Krypto-Branche drängt auf stärkere Zwei-Faktor-Authentifizierung
08.02.2026 - 07:54:12Die Krypto- und Digital-Wallet-Branche rüstet im Kampf gegen KI-gestützte Cyberangriffe auf. Führende Anbieter setzen zunehmend auf biometrische Verfahren und Passkeys, während klassische SMS-Codes als zu unsicher gelten.
Die Sicherheit digitaler Vermögenswerte ist 2026 zur Top-Priorität geworden. Branchenexperten verzeichnen eine beunruhigende Professionalisierung von Cyberkriminalität. Angreifer nutzen nun KI, um täuschend echte Phishing-Mails zu generieren, oder setzen Deepfake-Stimmen ein, um Sicherheitsbarrieren zu überwinden. Dieser digitale Rüstungswettlauf zwingt Anbieter und Nutzer, ihre Sicherheitsvorkehrungen grundlegend zu überdenken.
Bitkub schaltet Web-Auszahlungen ab – App wird Pflicht
Ein konkreter Vorfall löste jüngst sofortige Maßnahmen aus. Nachdem ein Nutzer des thailändischen Krypto-Riesen Bitkub etwa 6.800 Euro durch einen Phishing-Angriff verlor, zog das Unternehmen die Reißleine. Ab dem 10. Februar 2026 sind Auszahlungen über die Website nicht mehr möglich.
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Nutzer werden auf die sicherere Mobile App verwiesen. Bitkub erließ zudem eine strenge fünf Punkte umfassende Sicherheitsrichtlinie. Sie fordert Nutzer auf, eine obligatorische Multi-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren – mit besonderem Fokus auf Passkeys und Gesichtserkennung. Diese seien für Angreifer deutlich schwerer zu überwinden als klassische Passwörter. Die Branche signalisiert damit eine klare Abkehr vom Desktop-Browser für kritische Transaktionen.
Das Ende der SMS-Codes naht
Die lange übliche Zwei-Faktor-Authentifizierung per SMS gilt heute als Achillesferse. SIM-Swapping-Angriffe, bei denen Kriminelle die Kontrolle über eine Handynummer erlangen, sind weit verbreitet. Die abgefangenen Einmal-Codes ermöglichen es, Konten leerzuräumen. Auch Phishing-Methoden wurden verfeinert, um Nutzer zur Live-Eingabe dieser Codes zu manipulieren.
Als Antwort setzen Finanzinstitute und Wallet-Anbieter auf eine neue Generation von Sicherheitsverfahren. Biometrische Authentifizierung per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ist inzwischen Standard in Smartphones und Wallets. Sie bindet die Berechtigung an einzigartige physische Merkmale und ist für Remote-Angreifer kaum zu kompromittieren.
Parallel gewinnen Passkeys an Bedeutung. Diese auf Public-Key-Kryptographie basierenden Schlüssel sind immun gegen Phishing und stellen eine sichere Alternative zu Passwörtern dar. Einige Plattformen melden bereits einen direkten Zusammenhang zwischen steigender Passkey-Nutzung und sinkenden Betrugskosten.
Regulierer und Nutzer treiben den Wandel voran
Der Druck für bessere Sicherheit kommt nicht nur aus der Industrie. Auch Regulierungsbehörden weltweit schreiben strengere Standards vor. Die indische Zentralbank (RBI) etwa hat eine Zwei-Faktor-Pflicht für alle digitalen Zahlungen ab April 2026 erlassen. Ihr Rahmenwerk empfiehlt ausdrücklich Methoden jenseits der SMS, wie Biometrie oder Hardware-Tokens.
Gleichzeitig haben sich die Erwartungen der Verbraucher gewandelt. Mobile Wallets wie Apple Pay und Google Pay haben mit Tokenisierung und Biometrie einen neuen Komfort- und Sicherheitsstandard gesetzt. Nutzer erwarten diese Features inzwischen auch anderswo. Eine Studie der Europäischen Zentralbank bestätigt: Biometrische Verifikation ist wegen ihrer einfachen Handhabung und hohen Sicherheit besonders gefragt.
Die Zukunft gehört der mehrschichtigen Verteidigung
Die Zukunft der Wallet-Sicherheit liegt in einer mehrschichtigen Verteidigung. Fortschrittliche Zwei-Faktor-Authentifizierung wird zum Mindeststandard. Der Fokus liegt zunehmend auf der Aufklärung über neuartige Bedrohungen wie ausgeklügelte Social-Engineering-Angriffe – nach wie vor die häufigste Ursache für kompromittierte Konten.
Die effektivste Strategie kombiniert technologische Lösungen mit der Wachsamkeit der Nutzer. Während Plattformen Tools wie Biometrie und Passkeys vorantreiben, müssen Anwender diese Features auch aktivieren und nutzen. Die kommenden Monate werden weitere Innovationen bringen, etwa multimodale Biometrie oder risikobasierte Authentifizierung, die sich an Transaktionsmustern orientiert. Für die sichere Nutzung digitaler Geldbörsen reicht ein einfaches Passwort längst nicht mehr aus.
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