Kunst-Kult um Slavs and Tatars: Zwischen Meme-Humor, Politik – und heißem Investment?
28.01.2026 - 13:11:25Alle reden über Slavs and Tatars – aber checkst du wirklich, was da abgeht?
Typo-Poster, bunte Teppiche, Lachflash-Slogans in zig Sprachen – und dahinter: knallharte Politik, Identität, Religion, Ost vs. West. Slavs and Tatars sind das Kollektiv, das dir erst ein Meme schenkt – und dann dein Weltbild zerlegt.
Wenn du auf statementstarke Kunst, Instagram-taugliche Bilder und Hintergrund mit Gehirn stehst, kommst du an ihnen gerade nicht vorbei. Und ja: Auch der Markt schaut längst ganz genau hin …
Das Netz staunt: Slavs and Tatars auf TikTok & Co.
Warum lieben so viele Leute diese Kunst? Ganz einfach: Die Arbeiten von Slavs and Tatars sehen aus wie der Fiebertraum eines Design-, Meme- und Sprach-Nerds.
Leuchtende Farben, Plakatschriften, Stickereien, Teppiche, Neon, Skulptur-Installationen – alles voll mit Slogans in Arabisch, Russisch, Persisch, Deutsch, Englisch. Manchmal brutal witzig, manchmal so kryptisch, dass du erstmal googeln musst. Genau das macht die Teile so „Instagrammable“ und perfekt für Reels.
Auf Social Media siehst du vor allem:
- Selfies vor Sprach-Installationen – der Klassiker für Kunst-Storys
- Close-ups von Teppichen, Stickereien und Schriftdetails – super ästhetisch, super repostbar
- Kurze Clips von Performances und Talks, in denen es um Propaganda, Missverständnisse und Popkultur geht
In der Community reicht das Spektrum von „Mastermind-Level“ bis „What the hell, das ist doch nur Schrift?!“. Genau diese Reibung sorgt für den Kunst-Hype: Fans feiern die ironische, politisch scharfe Attitüde, Kritiker fragen: „Kann das nicht auch ein gutes Grafikstudio?“
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Slavs and Tatars arbeiten seit Jahren wie ein bewegliches Forschungslabor: Bücher, Lesekreise, Installationen, Objekte. Drei Highlights, die du kennen solltest:
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1. Die „Language-Mashup“-Poster & Text-Installationen
Diese Arbeiten sind ihr Signature-Look: große, bunte Flächen mit provozierenden Sprüchen, Wortspielen oder religiösen Zitaten – gemixt in Sprachen, die selten nebeneinander auftauchen. Beispielhaft sind Serien, in denen arabische, kyrillische und lateinische Schrift sich überlagern. Sie sehen nach Pop aus, sind aber eigentlich Angriff auf Sprach-Grenzen und Vorurteile.
Skandal-Potenzial? Immer dann, wenn religiöse oder politische Slogans plötzlich wie Werbeclaims aussehen – genau dieser Clash reizt die Fans und nervt Traditionalist:innen. -
2. Teppiche, Stoffe & Objekte – Propaganda zum Drauftreten
Slavs and Tatars lieben das, was man eigentlich aus dem Wohnzimmer kennt: Teppiche, Textilien, Sitzmöbel. Nur dass hier Propaganda, Heiligenbilder oder politische Symbole in diese „harmlosen“ Formen übersetzt werden. Du sitzt plötzlich auf Geschichte, trittst auf Ideologien, läufst über koloniale Narrative. Das Ganze wirkt oft verspielt, ist aber mega bissig, wenn man die Referenzen checkt. -
3. Installative Lesesalons & Studienräume
In vielen Ausstellungen bauen sie so etwas wie Leseräume im Installations-Format: Tische, Sitzgelegenheiten, Bücherregale, Poster, Audio – man kann chillen, lesen, zuhören. Das wirkt auf Insta wie ein überästhetisches Study-Space-Setup, ist aber eigentlich eine Einladung, sich in Themen wie Übersetzung, Kolonialgeschichte, „Eurasien“ und Religion zu vertiefen. Kunst als öffentlicher Denkraum.
Wichtig: Slavs and Tatars sind keine One-Liner. Selbst wenn ein Werk wie ein Meme aussieht, steckt dahinter meistens jahrelange Recherche. Wer nur ein schnelles Selfie will, kriegt das – wer tiefer einsteigt, landet bei Politik, Philosophie und Geschichte.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Wie sieht der Markt aus? Slavs and Tatars sind ein etabliertes Kollektiv, das in wichtigen Institutionen ausgestellt hat und von renommierten Galerien wie Kraupa-Tuskany Zeidler vertreten wird. Das ist ein klares Signal: keine Nischen-Online-Künstler, sondern ernstzunehmende Player im internationalen Betrieb.
Bei großen Auktionshäusern tauchen ihre Arbeiten immer wieder auf, aber öffentliche Rekordpreise im Millionen-Bereich sind derzeit nicht dokumentiert. Nach den aktuell verfügbaren Marktinformationen liegen die bekannten Versteigerungsergebnisse unter der Millionen-Hürde. Ein echter „Millionen-Hammer“ wie bei Blue-Chip-Superstars ist bisher also nicht offiziell nachweisbar.
Heißt: Slavs and Tatars sind eher im Status „museumserprobter Insider-Tipp“ als im Modus „NFT-Boygroup auf Steroiden“. Für Sammler:innen, die auf konzeptstarke, institutionell bestätigte Positionen setzen, kann das aber gerade spannend sein: Noch keine komplett durchgedrehten Preise, aber schon jede Menge Reputation.
Ein Blick auf ihre Karriere-Highlights zeigt, warum:
- Seit den 2000ern arbeitet das Kollektiv an Projekten zwischen Osteuropa, Kaukasus, Zentralasien und Nahost – sie nennen diese Zone gern „zwischen Berlin und Peking“.
- Sie waren in zahlreichen Museen, Biennalen und Kunsthallen vertreten und werden als eine der wichtigsten Stimmen zu Themen wie Sprache, Identität und Geopolitik in der Gegenwartskunst gehandelt.
- Sie veröffentlichen regelmäßig eigene Bücher und Reader, betreiben Lesekreise und verschieben damit die Grenze zwischen Kunst, Forschung und Aktivismus.
Finanz-Fazit: Slavs and Tatars sind kein Zocker-Stock, sondern eher ein langfristiges Kultur-Invest. Wer nur schnelle Flips in Auktionshäusern sucht, ist hier falsch. Wer Kunst will, die auch in zehn Jahren noch Thema in Seminaren, Talks und Museen ist, sollte genauer hinsehen.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Vor dem Kauf kommt der Reality-Check: Wie wirken diese Arbeiten in echt? Die gute Nachricht: Slavs and Tatars sind regelmäßig in internationalen Institutionen und Galerien präsent.
Aktuelle Lage: Konkrete, tagesaktuelle Ausstellungstermine, die verlässlich öffentlich gelistet sind, lassen sich momentan nicht eindeutig feststellen. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die verbindlich mit Ort und Zeitraum bestätigt wären.
Damit du nichts verpasst, lohnt sich ein Blick auf diese Seiten:
- Offizielle Website von Slavs and Tatars – hier findest du in der Regel Übersicht zu Projekten, Publikationen und oftmals Hinweise auf laufende oder kommende Shows.
- Galerie Kraupa-Tuskany Zeidler – die Berliner Galerie zeigt regelmäßig Arbeiten des Kollektivs und liefert Updates zu Ausstellungen, Messeauftritten und verfügbaren Werken.
Tipp für dich als Viewer oder junge:r Sammler:in:
- Abonniere Newsletter von Galerie und Künstler:innen-Website.
- Folge einschlägigen Kunst-Institutionen auf Instagram – Slavs and Tatars tauchen dort immer wieder in Programmen und Residenzen auf.
- Wenn du in Berlin oder anderen Kunst-Hubs unterwegs bist, check die Programme von Kunstvereinen, Museen und Biennalen – das Kollektiv ist dort ein häufiger Gast.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Also: Sind Slavs and Tatars nur hübsche Typo-Deko oder wirklich ein Must-See für die TikTok-Generation? Die ehrliche Antwort: Beides – und genau darin liegt die Power.
Du bekommst:
- Optik, die sofort knallt – Farben, Schriften, Statements, die auf jedem Screen funktionieren.
- Inhalt, der hängen bleibt – Religion, Politik, Identität, Ost-West-Konflikte, verpackt wie Pop und Memes.
- Ein Marktprofil zwischen Insider-Hype und Institutionen-Liebling – keine Mega-Rekordpreise, aber ein zunehmend gefragter Name in der internationalen Kunstszene.
Wenn du Kunst willst, die nur nice aussieht, findest du tausend Alternativen. Wenn du aber eine Position suchst, die deinem Feed und deinem Gehirn gleichzeitig Futter gibt, sind Slavs and Tatars ziemlich weit oben auf der Liste.
Mein Rat: Online einsteigen, live nachlegen. Schau dir Clips, Talks und Dokus an, check die Links, halte Ausschau nach der nächsten Ausstellung – und entscheide dann, ob du nur ein Selfie willst oder vielleicht irgendwann ein eigenes Werk an der Wand.
Egal wie du dich entscheidest: An Slavs and Tatars kommst du im aktuellen Kunst-Hype kaum vorbei.


