Kyndryl Aktie: Bilanz-Schock perfekt
25.02.2026 - 06:03:48 | boerse-global.deKyndryl bestätigte gestern offiziell, was Anleger bereits befürchtet hatten: Massive Schwachstellen in der internen Finanzkontrolle und fragwürdige Praktiken beim Cash-Management belasten das Unternehmen schwer. Nach dem heftigen Kurssturz Anfang Februar bringen die nun korrigierten Geschäftsberichte Licht ins Dunkel – doch die Details sorgen für weitere Verunsicherung.
Mangelhafte Kontrolle und verzögerte Zahlungen
In den am Dienstag eingereichten korrigierten Quartals- und Jahresberichten räumte das Unternehmen ein, dass die Finanzkontrollen für weite Teile des Jahres 2025 unwirksam waren. Besonders brisant: Führungskräfte aus dem Finanzbereich versäumten es, eine angemessene Compliance-Kultur ("Tone at the Top") zu etablieren.
Zudem belegen die Dokumente eine mangelnde Transparenz gegenüber dem CEO und dem Prüfungsausschuss. Konkret geht es um die bewusste Verzögerung von Zahlungen an Lieferanten, um die Liquiditätskennzahlen kurzfristig zu beeinflussen. Dieser Mangel an interner Aufsicht zieht nun weite Kreise.
Personalbeben und Kurssturz
Die Bestätigung folgt auf einen dramatischen Börsenmonat. Bereits am 9. Februar brach die Aktie um über 55 % ein, als der Kurs von 23,49 US-Dollar auf 10,59 US-Dollar kollabierte. Auslöser war die Ankündigung, Berichte aufgrund einer internen Prüfung und Anfragen der US-Börsenaufsicht SEC verspätet einzureichen.
Zeitgleich verließen Finanzvorstand David Wyshner und Chefjurist Edward Sebold das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Auch in der Buchhaltungsführung kam es zu personellen Veränderungen. Die Kombination aus Führungswechsel und regulatorischem Druck hat das Vertrauen der Marktteilnehmer tief erschüttert.
Klagewelle und Analysten-Skepsis
Die juristischen Folgen lassen nicht lange auf sich warten. Mehrere Sammelklagen wegen Wertpapierbetrugs wurden bereits initiiert. Betroffene Anleger, die zwischen August 2024 und Februar 2026 investiert haben, können sich bis zum 13. April 2026 als Hauptkläger vor dem US-Bezirksgericht in New York melden.
Analysten reagierten prompt auf die Entwicklungen. Guggenheim stufte den Titel bereits kurz nach den ersten Warnsignalen von „Buy“ auf „Neutral“ herab. Der Konsens der Marktbeobachter liegt derzeit bei „Hold“, da die Unsicherheit über die Tragweite der SEC-Untersuchungen überwiegt.
Trotz eines Jahresumsatzes von 15,12 Milliarden US-Dollar lasten die Kontrolldefizite schwer auf der Bewertung. Mit einem aktuellen Kurs von rund 11,65 US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von 2,6 Milliarden US-Dollar notiert das Papier weit unter seinem 52-Wochen-Hoch von 44,20 US-Dollar. Bis zum Ablauf der Klagefrist im April bleibt die Lage für das Unternehmen äußerst angespannt.
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