Kurkuma-Wasser, Hype

Kurkuma-Wasser: Was die Wissenschaft zum Hype sagt

07.02.2026 - 20:24:12

Die entzündungshemmende Wirkung von Curcumin ist belegt, wird jedoch durch eine geringe Bioverfügbarkeit begrenzt. Piperin und Fette können die Aufnahme steigern.

Kurkuma-Wasser und Goldene Milch sind im Gesundheits-Trend angekommen. Der Hype dreht sich vor allem um die entzündungshemmende Wirkung des enthaltenen Curcumin. Doch die Forschung zeigt: Die Wirksamkeit ist komplex und von einer entscheidenden Hürde abhängig.

Die Bioverfügbarkeit-Falle

Das größte Problem von Curcumin ist seine geringe Bioverfügbarkeit. Der Körper nimmt den Wirkstoff aus reinem Kurkumapulver nur in winzigen Mengen auf. Der Großteil wird ungenutzt ausgeschieden. Um eine spürbare Wirkung zu erzielen, müssten unrealistisch große Mengen verzehrt werden.

Die Wissenschaft hat jedoch Lösungen gefunden, um diese Hürde zu überwinden:
* Piperin aus schwarzem Pfeffer kann die Aufnahme um ein Vielfaches steigern.
* Die Kombination mit Fetten oder Ölen verbessert die Resorption, da Curcumin fettlöslich ist.
* Spezielle Nahrungsergänzungsmittel nutzen technologische Verfahren, um die Bioverfügbarkeit deutlich zu erhöhen.

Was Studien wirklich zeigen

Labor- und Tierstudien belegen die entzündungshemmenden Eigenschaften von Curcumin klar. Der Wirkstoff kann bestimmte Entzündungsmoleküle blockieren. Auch beim Menschen zeigen einige Untersuchungen, dass die Einnahme die Konzentration von Entzündungsmarkern wie dem C-reaktiven Protein (CRP) senken kann.

Besonders bei Arthrose deuten klinische Studien auf eine schmerzlindernde Wirkung hin. Diese kann mit der von synthetischen Entzündungshemmern vergleichbar sein – aber oft mit weniger Nebenwirkungen. Eine Übertragung aller vielversprechenden Laborergebnisse auf den Menschen bleibt jedoch eine Herausforderung.

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Vorsicht bei hochdosierten Präparaten

Als Gewürz in üblichen Mengen ist Kurkuma sicher. Bei hochkonzentrierten Extrakten aus Nahrungsergänzungsmitteln gelten andere Regeln:
* Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt eine Höchstmenge von 3 mg Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht täglich.
* Überdosierungen können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Durchfall auslösen.
* Personen mit Gallensteinen, Schwangere und Stillende sollten auf hochdosierte Präparate verzichten.
* Curcumin kann Wechselwirkungen mit Medikamenten eingehen, etwa mit bestimmten Krebsmitteln. Eine Rücksprache mit Arzt oder Apotheker ist daher essenziell.

Kurkuma ist kein Wundermittel, besitzt aber belegtes Potenzial. Für den täglichen Gebrauch ist die traditionelle Zubereitung als „Goldene Milch“ mit Pfeffer und etwas Fett ein sinnvoller und sicherer Weg. Für eine therapeutische Anwendung bleibt der Arzt der richtige Ansprechpartner.

@ boerse-global.de