Lazard: 0,42 Dollar verfehlt Konsens von 0,52
06.05.2026 - 18:29:44 | boerse-global.deRekordzuflüsse in der Vermögensverwaltung treffen auf eine Flaute im Beratungsgeschäft. Die Investmentbank Lazard liefert zum Auftakt des Jahres 2026 ein gespaltenes Bild ab. Trotz verfehlter Gewinnziele reagierte der Markt am Mittwoch positiv auf die langfristigen Wachstumspläne.
Schwäche im Beratungsgeschäft belastet
Die nackten Zahlen verfehlten die Erwartungen des Marktes deutlich. Der Gewinn je Aktie lag im ersten Quartal bei 0,42 US-Dollar, während Analysten im Schnitt mit 0,52 US-Dollar gerechnet hatten. Auch der Gesamtumsatz von 673 Millionen US-Dollar blieb hinter den Prognosen zurück.
In der Vermögensverwaltung glänzte Lazard hingegen mit einem Umsatzplus von 17 Prozent. Nettomittelzuflüsse von neun Milliarden US-Dollar markieren den stärksten Wert seit zwei Jahrzehnten. Das verwaltete Vermögen kletterte parallel dazu auf 266 Milliarden US-Dollar.
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Weniger dynamisch verlief das Beratungsgeschäft, wo die Erlöse um vier Prozent auf 356 Millionen US-Dollar sanken. Verzögerte Transaktionsabschlüsse bremsten die Sparte aus. Die operativen Kosten stiegen derweil auf 667 Millionen US-Dollar.
Fokus auf Privatkapital
Um das Wachstum unabhängiger vom klassischen Fusionsgeschäft zu machen, setzt das Management auf Expansion. Lazard übernimmt Campbell Lutyens für rund 575 Millionen US-Dollar. Die neue Einheit soll bis 2027 einen jährlichen Umsatzbeitrag von 500 Millionen US-Dollar leisten.
Die Aktie legte am Mittwoch um gut acht Prozent auf 40,20 Euro zu. Damit notiert das Papier nur noch rund neun Prozent unter seinem Jahreshoch vom Februar. Während einige Banken ihre Kursziele nach den Zahlen kürzten, hob Keefe, Bruyette & Woods den Zielwert auf 49 US-Dollar an.
Aktionäre erhalten weiterhin eine Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar je Aktie. Lazard setzt damit seine Serie von 22 Jahren ohne Unterbrechung fort. Die Integration von Campbell Lutyens wird 2027 zum ersten Mal zeigen, ob der Ausbau des Privatkapital-Segments die Schwankungen im Beratungsgeschäft dauerhaft ausgleichen kann.
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