Leonardo Aktie: Wende an der Spitze
13.04.2026 - 14:58:49 | boerse-global.deMit der vollständigen Einreichung der Kandidatenliste für die Hauptversammlung am 7. Mai ist klar: Die italienische Regierung vollzieht bei Leonardo einen gezielten Führungswechsel. Lorenzo Mariani, ein ausgewiesener Rüstungsexperte mit langer Leonardo-Vergangenheit, soll Roberto Cingolani als CEO ablösen. Hinter dem Personalwechsel steckt mehr als politisches Kalkül — es geht um die strategische Ausrichtung eines der wichtigsten Verteidigungskonzerne Europas.
Ein Insider übernimmt das Steuer
Mariani ist kein Unbekannter im Unternehmen. Als Cingolani vor drei Jahren das Amt übernahm, war Mariani sein Stellvertreter. Danach wechselte er zum Raketenhersteller MBDA, wo er bereits früher tätig gewesen war. Zuvor hatte er bei Leonardo verschiedene Führungspositionen bekleidet, darunter Leiter des Bereichs Elektronik und Vertriebsdirektor.
Alessandro Marrone vom römischen Thinktank IAI bezeichnete Mariani als „sichere Wahl" — einen Manager, der die Branche und die militärischen Ansprechpartner kenne. Angesichts steigender Verteidigungsbudgets sei keine Einarbeitungszeit nötig.
Strategische Neuausrichtung hin zu klassischer Rüstung
Der Führungswechsel signalisiert eine inhaltliche Kurskorrektur. Zwei nicht namentlich genannte Branchenexperten erklärten, Cingolani habe sich zu stark auf nicht-kinetische Programme konzentriert — also auf Cyber, Digitalisierung und Luftverteidigung. Die Regierung setze mit Mariani auf jemanden, der enger mit klassischen Waffenprogrammen verknüpft ist.
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Cingolani hatte in seiner Amtszeit Kooperationen mit dem türkischen Drohnenhersteller Baykar und dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall angestoßen. Er trieb außerdem das Michelangelo-Dome-Luftverteidigungssystem voran. Ob Mariani diese Projekte in vollem Umfang weiterführt, ist offen.
Aktivistischer Investor Guy Wyser-Pratte kritisierte den Wechsel scharf und warnte vor politischer Einflussnahme, die Aktionärsinteressen schade und das Marktvertrauen untergrabe.
Starke Zahlen, offene Fragen
Cingolani hinterlässt ein bestelltes Haus: Für 2025 meldete Leonardo Neuaufträge von 23,8 Milliarden Euro — ein Plus von 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das die Erwartungen übertraf. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro. Auch der Aktienkurs vervierfachte sich während seiner dreijährigen Amtszeit.
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Die Leonardo-Aktie reagierte auf die Personalankündigung mit Kursverlusten und notiert aktuell rund elf Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs. Zudem steht ein geplantes Aerostructures-Joint-Venture mit einem noch ungenannten Partner kurz vor dem Abschluss — Cingolani hatte es als potenziell drittgrößtes seiner Art weltweit beschrieben. Mariani übernimmt dieses Projekt als eine der ersten Bewährungsproben seiner neuen Rolle.
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