Lebensmittel-Rückrufe erschüttern Verbrauchervertrauen
17.01.2026 - 06:57:12Eine Serie von Produktrückrufen erschüttert zu Beginn des Jahres das Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit. Mehrere große Supermarktketten wie Rewe, Penny und Kaufland sind betroffen. Die Vorfälle reichen von Plastikteilen in veganen Produkten über nicht deklarierte Allergene bis hin zu potenziell krebserregenden Stoffen in Tees.
Allein in den letzten 72 Stunden gab es mehrere bundesweite und regionale Warnungen. Sie betreffen Tausende Verbraucher. Behörden wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) koordinieren die Veröffentlichung. Die aktuelle Häufung stellt die Effektivität der Kontrollsysteme auf den Prüfstand.
Dino-Nuggets mit Plastikfolie: Bundesweiter Rückruf
Im Zentrum steht ein bundesweiter Rückruf von veganen Dino-Nuggets, der am 16. Januar bekannt wurde. Der Hersteller Anhaltinische Geflügelspezialitäten GmbH hat das Tiefkühlprodukt vorsorglich aus dem Handel genommen. Grund sind mögliche blaue, weiche Folienteile im Produkt.
Betroffen sind die Marken “REWE Beste Wahl” und “Food for Future” von Penny. Die Ware wurde deutschlandweit verkauft. Kunden werden aufgefordert, Produkte mit bestimmten Chargennummern und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16. April 2027 nicht zu verzehren. Der Kaufpreis wird erstattet.
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Fleischkäse mit verstecktem Allergen
Fast zeitgleich, am 15. Januar, rief die Firma Hans Kupfer & Sohn einen “Ofen-Fleischkäs fein” der Marke Rehm zurück. Interne Kontrollen zeigten: Einige Verpackungen enthielten fälschlicherweise Fleischkäse mit Käsebestandteilen. Da Milch ein kennzeichnungspflichtiges Allergen ist, besteht für Allergiker Gefahr.
Dieser Rückruf betraf die Supermarktketten Rewe und Kaufland in Baden-Württemberg und Bayern.
Tee mit krebserregendem Stoff: Schwere Gesundheitsgefahr
Eine besonders schwerwiegende Warnung betrifft den Kräutertee “Slinmy”. Die Vertreiber Go Asia Deutschland GmbH und Orient Master GmbH gaben um den 15. Januar bekannt: Im Produkt wurde der Stoff Danthron in erhöhter Konzentration nachgewiesen. Diese Substanz gilt als potenziell krebserregend.
Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Der Tee wurde bundesweit in vielen Bundesländern sowie in der Schweiz verkauft und kann in den Filialen zurückgegeben werden.
Diese Vorfälle reihen sich ein in eine Serie von Rückrufen zu Jahresbeginn. Dazu gehörten auch:
* Ein Edeka-Baguette mit vermuteten Glasstücken.
* Tiefkühl-Spinat von Kaufland, der Plastikfremdkörper enthalten könnte.
Fremdkörper werden zum Hauptproblem
Die jüngsten Rückrufe bestätigen einen besorgniserregenden Trend. Eine Analyse des Portals “lebensmittelwarnung.de” über sieben Jahre zeigt: Fremdkörper in Nahrungsmitteln sind ein zunehmendes Problem.
In den vergangenen Monaten waren Metall- oder Plastikteile die Ursache für 35 Prozent aller Rückrufe. An zweiter Stelle folgten mit 20 Prozent Verunreinigungen durch Krankheitserreger wie Salmonellen.
Statistisch sind bestimmte Produktgruppen überproportional betroffen:
* Obst und Gemüse führen mit 42 Prozent aller Rückrufe.
* Süßwaren folgen mit 15 Prozent.
Die Häufung ist nicht nur ein Zeichen für mögliche Produktionsmängel. Sie zeigt auch verbesserte und engmaschigere Kontrollmechanismen, die Fehler heute schneller aufdecken. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, bereits bei einem Verdacht auf unsichere Lebensmittel einen öffentlichen Rückruf zu starten.
Digitalisierung soll Sicherheit erhöhen
Für die Lebensmittelbranche wird die Sicherheit in globalen Lieferketten zur zentralen Herausforderung. Experten sehen in der Digitalisierung und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz entscheidende Hebel.
Moderne Cloud-Plattformen, die Daten aus der gesamten Produktionskette in Echtzeit analysieren, bieten Potenzial zur Fehlervermeidung. Für 2026 wird erwartet, dass die Branche verstärkt in automatisierte Prozesse investiert. Gleichzeitig wächst der Druck durch strengere Gesetze und höhere Verbrauchererwartungen.
Langfristig könnten Technologien wie die Blockchain für lückenlose Rückverfolgbarkeit sorgen. Verbesserte Detektionsverfahren in der Produktion sollen helfen, Kontaminationen frühzeitig zu erkennen – bevor die Ware in den Handel gelangt.
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