Leonardo: S&P hebt Ausblick auf positiv
29.04.2026 - 15:07:17 | boerse-global.deS&P Global Ratings hat den Ausblick für den italienischen Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Leonardo am 29. April 2026 von „stabil" auf „positiv" angehoben. Das langfristige Emittentenrating bleibt bei „BBB", das kurzfristige bei „A-2" — doch die Richtungsänderung beim Ausblick signalisiert: Ein Upgrade ist keine ferne Möglichkeit mehr.
Rekordauftragsbestand als Fundament
Hinter der Entscheidung steckt eine handfeste operative Geschichte. Leonardo erzielte 2025 einen Umsatz von 19,5 Milliarden Euro — ein Plus von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von 46,6 Milliarden Euro, was mehr als zwei Jahresumsätzen entspricht. S&P erwartet für 2026 und 2027 weiteres Umsatzwachstum von jeweils sieben bis acht Prozent, getragen vor allem von anhaltend hoher Nachfrage im Verteidigungssegment.
Die Ratingagentur prognostiziert EBITDA-Margen von über zwölf Prozent sowie einen freien operativen Cashflow von rund einer Milliarde Euro pro Jahr in 2026 und 2027. Das sind keine Wunschzahlen — sie spiegeln das aktuelle Momentum eines Konzerns, der vom globalen Trend steigender Verteidigungsausgaben direkt profitiert.
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Schuldenabbau macht Upgrade wahrscheinlicher
Entscheidend für die Ratingperspektive ist die Bilanzentwicklung. S&P erwartet, dass das bereinigte Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA 2026 deutlich unter dem Faktor 1,5 bleibt und 2027 sogar unter 1,0 sinkt. Dieser Deleveraging-Pfad setzt voraus, dass das Management das Working Capital weiter diszipliniert steuert und den Einsatz von Factoring begrenzt.
Als Risikofaktor nennt S&P mögliche Wechsel im Topmanagement, die Strategie und Finanzpolitik beeinflussen könnten. Dennoch sieht die Agentur eine Wahrscheinlichkeit von mindestens eins zu drei für ein Upgrade im mittleren Zeithorizont — sofern Leonardo die Margen hält und den Auftragsbestand profitabel abarbeitet.
Kurs unter Druck, Fundamentaldaten intakt
An der Börse spiegelt sich die positive Ratingnachricht bislang nicht wider. Die Aktie notiert bei 52,44 Euro und liegt damit rund 19 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 64,44 Euro aus dem März. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von gut 16 Prozent zu Buche.
Das nächste konkrete Signal für den Ratingpfad dürfte die Halbjahreszahlen liefern: Bestätigt Leonardo die prognostizierten Margen und Cashflows, wächst der Druck auf S&P, den Ausblick in eine tatsächliche Hochstufung umzumünzen.
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