Lebensmittelindustrie: Fertigessen wirkt wie Suchtmittel
17.02.2026 - 19:31:12 | boerse-global.deEine neue Analyse zieht Parallele zwischen hochverarbeiteten Lebensmitteln und Tabak. Die Produkte sollen das Gehirn manipulieren und süchtig machen.
Dienstag, 17. Februar 2026 – Wissenschaftler von Harvard und Michigan warnen in einer aktuellen Analyse: Die Strategien der Lebensmittelindustrie ähneln denen der Tabakkonzerne. Sie entwickeln Fertiggerichte, Snacks und Süßgetränke gezielt so, dass sie das Belohnungssystem im Gehirn ansprechen. Die Folge kann ein suchtähnliches Verlangen sein.
Diese Erkenntnis unterstreicht eine globale Gesundheitskrise. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt seit Jahren vor den Folgen dieser Ernährung. Die wissenschaftliche Evidenz ist erdrückend: Hochverarbeitete Lebensmittel erhöhen das Risiko für schwere Krankheiten massiv.
Was steckt wirklich in Fertigpizza & Co.?
Hochverarbeitete Lebensmittel (Ultra-Processed Foods, UPFs) sind Industrieprodukte. Sie bestehen aus modifizierten Rohstoffen und einer langen Liste von Zusatzstoffen. In der normalen Küche sucht man diese Inhaltsstoffe vergeblich.
Typische Beispiele sind:
* Tiefkühlpizza und Instantnudeln
* Wurstwaren und industrielles Brot
* Süßigkeiten, Chips und zuckergesüßte Limonaden
Diese Produkte sind oft voller Kalorien, Zucker, ungesunder Fette und Salz. Gleichzeitig mangelt es an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. In vielen westlichen Ländern stammt bereits über die Hälfte der täglichen Kalorien aus UPFs.
Der gezielte Griff ins Belohnungszentrum
Die süchtig machende Wirkung ist kein Zufall. Lebensmitteltechnologen arbeiten am „Bliss Point“ – der perfekten Mischung aus Zucker, Fett und Salz. Diese Kombination löst im Gehirn eine maximale Belohnungsreaktion aus.
Die Folge: Das Belohnungszentrum wird aktiviert und schüttet Dopamin aus. Studien deuten an, dass diese Wirkung mit der von legalen Drogen wie Nikotin vergleichbar ist. Eine Analyse aus 36 Ländern zeigt alarmierende Zahlen: Etwa 14 Prozent der Erwachsenen und 12 Prozent der Kinder erfüllen Kriterien einer Lebensmittelsucht. Das liegt nahe an den Raten für Alkohol- und Tabakabhängigkeit.
Die harten Fakten: Von Herzinfarkt bis Depression
Der regelmäßige Konsum hat schwerwiegende Folgen für Körper und Psyche. Große Studien belegen klare Zusammenhänge mit:
* Übergewicht, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes
* Herzinfarkt und Schlaganfall
* Erhöhtem Risiko für mehrere Krankheiten gleichzeitig (Multimorbidität)
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Doch die Gefahren beschränken sich nicht auf den Körper. Neue Forschungsergebnisse zeigen auch ein erhöhtes Risiko für Depressionen, Angst- und Schlafstörungen. Es gibt zudem Hinweise, dass UPFs die Gehirngesundheit schädigen und das Demenzrisiko steigern können.
Systemkrise fordert politische Antwort
Die Produkte sind praktisch, günstig und werden von einer milliardenschweren Industrie aggressiv vermarktet. Gesundheitsexperten sehen darin eine systemische Bedrohung. Appelle an die individuelle Verantwortung reichen nicht aus.
Der Ruf nach Regulierung wird lauter – nach dem Vorbild der Tabakbekämpfung. Gefordert werden:
* Werbeverbote, besonders für Marketing an Kinder
* Klare Warnhinweise auf Verpackungen
* Steuern auf Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt
Einige südamerikanische Länder haben solche Maßnahmen bereits umgesetzt. Auch auf EU-Ebene wird aktuell über Abgaben auf ungesunde Lebensmittel diskutiert. Solche Steuern könnten den Konsum senken und gleichzeitig gesunde Alternativen wie Obst und Gemüse subventionieren.
Die Debatte wird die Gesundheitspolitik der kommenden Jahre prägen. Während die Industrie auf die Notwendigkeit der Verarbeitung verweist, sind sich Experten einig: Der aktuelle Konsum stellt eine „seismische Bedrohung“ dar, die mutiges politisches Handeln erfordert.
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