Springer Nature übertrifft Erwartungen - Kursplus hält nicht lange
05.05.2026 - 16:50:40 | dpa.de(Kurs aktualisiert)
BERLIN (dpa-AFX) - Der Wissenschaftsverlag Springer Nature DE000SPG1003 hat seinen Umsatz im ersten Quartal wegen negativer Wechselkurseffekte zwar nur leicht gesteigert, organisch stiegen die Erlöse aber deutlich. Die Markterwartungen wurden übertroffen. Finanzchefin Alexandra Dambeck sieht den Konzern auf Kurs, die Jahresziele zu erreichen.
Die kräftigen Gewinne vom Handelsbeginn konnte die Aktie nicht lange halten. Am Nachmittag notierte das Papier unverändert zum Vortag. Am Morgen war der Kurs noch auf den höchsten Stand seit November 2025 gestiegen. Seit dem Tief von 14,70 Euro Mitte März haben die Anteilscheine um gut 37 Prozent zugelegt. Seit Jahresbeginn liegt das Plus bei knapp acht Prozent, in den vergangenen zwölf Monaten bei 15 Prozent.
Für Analyst Daniel Kerven von der US-Bank JPMorgan hat Springer Nature ein starkes erstes Quartal vorgelegt - vor allem im Geschäft mit Journalen im Segment Research. Dies stärke das Vertrauen für das Gesamtjahr, schrieb er.
Auch Experte Nick Dempsey von der britische Investmentbank Barclays lobte den guten Jahresstart mit Blick auf das Umsatzwachstum aus eigener Kraft und die Marge. Zudem hob er die bestätigten Jahresziele hervor, und dass der Verlag seit dem Börsengang seinen Verschuldungsgrad schneller als geplant reduziert habe.
Der Erlös stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat um 0,3 Prozent auf 451,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Berlin mitteilte. Analysten hatten etwas weniger auf dem Zettel. Aus eigener Kraft - also ohne Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte - betrug der Zuwachs 6,2 Prozent.
Gestützt wurde das Wachstum vom Research-Segment. Springer Nature profitierte vor allem vom Portfolio seiner Fachzeitschriften und dem Geschäft mit frei verfügbaren Forschungspublikationen. Das Geld für diese Veröffentlichungen erhält Springer Nature dabei von den Forschenden selbst.
Das bereinigte Betriebsergebnis sank um 1,1 Prozent auf 106,7 Millionen Euro, übertraf damit aber ebenfalls die Erwartungen von Branchenexperten. Organisch stieg der operative Gewinn um 8,6 Prozent. Der freie Barmittelzufluss verbesserte sich um 46,4 Millionen auf 204,4 Millionen Euro.
Im laufenden Jahr sollen die Erlöse weiter organisch um 5 bis 6 Prozent zulegen, die bereinigte operative Ergebnismarge soll sich dabei um 0,3 Prozentpunkte verbessern.
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