Kupfer: Preissprung trotz Feuerpause
09.04.2026 - 05:53:33 | boerse-global.deEin befristeter Waffenstillstand im Nahen Osten sorgt für diplomatische Entspannung, während der Kupfermarkt überraschend in den Angriffsmodus schaltet. Trotz sinkender Risikoprämien kletterten die Notierungen zuletzt auf ein Dreiwochenhoch. Dahinter steckt ein komplexes Zusammenspiel aus schwindenden Lagerbeständen und neuen Impulsen von der Angebotsseite.
Am Mittwoch reagierten die Kupfer-Futures an der London Metal Exchange (LME) mit einem Plus von über 3 % auf 12.720 USD pro Tonne. Die Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen den USA, Israel und dem Iran beruhigte zwar die Sorgen um die Straße von Hormus. Allerdings scheint der Markt die fundamentale Knappheit derzeit höher zu gewichten als die vorübergehende politische Entspannung. Der Schlusskurs lag am Mittwoch bei 5,74 USD, womit die Notierung nur noch hauchdünn unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt rangiert.
Nachfrage-Boom in China
Ein wesentlicher Treiber für die Preisdynamik findet sich in Fernost. Die Kupferbestände in den chinesischen Handelszentren sind seit Ende März um mehr als 30 % auf rund 301.000 Tonnen eingebrochen. Gleichzeitig stabilisierte sich der Yangshan-Aufschlag bei 65 USD pro Tonne. Dieser Wert signalisiert eine robuste Importnachfrage, wie sie der Markt seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen hat. Die physische Abnahme durch die Industrie scheint das Angebot derzeit schneller zu absorbieren, als neue Kapazitäten entstehen.
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Fortschritte bei US-Großprojekt
Auf der Angebotsseite liefern regulatorische Entscheidungen neue Impulse. In den USA erhielt das Copper-World-Projekt in Arizona eine wichtige Luftqualitätsgenehmigung. Das Vorhaben von Hudbay Minerals soll langfristig zu einem zentralen Kupfer-Hub ausgebaut werden. Parallel dazu darf First Quantum Minerals in Panama rund 70.000 Tonnen Erzbestände aus der stillgelegten Cobre-Panama-Mine exportieren. Diese Maßnahme bringt zwar kurzfristig Material an den Markt, ändert jedoch nichts am langfristigen Defizit, da eine vollständige Wiedereröffnung der Mine weiterhin aussteht.
Die kommenden zwei Wochen werden zum Stresstest für die Nachhaltigkeit dieser Bewegung. Anleger richten ihren Blick nun auf die für das erste Halbjahr 2026 erwartete Machbarkeitsstudie von Hudbay Minerals. Technisch bleibt das 52-Wochen-Hoch bei 6,28 USD die entscheidende Marke für einen dauerhaften Ausbruch aus dem aktuellen Seitwärtstrend.
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