Kupfer, Zoll-Hoffnung

Kupfer: Zoll-Hoffnung treibt Kurse

25.02.2026 - 13:24:52 | boerse-global.de

Entspannung in der US-Handelspolitik treibt die Kupferkurse auf ein Wochenhoch, während rekordhohe Lagerbestände und die langfristige KI-Nachfrage den Markt prägen.

Die Rückkehr der chinesischen Händler aus den Neujahrsferien sorgt am Kupfermarkt für frischen Schwung. Gepaart mit einer richtungsweisenden Wende in der US-Handelspolitik kletterte das Metall zuletzt auf den höchsten Stand seit über einer Woche. Doch während die Stimmung an den Börsen dreht, stellt sich eine entscheidende Frage: Wird der massive Aufbau der globalen Lagerbestände die Erholung bremsen?

US-Zollpolitik sorgt für Entspannung

Ein Urteil des US Supreme Court, das bisherige Notfallzölle kippte, sowie die Ankündigung neuer, pauschal niedrigerer Zollsätze beflügeln den Sektor. Marktbeobachter werten dies als Signal für einen erleichterten Welthandel. Berechnungen von Morgan Stanley stützen diesen Optimismus: Der durchschnittliche US-Zoll auf chinesische Waren könnte durch die Neuregelung von 32 Prozent auf 24 Prozent sinken. Diese Aussicht auf sinkende Handelsbarrieren stützte branchenweit die Preise für Basismetalle, wobei auch Nickel und Zinn deutliche Zuwächse verbuchten.

Die positive Dynamik spiegelt sich in den Kursen wider. Das Industriemetall notiert aktuell bei 6,00 USD und liegt damit rund 5,4 Prozent über dem Niveau zu Jahresbeginn. Mit diesem Zuwachs rückt das 52-Wochen-Hoch von 6,28 USD wieder in den Fokus der Marktteilnehmer.

Lagerbestände auf Rekordniveau

Trotz der Kursrallye zeigt sich ein differenziertes Bild bei der physischen Nachfrage. Ein starkes Signal liefert die Yangshan-Kupferprämie, die zuletzt um 60 Prozent auf 53 US-Dollar pro Tonne sprang. Gleichzeitig wachsen jedoch die globalen Vorräte in rasantem Tempo. Börsenübergreifend überschritten die sichtbaren Lagerbestände an LME, SHFE und COMEX die Marke von einer Million Tonnen – der höchste Stand seit 2003. Allein die LME-Bestände verzeichneten seit Beginn des Jahres einen Zuwachs von 71 Prozent. Dieser Anstieg deutet darauf hin, dass die höheren Preise die physischen Käufe der Verarbeiter in China teilweise bremsen.

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KI-Boom als struktureller Treiber

Langfristig wird der Kupfermarkt jedoch durch fundamentale Trends gestützt. Der massive Ausbau von KI-Rechenzentren entwickelt sich zu einem zentralen Nachfragefaktor, da eine einzelne Anlage dieser Art bis zu 50.000 Tonnen Kupfer benötigt. S&P Global prognostiziert, dass die weltweite Nachfrage bis 2040 um die Hälfte auf 42 Millionen Tonnen ansteigen wird. Da gleichzeitig sinkende Erzgehalte in Kernländern wie Chile und Peru das Produktionswachstum begrenzen, steuert der Markt auf eine strukturelle Angebotslücke zu.

Die Marktteilnehmer blicken nun gespannt auf den Bericht des US-Handelsministeriums, der bis Ende Juni 2026 erwartet wird. Diese Analyse wird die künftige Zollstrategie ab 2027 festlegen und damit maßgeblich beeinflussen, ob das in den USA gelagerte Kupfer dauerhaft in den Zollagern verbleibt oder für den Weltmarkt freigegeben wird.

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