Kunst, Handyfoto

Kunst ohne Handyfoto: Warum Tino Sehgal trotzdem ein Mega-Hype ist

20.02.2026 - 01:45:59 | ad-hoc-news.de

Keine Fotos erlaubt, trotzdem Museums-Hype und Top-Preise: Tino Sehgal macht Performance-Kunst, die du fühlen musst – und die Sammler:innen richtig teuer bezahlen.

Alle reden über Tino Sehgal – aber du darfst nix davon posten?!

Stell dir vor: Du gehst in eine Ausstellung, triffst auf fremde Menschen, wirst plötzlich in ein Gespräch gezogen – und am Ende gibt es kein Foto, kein Video, keinen Beweis. Genau da beginnt die Kunst von Tino Sehgal.

Der in London geborene, in Berlin lebende Künstler hat eine radikale Regel: Keine Kameras, keine Dokumentation. Seine Werke existieren nur in dem Moment, in dem du sie erlebst. Und trotzdem (oder gerade deswegen) ist er ein Kunst-Hype in den wichtigsten Museen der Welt – und längst ein Blue-Chip-Star am Markt.

Das Netz staunt: Tino Sehgal auf TikTok & Co.

Ironie des Jahrhunderts: Ein Künstler, der keine Bilder erlaubt – und trotzdem boomen Clips, Reaktionen und Storytimes über ihn auf Social Media. Ob im Tate Modern, im Guggenheim oder in großen deutschen Häusern: Wenn Sehgal läuft, reden die Leute darüber. Oft mit der Frage: „Ist das Kunst – oder Sozialexperiment?“

Optisch ist das Ganze ultra-minimalistisch: kein Set-Design, keine Leinwand, meistens nur Menschen im leeren Raum. Aber emotional ist es maximal: Fremde erzählen dir ihr Leben, Kinder stellen dich zur Rede, Tänzer:innen umkreisen dich – du bist plötzlich Teil des Werks statt passiver Zuschauer:in.

Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:

Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen

Sehgals Kunst nennt er selbst „konstruktive Situationen“. Das sind Live-Performances mit Menschen, die nach klaren Regeln ablaufen – aber sich jedes Mal anders anfühlen. Drei Key-Works, mit denen du sofort mitreden kannst:

  • „This is so contemporary“
    Tänzer:innen in einem Museumssaal, die immer wieder diesen einen Satz rufen und tanzen: „This is so contemporary!“. Gleichzeitig feiern und verarschen sie den Kunstbetrieb – und du stehst mitten drin. Ein viraler Satz ohne virales Video, weil: keine Aufnahmen erlaubt. Trotzdem längst Meme-Material in der Szene.
  • „This Progress“
    Du läufst durch eine lange Rampe oder einen Raum und wirst nacheinander von einem Kind, einer Jugendlichen, einer erwachsenen Person und einer älteren Person begleitet. Jede:r spricht mit dir über Fortschritt. Je weiter du gehst, desto komplexer wird das Gespräch. Am Ende merkst du: Das echte Kunstwerk war euer Dialog – und was er mit deinem Kopf gemacht hat.
  • „Kiss“
    Zwei Performer:innen küssen sich in einer Museums-Halle – aber nicht beliebig, sondern inspiriert von berühmten Kunstküssen aus der Kunstgeschichte. Ultra-intim, ultra-still, und du fühlst dich als Voyeur:in. Ein Werk über Liebe, Blickmacht und Grenzen – ohne ein einziges Gemälde an der Wand.

Wichtig: Bei Sehgal gibt es keine Objekte, die du nach Hause tragen kannst. Seine Arbeiten werden als mündliche Verträge verkauft: Sammler:innen und Museen kaufen die Idee plus Aufführungsrechte. Kein Zertifikat, kein Foto, nur ein festgelegter Ablauf und die Regeln im Kopf – ultra-konzeptionell, aber am Markt hoch angesehen.

Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert

Auch wenn Sehgal keine klassischen Bilder verkauft, ist er längst im Top-Segment angekommen. In großen Auktionsdatenbanken und Marktberichten tauchen seine Arbeiten in der Kategorie zeitgenössische Spitzenkunst auf, Sammler:innen sehen ihn als Blue-Chip-Position im Bereich Performance und Konzeptkunst.

Öffentlich einsehbare, konkrete Rekordpreise sind rar, weil vieles über private Deals mit renommierten Museen und institutionellen Sammlungen läuft. Was klar ist: Seine großen Arbeiten werden auf einem Preislevel gehandelt, das mit etablierten internationalen Gegenwartskünstler:innen konkurriert – also weit entfernt von „Kunsteinstieg unter 5.000 Euro“.

Fakt ist: Wenn große Häuser wie die Tate Modern, das Guggenheim, die documenta oder die Biennale von Venedig deine Arbeiten zeigen, bist du im Markt ganz oben angekommen. Das ist bei Sehgal der Fall – und zwar seit Jahren. Für Investor:innen heißt das: Er ist kein gehypter Newcomer, sondern schon länger Markt-gesettelt.

Was du außerdem wissen solltest:

  • Sammler:innen kaufen keine Objekte, sondern Aufführungsrechte – das macht den Wiederverkauf komplizierter, aber exklusiver.
  • Institutionen lieben ihn, weil seine Werke perfekt in Diskurse über Nachhaltigkeit, Öffentlichkeit und digitale Überreizung passen.
  • Für viele ist er ein Schlüsselname, wenn es um die Frage geht: Wie sieht Kunst im 21. Jahrhundert aus, wenn Screens sowieso schon alles dominieren?

Konkrete, öffentlich bestätigte „Millionen-Hammer“-Zahlen aus den großen Auktionshäusern sind aktuell nicht transparent verfügbar. Viele Deals laufen direkt über Galerien wie Marian Goodman – also klassischer High-End-Primary-Market statt öffentlicher Bieterschlacht.

Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen

Weil Sehgal nur live funktioniert, ist die große Frage immer: Wo kannst du ihn gerade erleben?

Offizielle, klar kommunizierte Termine sind bei ihm tricky: Viele Institutionen programmieren seine Arbeiten als zeitlich begrenzte Aktionen, manchmal sogar ohne großes Vorab-Marketing. Wenn du auf dem aktuellen Stand bleiben willst, führt kein Weg an den offiziellen Kanälen vorbei.

Öffentlich zugängliche, konkret terminierte Ausstellungen oder Live-Projekte, die eindeutig für den Moment zugeordnet und bestätigt sind, lassen sich aktuell nicht verlässlich aus offiziellen Quellen herausfiltern. Daher: Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die sich sicher nennen lassen, ohne zu spekulieren.

Pro-Tipp für dich: Halte Ausschau in Programmen großer Häuser für Begriffe wie „Tino Sehgal“, „konstruktive Situationen“ oder „Partizipative Performance“. Oft werden seine Arbeiten relativ kurzfristig im Rahmen von Sonderprogrammen, Festivals oder Performance-Reihen angesetzt.

Wer ist Tino Sehgal überhaupt – und warum reden alle über ihn?

Sehgal hat einen ungewöhnlichen Background: Er war Tänzer und kommt aus der Choreografie, bevor er in die Bildende Kunst gewechselt ist. Genau deshalb bewegen sich seine Werke irgendwo zwischen Dance, Theater und Konzeptkunst – nur ohne Bühne und ohne Kulisse.

Ein paar Meilensteine, die seinen Status klarmachen:

  • Er hat in den wichtigsten Museen der Welt ausgestellt, darunter große Häuser in Europa und den USA.
  • Er war bei Großausstellungen von globaler Bedeutung vertreten, wo neue Kunstgeschichte geschrieben wird.
  • Er ist einer der bekanntesten Vertreter einer Kunst, die auf Erfahrung statt auf Objekt setzt – ein Gegenentwurf zum klassischen „Bild für die Wand“.

In der internationalen Kunstszene gilt er als Gamechanger, weil er radikal durchzieht, was viele nur predigen: Keine Materialschlacht, keine Digital-Overdose, kein Objekt-Fetisch. Nur Menschen, Raum, Zeit – und du.

Fazit: Hype gerechtfertigt?

Wenn du Kunst nur magst, weil sie gut in deinen Feed passt, wird Tino Sehgal dich komplett verwirren. Seine Werke sind das Gegenteil von Instagrammable Art – sie sind Non-Content in einer Welt aus Dauer-Content.

Wenn du aber Bock auf Kunst hast, die dich direkt anspricht, dich in Gespräche zwingt, dir dein eigenes Verhalten im Museum spiegelt und dich noch Tage später beschäftigt, dann ist Sehgal ein absolutes Must-See. Du gehst rein als Konsument:in – und kommst raus als Teil des Werks.

Für Sammler:innen ist er eher High-End-Konzept als spontaner Impulskauf. Für Kultur-Fans dagegen ist er einer der spannendsten Namen, um zu checken, wo Kunst gerade wirklich hingeht. Keine Fotos, keine Leinwand, kein Objekt – aber maximal viel Gesprächsstoff. Und genau deshalb bleibt der Kunst-Hype um Tino Sehgal so stark.

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