Lanxess, Aktie

Lanxess Aktie: Rating abgestuft

09.03.2026 - 20:41:14 | boerse-global.de

Die Kreditwürdigkeit des Chemiekonzerns Lanxess wurde auf Ramschniveau herabgestuft, nachdem der Verkauf der Envalior-Beteiligung geplatzt ist. Dies verschlechtert die Finanzierungsbedingungen.

Lanxess Aktie: Rating abgestuft - Foto: über boerse-global.de
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Der Kölner Chemiekonzern kämpft mit den Folgen eines geplatzten Milliarden-Deals. Moody's hat die Kreditwürdigkeit von Lanxess auf Ramschniveau gesenkt – und das dürfte die Finanzierungsbedingungen des ohnehin hoch verschuldeten Unternehmens spürbar verschlechtern.

Gescheiterter Verkauf zieht Abstufung nach sich

Auslöser ist das Scheitern des Anteilsverkaufs an Envalior. Lanxess hatte geplant, seine rund 41-prozentige Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen in diesem Jahr für 1,2 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Advent zu veräußern. Doch Advent zog sich vergangene Woche zurück – unter Berufung auf einen vertraglich vereinbarten Finanzierungsvorbehalt. Die Verkaufsrechte gelten nun erst wieder für 2027 und 2028.

Moody's reagierte prompt: Die Bonitätsnote fiel von „Baa3" auf „Ba1" – und damit unter die Schwelle des sogenannten Investment-Grade-Bereichs. Für Lanxess ist das ein empfindlicher Rückschlag, denn Anleihen unterhalb dieses Niveaus gelten gemeinhin als spekulativer und damit risikoreicher. Schon im Vorfeld hatte ein UBS-Analyst genau dieses Szenario als mögliche Konsequenz des geplatzten Deals benannt.

Was das für die Finanzierung bedeutet

Die Abstufung erhöht den Druck auf Lanxess, denn Unternehmen mit einem Rating im sogenannten Ramsch-Bereich müssen Investoren in der Regel höhere Zinsen bieten. Bei einer bereits erheblichen Schuldenlast ist das keine angenehme Ausgangslage.

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Das Unternehmen selbst gibt sich gelassen: Die Rückzahlung einer im Oktober fälligen Anleihe sei gesichert, und man sehe sich auch ohne die Erlöse aus dem Envalior-Verkauf langfristig solide aufgestellt. Ob der Markt diese Einschätzung teilt, wird sich zeigen – zumal die Refinanzierungskosten künftig höher ausfallen könnten als bislang kalkuliert.

Interessant ist zudem, dass die Bank of America ihren Stimmrechtsanteil an Lanxess Anfang März auf insgesamt gut 8,5 Prozent ausgebaut hat. Ob das ein Zeichen gestiegenen Interesses oder schlicht eine positionstechnische Anpassung ist, lässt sich kaum eindeutig sagen – bemerkenswert ist der Zeitpunkt allemal.

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