Legrand SA, Elektrotechnik

Legrand SA Aktie unter Druck: Negativer Trend und Bewertungsfragen belasten Kursentwicklung

25.03.2026 - 06:35:39 | ad-hoc-news.de

Die Legrand SA Aktie (ISIN: FR0010307819) zeigt seit Mitte Februar einen negativen mittelfristigen Tech-Trend und unterperformt den STOXX 600. Investoren prüfen die Bewertung bei einer Marktkapitalisierung von rund 34 Milliarden Euro, während Analysten eine faire Preisstellung sehen. Für DACH-Märkte relevant durch Infrastruktur-Nachfrage.

Legrand SA, Elektrotechnik, Infrastruktur - Foto: THN

Die Legrand SA Aktie notiert derzeit unter Druck. Seit dem 6. März 2026 zeichnet sich ein negativer mittelfristiger Markttrend ab, der die Aktie belastet. Die relative Vier-Wochen-Performance liegt bei minus 5,08 Prozent gegenüber dem STOXX 600.

Stand: 25.03.2026

Dr. Markus Lehmann, Sektor-Experte für Elektrotechnik und Infrastruktur: Legrand SA zählt zu den führenden Anbietern für Gebäudeinfrastrukturen und profitiert von Digitalisierungs- und Energieeffizienz-Trends.

Unternehmensprofil und Marktposition

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Legrand SA ist auf Produkte für elektrische und digitale Gebäudeinfrastrukturen spezialisiert. Der Fokus liegt auf gewerblichen und industriellen Anwendungen. Das Unternehmen bietet mehr als 200.000 Produkte in über 80 Produktfamilien an.

Das Sortiment umfasst Komponenten und Komplettsysteme für Elektroinstallationen, Heizungen, Beleuchtung und Informationsnetze. Dazu gehören Energieverteiler, Hausautomationslösungen und Zutrittskontrollsysteme. Legrand ist in über 90 Ländern aktiv und vertreibt in mehr als 170 Märkten.

Gegründet 1860 in Limoges, Frankreich, begann die Firma 1949 mit elektrischen Produkten. Heute ist Limoges der Hauptsitz. Die Aktie ist im CAC 40 und EURONEXT 100 gelistet.

Aktuelle Kursentwicklung und Kennzahlen

Die Marktkapitalisierung beträgt etwa 34,44 Milliarden Euro. Die Gesamtanzahl der Aktien liegt bei 261,63 Millionen. Der Streubesitz ist mit 97,71 Prozent hoch.

Das KGV liegt bei 26,79. Die Dividendenrendite wird mit 1,87 Prozent angegeben. Die 30-Tage-Volatilität beträgt 32,46 Prozent.

Analysten sehen die Bewertung als fair an. Die positive Haltung hält seit dem 13. Februar 2026 an. Das Risiko wird als niedrig eingestuft.

Die Aktie zeigt eine 90-Tage-Volatilität von 33,36 Prozent. Langfristig liegt die 250-Tage-Volatilität bei 30,21 Prozent. Dies unterstreicht die Marktschwankungen.

Prognosen und Dividendenentwicklung

Schätzungen für das Geschäftsjahr 2025 sehen einen Gewinn pro Aktie von 4,75 Euro vor. Für 2026 wird 5,76 Euro erwartet. Die Dividende soll von 2,38 Euro auf 2,63 Euro steigen.

Bis 2029 prognostizieren Analysten eine Dividende von 3,30 Euro und ein KGV von 18,04. Der Cashflow pro Aktie liegt 2025 bei 5,92 Euro. Der Buchwert pro Aktie beträgt 27,88 Euro.

Diese Schätzungen basieren auf FactSet-Daten. Sie deuten auf stabiles Wachstum hin. Dennoch lastet der aktuelle negative Trend auf der Stimmung.

Die KBV-Quote liegt bei 4,56, die KCV bei 21,50. Solche Multiples helfen bei der Bewertung im Vergleich zu Peers.

Relevanz für DACH-Investoren

Für Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Legrand relevant. Die Produkte passen zu Infrastrukturprojekten in der Region. Digitalisierung und Energieeffizienz sind Schlüsselthemen.

In DACH-Märkten wächst die Nachfrage nach smarten Gebäuden. Legrands Lösungen für Beleuchtung und Automatisierung decken diese ab. Die hohe Streubesitzquote signalisiert Stabilität.

Die Aktie ist über Euronext zugänglich. DACH-Portfolios profitieren von der Diversifikation in Europa. Der Fokus auf Gewerbe passt zu industrieller Stärke in der Region.

Der negative Trend seit März fordert Vorsicht. Dennoch bietet die Dividendensteigerung langfristigen Appeal. DACH-Investoren sollten den Backlog beobachten.

Branchenspezifische Katalysatoren

Im Industrie- und Kapitalgütersektor hängen Chancen von Auftragseingang und Backlog ab. Legrand profitiert von Pricing Power bei Energieeffizienzprodukten. Regionale Nachfrage in Europa treibt Wachstum.

Margendruck durch Rohstoffkosten ist möglich. Positiv wirken Trends zu nachhaltigen Gebäuden. KI-integrierte Lösungen könnten neuen Schwung bringen.

Der globale Vertrieb in 170 Ländern diversifiziert Risiken. Dennoch dominiert Europa. Investoren achten auf Auftragslage in Infrastrukturprojekten.

Produktionskapazitäten in 90 Ländern sichern Lieferkettensicherheit. Neue Produktfamilien stärken das Portfolio.

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Risiken und offene Fragen

Der negative Markttrend seit dem 6. März 2026 birgt Unsicherheiten. Die Vier-Wochen-Unterperformance gegenüber STOXX 600 zeigt Schwäche. Volatilität über 30 Prozent erhöht das Risiko.

Offene Fragen betreffen die Margenentwicklung. Steigende Kosten könnten Gewinne drücken. Regulatorische Anforderungen an Energieeffizienz fordern Investitionen.

Geopolitische Spannungen wirken auf Lieferketten. Abhängigkeit von Europa macht sensible gegenüber regionalen Abschwüngen. Analystenrisikoeinstufung als niedrig mildert dies jedoch.

Langfristig drohen Wettbewerbsdruck und Technologiewechsel. Investoren prüfen, ob Prognosen halten. Die faire Bewertung lässt wenig Sicherheitsabstand.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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