LEG, Immobilien

LEG Immobilien zieht sich komplett aus Ostdeutschland zurück

05.02.2026 - 05:40:12

Der Düsseldorfer Wohnungskonzern LEG verkauft seinen gesamten ostdeutschen Bestand von 1.700 Wohnungen und fokussiert sich künftig auf westdeutsche Kernmärkte.

Der Düsseldorfer Wohnungskonzern LEG verlässt den ostdeutschen Markt. Bis Jahresende will das Unternehmen seinen gesamten Bestand von rund 1.700 Wohnungen in der Region verkaufen.

Unternehmenschef Lars von Lackum bestätigte die strategische Neuausrichtung. Ostdeutschland passe nicht mehr zum Fokus des Konzerns. Stattdessen konzentriert sich LEG nun voll auf seine etablierten Kernmärkte in Westdeutschland.

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Portfolio wird radikal gestrafft

Der Rückzug ist Teil eines größeren Verkaufsprogramms. Insgesamt will LEG rund 5.000 Wohnungen veräußern. Die Erlöse sollen in den verbleibenden Kernbestand fließen und die Bilanz stärken.

Das Unternehmen verwaltet deutschlandweit etwa 172.000 Mietwohnungen. Der traditionelle Schwerpunkt liegt in Nordrhein-Westfalen. Die geplante Veräußerung unterstreicht einen klaren Trend: Große Konzerne fokussieren sich auf Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und Wirtschaftskraft.

Keine Schnäppchen für Käufer

Die Unternehmensführung legt Wert auf finanzielle Disziplin. Verkäufe unter dem aktuellen Buchwert schließt sie aus. Diese Strategie hat sich bereits bewährt.

  • Im Geschäftsjahr 2025 verkaufte LEG etwa 3.100 Wohnungen für 250 Millionen Euro.
  • Allein im vierten Quartal gingen 900 Einheiten für 63 Millionen Euro über den Tisch.
  • Darunter waren bereits 240 Wohnungen in ostdeutschen Städten wie Leipzig und Halle.

Alle Transaktionen lagen knapp über den Buchwerten. Die Erlöse sollen helfen, das angestrebte Ziel eines Verschuldungsgrads (Loan-to-Value) von 45 Prozent zu erreichen.

Warum verlässt LEG den Osten?

Der Immobilienmarkt in Ostdeutschland ist gespalten. Während Metropolen wie Leipzig und Dresden boomen, stehen andere Regionen vor demografischen Herausforderungen. Für LEG als Großinvestor passt das Gesamtbild nicht mehr zur Strategie.

Gleichzeitig könnte der Rückzug eine Chance für andere Akteure sein. Spezialisierte Investoren zeigen Interesse an den überschaubaren Wohnungsportfolios. Der gesamtdeutsche Markt normalisiert sich nach den Preiskorrekturen der Vorjahre – das begünstigt Transaktionen.

Ein Trend in der gesamten Branche

LEGs Schritt ist kein Einzelfall. Angesichts gestiegener Zinsen und Baukosten agieren große Konzerne selektiver. Die Konzentration auf stabile Kernmärkte wird zur Überlebensfrage.

Die Strategie dient der Risikominimierung. Frühere Erfahrungen zeigen zudem: Kleinere Immobilienpakete finden leichter Käufer als riesige Gesamtportfolios. Diese Erkenntnis setzt LEG nun konsequent um.

Für die nahe Zukunft liegt der Fokus auf dem zügigen Verkauf. Analysten beobachten genau, zu welchen Konditionen die 5.000 Wohnungen den Besitzer wechseln. Das wird ein Stimmungsbarometer für die regionalen Märkte. Für LEG selbst geht es um eine schlankere, fokussiertere Zukunft in den westdeutschen Ballungsräumen.

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