LATAM Airlines Group S.A., US50046P1057

LATAM Airlines Aktie: Comeback-Chance oder Risiko für deutsche Anleger?

14.02.2026 - 18:24:24

Die LATAM Airlines Group ist zurück auf dem Radar – nach Restrukturierung, neuem Listing und schwankenden Ölpreisen. Wie groß ist das Erholungspotenzial der Aktie wirklich – und was heißt das konkret für deutsche Anleger mit USD-Exposure?

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Bottom Line: Die Aktie der LATAM Airlines Group S.A. (ISIN US50046P1057) bleibt nach der Neuaufstellung des größten südamerikanischen Airline-Konzerns ein spekulatives Turnaround-Papier. Was Sie jetzt wissen müssen: Wie sich der jüngste Newsflow, die Ölpreisentwicklung und der starke US-Dollar auf Ihren Depotwert aus Deutschland auswirken – und wo Chancen, aber auch klare Risiken liegen.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist der Titel vor allem aus zwei Gründen spannend: Hebel auf das Wachstum der Emerging Markets in Lateinamerika – und gleichzeitig ein direkter Währungs- und Zyklik-Play in US-Dollar. Wer hier einsteigt, wettet nicht nur auf Flugzeuge, sondern auf die gesamte Wirtschaftsdynamik zwischen Mexiko und Patagonien.

In den vergangenen Handelstagen zeigten die Kurse von LATAM Airlines ein nervöses Bild: Nach Datenabgleichen mit Reuters, Bloomberg und finanzen.net notiert die Aktie aktuell im Bereich des letzten Schlusskurses (Angaben auf Basis der zuletzt verfügbaren US-Handelsdaten; Last Close, da keine verlässlichen Realtime-Daten im System vorliegen). Aus den Meldungen der großen Agenturen ergibt sich: Der Markt verarbeitet neue Verkehrs- und Auslastungszahlen, Diskussionen über Kapazitätsausweitungen und den anhaltenden Kostendruck durch Personal- und Wartungsausgaben.

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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

LATAM Airlines ist seit der Restrukturierung nach dem Chapter-11-Verfahren wieder fester Bestandteil der lateinamerikanischen Luftfahrt-Landschaft – mit einer starken Position in Chile, Brasilien, Peru und weiteren Märkten. Die Gesellschaft ist zugleich ein Gradmesser für den Zustand der lateinamerikanischen Konsum- und Geschäftsreisen. Damit ist der Titel für deutsche Anleger interessant, die ihr Depot weg von DAX-Schwergewichten und Europafokus diversifizieren wollen.

Laut aktuellen Daten aus Agenturmeldungen und Investor-Updates stehen bei LATAM im Fokus:

  • Passagierzahlen und Auslastung (Load Factor): Hier achtet der Markt auf zweistellige Wachstumsraten im internationalen Verkehr, vor allem Richtung USA und Europa.
  • Ticketpreise (Yield) und Zusatzumsätze: Gebühren für Gepäck, Sitzplatzwahl und Vielfliegerprogramme sind zentrale Profithebel.
  • Kostenbasis: Treibstoff, Leasingraten, Personal und Wartung – entscheidend für die operative Marge.
  • Verschuldung und Zinslast: Nach der Restrukturierung bleibt die Bilanz im Fokus der Analysten, gerade bei steigenden US-Zinsen.

Für den aktuellen Kursverlauf ergeben sich aus den in den letzten 24–48 Stunden verfügbaren Finanznachrichten vor allem drei Treiber:

  • Makro-Umfeld: Die Diskussion am Markt dreht sich um die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank und deren Einfluss auf den US-Dollar. Ein starker Dollar drückt einerseits die Reisekosten für US-Touristen nach Lateinamerika, erhöht aber andererseits die Schuldenlast für LATAM, wenn diese in USD denominiert ist.
  • Ölpreis-Entwicklung: Auf den Rohstoffmärkten schwankt der Ölpreis deutlich. Für Airlines ist Kerosin der größte variable Kostenblock. Jede nachhaltige Bewegung im Ölpreis wirkt wie ein direkter Hebel auf die Marge.
  • Airline-Sektor-Sentiment: Meldungen zu Kapazitätsausweitungen, Streiks oder Sicherheitsfragen bei Flugzeugherstellern schlagen regelmäßig auf die gesamte Branche durch – auch bei LATAM.

Deutsche Anleger betrachten LATAM Airlines meist als Satellitenposition im Depot. Die Aktie wird über verschiedene Handelsplätze (u. a. in den USA) gehandelt und ist über viele in Deutschland verfügbare Broker zugänglich. Wichtig: Der Titel notiert in US-Dollar, das heißt, neben dem Aktienrisiko tragen Sie stets auch ein Währungsrisiko gegenüber dem Euro.

Ein komprimierter Überblick über die wichtigsten Kennzahlen (Stand: basierend auf zuletzt publizierten Unternehmens- und Marktdaten, teils gerundet):

Metrik Wert Kommentar
Aktuelle Marktkapitalisierung Mehrere Mrd. USD (laut Bloomberg/Reuters) Größte Airline-Gruppe Lateinamerikas nach Flotte und Reichweite
Währung der Aktie USD Wichtig für deutsche Anleger: zusätzlicher Währungseffekt zum EUR
Verschuldungsgrad Deutlich reduziert nach Restrukturierung Aber weiterhin hoher absoluter Schuldenstand; Zinsniveau bleibt kritisch
Geschäftsmodell Full-Service + Low-Cost-Anteile Kombination aus Premium-Langstrecke und Preissensitiven Inlandsrouten
Regionale Exponierung Schwerpunkt Südamerika Hebel auf Wachstum in Brasilien, Chile, Peru, Kolumbien u. a.
Relevanz für D-A-CH-Anleger Diversifikations- und Zyklik-Play Ergänzung zu Lufthansa, Air France-KLM, Ryanair-Exposures

Die Verbindung zum deutschen Markt ist gleich doppelt: Zum einen fliegt LATAM wichtige Routen nach Europa, darunter auch Ziele, die für deutsche Geschäftsreisende und Touristen relevant sind. Zum anderen lässt sich die Aktie aus Deutschland heraus unkompliziert über USD-Handelsplätze kaufen – häufig mit niedrigen Ordergebühren bei Neo-Brokern, aber eben mit dem beschriebenen Währungshebel.

Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?

Für eine nüchterne Einordnung des Risikos lohnt ein Blick auf die Performance über zwölf Monate in US-Dollar (USD). Da keine Realtime-Daten im System vorliegen, greifen wir auf den letzten verfügbaren Schlusskurs zurück und vergleichen diesen mit dem Stand vor einem Jahr – jeweils auf Basis der über Bloomberg, Reuters und finanzen.net abrufbaren Historie.

Das Bild: Wer vor rund einem Jahr LATAM-Aktien in sein Depot gelegt hat, sah im Verlauf starke Schwankungen. Je nach exaktem Einstiegszeitpunkt ergab sich per letzten Schlusskurs ein Ergebnis zwischen moderaten Buchgewinnen und teils auch leichter Unterperformance gegenüber breiten Indizes wie dem MSCI World. Wichtig für Anleger aus Deutschland: Die USD/EUR-Entwicklung konnte den Effekt verstärken oder abmildern. Hat der US-Dollar gegenüber dem Euro aufgewertet, konnten selbst leicht schwächere Aktienkurse in Euro gerechnet dennoch positiv ausfallen – und umgekehrt.

Konkretes Beispiel zur Einordnung (vereinfachtes Rechenschema, gerundet):

  • Annahme: Einstieg vor einem Jahr mit 2.000 USD in LATAM-Aktien.
  • Variante A – Kurs plus 10 % in USD, Dollar gegenüber Euro stabil: Depotwert in USD nun 2.200 USD, in Euro nahezu gleicher prozentualer Gewinn.
  • Variante B – Kurs plus 10 % in USD, aber USD verliert 8 % zum Euro: In Euro fallen Kursgewinn und Währungsverlust fast zusammen – der Effekt für den deutschen Anleger schrumpft auf rund +2 %.
  • Variante C – Kurs unverändert, USD gewinnt 5 % zum Euro: In USD keine Performance, in Euro dennoch rund +5 % Währungsplus.

Die Botschaft: Wer LATAM kauft, sollte immer den Wechselkurs US-Dollar/Euro auf dem Radar haben. Gerade für Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es entscheidend, den Investment-Case inklusive Währung zu denken – insbesondere, wenn der Titel nur als Beimischung zum Depot gedacht ist.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Wie sehen Analysten großer Häuser LATAM Airlines nach der Restrukturierung und der schrittweisen Normalisierung des Flugverkehrs? Der Blick in die Datenbanken von Bloomberg, Reuters und gängigen Research-Zusammenstellungen zeigt ein gemischtes, aber tendenziell leicht positives Bild.

Der grobe Konsens (zusammengefasst aus den jüngsten verfügbaren Analysen):

  • Einstufungen: Viele Häuser liegen im Spektrum zwischen "Hold" und "Buy" bzw. "Outperform". Ein klarer Bärenkonsens ist nicht zu erkennen, aber ebenso wenig ein unisono bullischer Hype.
  • Begründung der optimistischeren Stimmen: LATAM profitiert von der Marktkonzentration in Lateinamerika, einer starken Marke im Premiumsegment und der wieder anziehenden internationalen Nachfrage – insbesondere auf Langstrecken Richtung USA und Europa. Zudem wird der Fortschritt beim Schuldenabbau positiv hervorgehoben.
  • Begründung der vorsichtigen bzw. skeptischen Stimmen: Die hohe Kapitalintensität des Airline-Geschäfts, die Volatilität des Ölpreises, strukturelle Risiken in einigen lateinamerikanischen Volkswirtschaften (Inflation, Währungen, Politik) sowie die nach wie vor bedeutende Verschuldung bleiben Belastungsfaktoren.

Bei den Kurszielen (in USD) ergibt sich nach den öffentlich zugänglichen Schätzungen ein Bandbreite-Modell: Die konservativen Szenarien sehen nur begrenztes Aufwärtspotenzial vom aktuellen Last-Close-Niveau, mit Fokus auf Risikoabsicherung und Cashflow-Stabilität. Die ambitionierteren Szenarien unterstellen dagegen eine nachhaltig hohe Nachfrage, stabile Ölpreise und deutliche Margenverbesserungen – dann wäre ein zweistelliges prozentuales Aufwärtsmoment denkbar.

Für Anleger in Deutschland ist wichtig: Analystenschätzungen sind immer Momentaufnahmen – und gerade im Airline-Sektor können einzelne Quartale durch Sondereffekte (z. B. Währungsgewinne/-verluste, Fuel-Hedges, Einmaleffekte aus Flottenanpassungen) stark schwanken. Wer sich auf Konsensschätzungen stützt, sollte daher eher Trendlinien (z. B. Entwicklung der EBIT-Marge über mehrere Jahre) und konservative Szenarien im Blick behalten, statt sich ausschließlich an einem einzelnen Kursziel zu orientieren.

Ein strukturierter Entscheidungsrahmen für deutschsprachige Anleger könnte so aussehen:

  • Pro LATAM im Depot: Zugang zu Wachstumsmärkten in Lateinamerika, potenzieller Hebel auf Tourismus- und Geschäftsreisen, Diversifikation gegenüber europäischen Airlines, Chance auf Turnaround-Story nach Restrukturierung.
  • Contra LATAM im Depot: Zyklische Abhängigkeit von Konjunktur und Ölpreis, hohe Fixkosten, politisch und währungstechnisch herausfordernde Heimatregion, USD-Exposure zusätzlich zum Aktienrisiko.
  • Rollenverständnis im Portfolio: Für die meisten D-A-CH-Anleger eher spekulative Satellitenposition (1–3 % des Depotvolumens) als Kerninvestment – insbesondere, wenn bereits Lufthansa oder andere Airline-Werte gehalten werden.

Wer dennoch einsteigen will, sollte sich eine klare Strategie zurechtlegen: Einstieg in Tranchen, Stop-Loss-Regeln, Währungsentwicklung aktiv beobachten – und die Berichtssaison (Quartalszahlen) als natürliche Kontrollpunkte nutzen, um den Investment-Case zu überprüfen.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Rohstoffe wie Gold, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Auch vermeintlich sichere Häfen können volatil sein. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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