Leonardo Aktie: Asien-Offensive gestartet
04.02.2026 - 18:18:31Leonardo sichert sich innerhalb von 24 Stunden zwei bedeutende Verträge in Asien. Der italienische Rüstungskonzern vereinbarte am 3. und 4. Februar 2026 eine umfassende Partnerschaft in Indien und eine Grundsatzvereinbarung für Kampfjets in Indonesien. Die Deals könnten dem Unternehmen langfristig Zugang zu einem Markt mit mehreren tausend Hubschraubern und Kampfflugzeugen verschaffen.
Indien: Produktionszentrum für Militärhubschrauber
Leonardo unterzeichnete eine Absichtserklärung mit Adani Defence & Aerospace, um Indien zu einem globalen Produktionsstandort für Militärhubschrauber aufzubauen. Im Fokus stehen die lokale Fertigung und Montage des mittelschweren AW169M und des leichten AW109 TrekkerM.
Die indischen Streitkräfte benötigen nach Unternehmensangaben in den kommenden zehn Jahren über 1.000 Hubschrauber. Die Vereinbarung umfasst neben der Produktion auch Wartungs-, Reparatur- und Überholungsdienstleistungen sowie Pilotenausbildung. Das Projekt fügt sich in die „Aatmanirbhar Bharat“-Initiative der indischen Regierung ein, die auf eine stärkere Unabhängigkeit in der Verteidigungsindustrie abzielt.
Indonesien: Kampfjets für die Luftwaffe
Parallel dazu gab Leonardo auf der Singapore Airshow 2026 eine Grundsatzvereinbarung mit dem indonesischen Verteidigungsministerium bekannt. Gegenstand ist die mögliche Beschaffung der M-346 Block 20.
Indonesien will mit den Jets seine Luftwaffe modernisieren und alternde BAE Hawk-Maschinen ersetzen. Die M-346 Block 20 kann sowohl als fortgeschrittenes Trainingsflugzeug als auch als leichtes Kampfflugzeug eingesetzt werden und verfügt über AESA-Radar sowie Link-16-Datenverbindungen. Die Vereinbarung sieht zudem den Aufbau lokaler Wartungskapazitäten vor.
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Marktreaktion verhalten
Die Aktie notierte am Mittwoch bei 56,24 Euro (-0,21 Prozent) an der Mailänder Börse. Die strategischen Meldungen stützten den Kurs, konnten jedoch keine deutliche Aufwärtsbewegung auslösen. Der italienische FTSE MIB bewegte sich nach den jüngsten Rekordständen in einer Konsolidierungsphase zwischen 45.570 und 45.780 Punkten.
Die beiden Asien-Deals markieren einen wichtigen Schritt in der von CEO Roberto Cingolani forcierten Internationalisierungsstrategie. Ob sich die langfristigen Umsatzpotenziale kurzfristig in steigenden Kursen niederschlagen, hängt von der konkreten Umsetzung und den finalen Vertragsvolumina ab.
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