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Lego Smart Brick: Der digitale Wandel im Kinderzimmer

07.01.2026 - 01:32:12

Lego präsentiert auf der CES 2026 einen technisch hochwertigen, datenschutzfreundlichen Baustein, der Sound und Licht ins physische Spiel bringt. Die Innovation kommt zunächst in Star Wars-Sets auf den Markt.

Lego revolutioniert mit dem „Smart Brick“ das klassische Bauklotz-Prinzip – ganz ohne Kameras, Cloud oder Bildschirme. Auf der Technikmesse CES 2026 in Las Vegas stellte der dänische Spielwarenriese diese Woche seine größte Innovation seit fast 50 Jahren vor: einen intelligenten Stein, der Sound, Licht und Bewegung in die physische Spielwelt bringt.

Was der intelligente Klotz wirklich kann

Äußerlich ist der Smart Brick nicht vom legendären 2×4-Grundstein zu unterscheiden, den Lego 1958 einführte. Im Inneren verbirgt sich jedoch eine technische Meisterleistung: Ein winziger Spezialchip, eine mehrjährige Batterie, ein Ladesystem per Induktion und ein ganzer Sensorpark stecken in dem nur 4,1 Millimeter dünnen Baustein.

Beschleunigungsmesser, Gyroskop und Magnetsensoren erfassen jede Bewegung und Orientierung. Ein integrierter Lautsprecher und LED-Leuchten reagieren in Echtzeit auf das Spielgeschehen. Das Herzstück ist die proprietäre Funktechnologie „BrickNet“, die mehrere Steine, neue „Smart Minifiguren“ und passive NFC-Tags miteinander vernetzt. So kann ein als Raumschiff verbauter Stein Motorengeräusche abspielen, wenn er durch die Luft fliegt – ganz ohne App oder Smartphone.

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Star Wars bringt die Technik in die Läden

Ab dem 1. März 2026 kommt die Technik in drei Star Wars-Sets in den Handel. „Luke Skywalkers Rot-Fünf-X-Flügler“, „Darth Vaders TIE-Jäger“ und ein „Thronraum-Duell“-Set demonstrieren die neuen Möglichkeiten. Wird die Darth-Vader-Figur in den TIE-Jäger gesetzt, ertönen automatisch dessen charakteristisches Atemgeräusch und das Brummen der Triebwerke. Im Thronraum setzen Lichtschwert-Kämpfe entsprechende Soundeffekte frei, und zu Kaiser Palpatine erklingt die „Imperial March“.

Die Sets positioniert Lego im Premium-Segment. Der X-Flügler soll umgerechnet etwa 100 Euro kosten, das Thronraum-Set rund 160 Euro. Vorbestellungen starten bereits an diesem Freitag, dem 9. Januar.

Die bewusste Abkehr von Cloud und Kamera

In einer Branche, die von internetvernetzten Spielzeugen und KI dominiert wird, setzt Lego bewusst auf einen geschlossenen Ansatz. Der Smart Brick verfügt über keine Kamera, kein Sprachaufnahme-Mikrofon und keine Cloud-Anbindung. Alle Datenverarbeitung findet lokal im Stein selbst statt – ein deutliches Statement zu Datenschutz und Privatsphäre.

„Wir wollten die Magie von Lego erweitern, ohne Kinder in digitale Welten zu ziehen oder ihre Privatsphäre zu gefährden“, erklärte ein Lego-Sprecher auf der Messe. Dieser „Privacy-First“-Ansatz reagiert auf wachsende Bedenken von Eltern gegenüber smarten Spielzeugen. Auch der Verzicht auf einen Bildschirm ist strategisch, um den Fokus auf das haptische Spielerlebnis zu lenken.

Ein strategischer Pivot mit großer Reichweite

Für den Konzern markiert der Smart Brick eine strategische Neuausrichtung. Zwar gab es mit Lego Mindstorms oder Lego Mario bereits erfolgreiche Tech-Produkte. Diese benötigten jedoch stets externe Geräte oder spezielle, nicht-standardisierte Teile. Die Integration der Intelligenz in den klassischen Stein deutet auf eine langfristige Vision hin, in der smarte Funktionen zur allgegenwärtigen Ebene im gesamten Lego-Ökosystem werden.

Technikexperten auf der CES lobten vor allem die gelöste Ingenieursaufgabe: Computer, Batterie und Lautsprecher in ein so kleines, abwärtskompatibles Format zu packen. Die induktive Ladung – die Steine laden einfach in einer Box oder auf einer Matte – umgeht zudem das lästige Batterie-Management anderer Elektronikspielzeuge.

Die potenziellen Anwendungen gehen weit über Star Wars hinaus. Gerüchte auf der Messe spekulieren über künftige Kooperationen mit Franchises wie Pokémon oder Integrationen in eigene Serien wie Lego City oder Ninjago. Offiziell bestätigt ist davon noch nichts.

Bis zum Starttermin am 1. März wird die Spielwarenbranche gespannt verfolgen, ob dieser hochtechnologische, aber bildschirmfreie Ansatz die Generation der Digital Natives überzeugen kann. Eines ist Lego bereits gelungen: mit einem intelligenten Stein enormen Gesprächsstoff zu schaffen, der so clever ist wie die Baumeister von morgen.

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