Levine und Lanius stellen neues Trauma-Framework vor
16.02.2026 - 15:30:11 | boerse-global.deEin entscheidender Moment für die körperorientierte Psychotherapie steht bevor. Am Freitag präsentieren der Traumapionier Dr. Peter A. Levine und die Neurowissenschaftlerin Dr. Ruth Lanius in San Diego ein gemeinsames, wegweisendes Modell. Es verbindet erstmals Levines Somatic Experiencing mit moderner Hirnforschung.
Wissenschaft trifft auf klinische Praxis
Die dreitägige Konferenz „Transforming Trauma: Uniting Brain, Body, and Mind“ gilt als eines der wichtigsten Fach-Ereignisse des Jahres. Ziel ist die Verschmelzung von jahrzehntelanger Therapie-Erfahrung mit harten neurobiologischen Daten.
Das neue Framework zeigt, wie traumatische Erinnerungen als „verkörperte Erinnerungen“ im Nervensystem gespeichert werden. Therapeuten sollen so präzisere Werkzeuge erhalten, um unterbrochene Überlebensreaktionen physiologisch abzuschließen.
Vom Körper in den Kopf: Die Neurobiologie des Zitterns
Somatic Experiencing (SE) basiert auf einem einfachen biologischen Prinzip: Wildtiere entladen Stressenergie durch Zittern oder Flucht – und bleiben so oft trauma-frei. Beim Menschen hemmt der Verstand diesen Prozess, die Energie „friert ein“.
Jetzt bekommt dieses Konzept seine neurobiologische Untermauerung. Experten erwarten, dass Lanius aufzeigt, wie SE-Interventionen direkt auf Hirnstrukturen wie die Amygdala wirken. Diese Validierung ist entscheidend für die Anerkennung in Gesundheitssystemen.
- Kern der Methode: Abschließen unterbrochener Kampf-Flucht-Reaktionen.
- Neuer Ansatz: Verbindung mit bildgebenden Verfahren des Gehirns.
- Ziel: Wiederherstellung der natürlichen Regulation des Nervensystems.
Ein Paradigmenwechsel mit globaler Reichweite
Die Bedeutung des Events reicht weit über Kalifornien hinaus. Es signalisiert eine intensive Phase der internationalen Vernetzung. Bereits im Juni folgt die 3. Europäische SE-Konferenz in Prag.
Branchenbeobachter deuten die dichte Abfolge hochkarätiger Veranstaltungen als klares Signal: 2026 wird ein Schlüsseljahr für die Professionalisierung der Somatischen Therapie. Die Kooperation dient als Blaupause für künftige Ausbildungsstandards weltweit.
Bottom-Up statt Top-Down: Die Therapie-Landschaft verändert sich
Die Entwicklung spiegelt einen breiten Trend wider: die Abkehr von rein kognitiven Ansätzen hin zu Modellen, die den Körper als zentralen Ort der Traumaverarbeitung begreifen. Die Nachfrage nach solchen Therapien steigt, da sie auch physische Symptome wie chronische Schmerzen adressieren.
Wer körperorientierte Methoden gegen Traumafolgen praktisch ergänzen möchte, findet häufig schon in kleinen Bewegungsimpulsen spürbare Erleichterung. Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage stellt 17 leicht umsetzbare 3‑Minuten‑Übungen vor, die bei Verspannungen und Alltagsbeschwerden schnell entlasten – ideal, wenn Stress sich körperlich zeigt. Jetzt kostenlosen PDF-Report mit 17 Wunderübungen sichern
Kann diese Fusion aus Neurowissenschaft und Körpertherapie SE zum neuen Goldstandard machen, ähnlich wie einst EMDR? Die Fachwelt blickt gespannt auf die ersten Berichte aus San Diego.
Die Kurse spielen verrückt – oder folgen sie nur Mustern, die du noch nicht kennst?
Emotionale Kurzschlussreaktionen auf unruhige Märkte kosten dich bares Geld. Vertraue bei deiner Geldanlage stattdessen auf kühle Analysen und harte Fakten. Seit 2005 navigiert 'trading-notes' Anleger mit präzisen Handlungsempfehlungen sicher durch jede Marktphase. Hol dir dreimal pro Woche unaufgeregte Experten-Strategien in dein Postfach.
100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Jetzt abonnieren.


