement zu bewältigen. Dies markiert einen bedeutenden Fortschritt für KI-gesteuerte Haushaltsrobotik.

Vom Wäschestapel zum Backofen: Ein Allrounder im Test

Die jetzt veröffentlichten Berichte enthüllen ein beeindruckendes Spektrum an Fähigkeiten. Der CLOiD geht weit über herkömmliche Smart-Home-Geräte hinaus. Seine Stärke liegt in der Bewältigung diffiziler Aufgaben, die für Roboter bisher eine große Hürde darstellten.

So beherrscht der Roboter das Sortieren und Falten von Wäsche – eine enorme Herausforderung aufgrund des weichen, verformbaren Materials. Möglich wird dies durch zwei voll artikulierte Arme mit fünf-fingrigen Händen, die einen menschenähnlichen Zugriff erlauben. Der CLOiD lädt zudem Geschirrspüler ein und aus und interagiert mit der Küche: Er holt Milch aus dem Kühlschrank und schiebt Backbleche in den Ofen.

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Schlüssel hierfür ist die nahtlose Integration in das LG ThinQ ON-Ökosystem. Der Roboter agiert als mobiler Hub, der mit anderen Geräten kommuniziert. Türen von Kühlschrank oder Ofen öffnen sich automatisch, wenn er sich nähert, und er kann sogar Licht- und Temperaturregelungen steuern.

Die Intelligenz hinter den Händen: KI versteht Kontext

Die eigentliche Stärke des Systems liegt in seiner künstlichen Intelligenz. Kern der Funktionalität sind Vision Language Models (VLMs) und generative KI. Diese „einfühlsame Intelligenz“ ermöglicht es dem Roboter, Nutzerbefehle zu interpretieren und Kontext zu erkennen.

Er unterscheidet verschiedene Lebensmittel, identifiziert spezifische Wäschestücke und kann in einfache Konversationen mit Nutzern treten. Damit wird der CLOiD zu einer physischen Erweiterung des digitalen „Gehirns“ des intelligenten Zuhauses.

Prototyp mit Geduld: Noch fehlt es an Tempo

Trotz der beeindruckenden Fähigkeiten zeigen aktuelle Bewertungen auch Grenzen auf. Der Roboter arbeitet noch langsam und bedächtig. Beobachtungen zufolge ist der Faltvorgang der Wäsche im Vergleich zum Menschen sehr verhalten, und bei komplexen Handgriffen kann das Ergebnis auch mal „unordentlich“ ausfallen.

Die aktuellen Demonstrationen konzentrieren sich klar auf Präzision und Sicherheit, nicht auf Geschwindigkeit. Die Fortbewegung auf einem Rädergestell mit höhenverstellbarem Oberkörper funktioniert, die Navigation in vollgestellten Wohnräumen bleibt jedoch eine Entwicklungsaufgabe.

Wettlauf um den Haushaltshelfer: Wann kommt er in die Läden?

Die Entwicklung des CLOiD fällt in eine Phase intensiver Konkurrenz um humanoide Allzweckroboter. Die Fokussierung auf Haushaltsaufgaben folgt auf die Ankündigung LGs, auf der AHR Expo 2026 neue Komponententechnologien vorzustellen. Diese Motoren und Kompressoren sind fundamental für die Effizienz der Roboterantriebe.

Marktbeobachter sehen das Konzept der „Zero Labor Home“ im Übergang vom Marketing-Slogan zum realen Entwicklungsziel. Ein Veröffentlichungsdatum oder Preis für den CLOiD hat LG jedoch noch nicht genannt. Die aktuellen Vorführungen dienen als Machbarkeitsnachweis.

Eines ist klar: Der LG CLOiD setzt einen bedeutenden Maßstab. Er zeigt, dass Hardware und KI für automatisierte Hausarbeit rapide zusammenwachsen. Bis zur Serienreife und einem bezahlbaren Preis für Verbraucher wird es aber wohl noch etwas dauern.

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