Krones, DE0006335003

Krones AG-Aktie (DE0006335003): Wie der Abfüllspezialist nach starken Zahlen und hoher Nachfrage den nächsten Zyklus vorbereitet

15.05.2026 - 19:46:02 | ad-hoc-news.de

Krones profitiert von hoher Investitionsnachfrage der Getränkeindustrie und hebt nach starken Quartalszahlen erneut die Jahresziele an. Was hinter dem Auftragseingang, den Margen und den aktuellen Kursbewegungen steckt und worauf Anleger jetzt besonders achten.

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Die Krones AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Abfüll- und Verpackungstechnik für die Getränke- und Lebensmittelindustrie. Nach starken Geschäftszahlen und anhaltend hoher Nachfrage aus der Branche steht die Krones-Aktie wieder verstärkt im Fokus. Der Konzern hat seine Jahresprognose zuletzt angehoben und berichtet von einem robusten Auftragseingang, während der Kapitalmarkt genau auf Margen, Investitionen und die globale Konjunkturentwicklung schaut.

Der jüngste Kurstreiber sind die veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal 2025, die am 30.04.2025 vorgelegt wurden. Krones steigerte den Umsatz im Berichtzeitraum Januar bis März 2025 um rund 9 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro, wie aus der Quartalsmitteilung hervorgeht, die am 30.04.2025 publiziert wurde, laut Krones Investor Relations Stand 30.04.2025. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte im gleichen Zeitraum auf 135,5 Millionen Euro zu, was einer Marge von 10,9 Prozent entspricht.

Stand: 15.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Krones
  • Sektor/Branche: Maschinenbau, Abfüll- und Verpackungstechnik
  • Sitz/Land: Neutraubling, Deutschland
  • Kernmärkte: Europa, Nordamerika, Asien-Pazifik, Lateinamerika
  • Wichtige Umsatztreiber: Abfüll- und Verpackungslinien, Prozesstechnik, Lifecycle-Service, Digitalisierungslösungen
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Xetra (Ticker KRN)
  • Handelswährung: Euro

Krones AG: Kerngeschäftsmodell

Krones entwickelt, produziert und installiert Maschinen und komplette Anlagen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie. Das Kerngeschäft reicht von einzelnen Abfüllmaschinen bis hin zu schlüsselfertigen Komplettlinien, die sämtliche Schritte von der Behälterherstellung über die Abfüllung bis hin zur Etikettierung und Verpackung abdecken. Typische Kunden sind Brauereien, Hersteller von Softdrinks, Mineralwasserabfüller, Produzenten von Säften, Milch- und Mischgetränken sowie zunehmend auch Unternehmen aus dem Bereich Liquid Food.

Das Geschäftsmodell basiert auf einem hohen Anteil komplexer Investitionsgüter, die oft in langfristigen Projekten mit mehrmonatiger oder mehrjähriger Laufzeit umgesetzt werden. Krones begleitet Kunden von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zur Optimierung der Anlagen im laufenden Betrieb. Diese Projektorientierung führt zu einem ausgeprägten Auftragsbestand, der kurzfristige Schwankungen der Nachfrage teilweise abfedern kann. Ergänzt wird das Neumaschinengeschäft durch ein wachsendes Service- und Ersatzteilgeschäft, das laufende Einnahmen generiert und die Ergebnisstabilität erhöht.

Ein zweiter wichtiger Pfeiler des Geschäftsmodells ist das Serviceangebot, das von Wartung und Instandhaltung über Modernisierungen bis hin zu digitalen Remote-Services reicht. Viele Anlagen werden mit langfristigen Serviceverträgen begleitet, was wiederkehrende Umsätze schafft. Zudem positioniert sich Krones mit Lösungen zur Energie- und Ressourceneffizienz als Partner für Nachhaltigkeitsprojekte der Getränkeindustrie. In diesem Zusammenhang bietet der Konzern etwa Technologien zur Reduktion von Wasserverbrauch, Materialeinsatz und Energiebedarf in der Produktion an.

Daneben spielt die Systemintegration eine große Rolle. Kunden erwarten zunehmend, dass ein Anbieter die Verantwortung für eine vollständige Produktionslinie übernimmt, inklusive Automatisierung, Software und Datenanbindung. Krones entwickelt dafür Steuerungs- und Leitsysteme, die Produktionsprozesse überwachen und optimieren. Diese Integration aus Mechanik, Elektronik und Software stärkt die Bindung zum Kunden und ermöglicht zusätzliche digitale Geschäftsmodelle.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Krones AG

Wesentliche Umsatztreiber für Krones sind Neubauprojekte für Abfüll- und Verpackungslinien, die typischerweise von globalen Getränke- und Lebensmittelkonzernen, aber auch von regionalen Anbietern mit Wachstumskurs vergeben werden. In den vergangenen Jahren profitierten die Investitionen von mehreren strukturellen Trends: steigender Konsum abgefüllter Getränke in Schwellenländern, Premiumisierung im Bier- und Softdrinksegment sowie die Ausdifferenzierung des Produktangebots, etwa bei zuckerreduzierten Getränken oder funktionalen Drinks. Jeder neue Produkttyp führt häufig zu Anpassungen in der Produktion und damit zu Investitionsbedarf.

Ein weiterer Treiber ist der Ersatz- und Erweiterungsbedarf in bestehenden Anlagen. Viele Krones-Linien sind über Jahre oder Jahrzehnte im Einsatz und werden stetig modernisiert, um höhere Effizienz, geringeren Ressourceneinsatz oder zusätzliche Formate zu ermöglichen. Der Lifecycle-Service umfasst Ersatzteile, Upgrades und Leistungssteigerungen und ist ausgesprochen margenstark. Laut dem Geschäftsbericht 2024, der am 26.03.2025 veröffentlicht wurde, entfällt ein signifikanter Anteil des Konzernumsatzes auf Serviceleistungen und Ersatzteile, wie aus den Segmentinformationen hervorgeht, laut Krones Geschäftsbericht Stand 26.03.2025.

Zu den Produkttreibern gehören auch Anlagen zur PET-Behälterproduktion, Glasabfülltechnik, Dosenlinien, Etikettiersysteme sowie Lösungen für den Bereich Intralogistik und IT-basierte Auswertesysteme. Gerade im Segment Kunststoffrecycling und Mehrwegverpackungen positioniert sich Krones verstärkt, da weltweit der regulatorische Druck in Richtung Kreislaufwirtschaft zunimmt. Allein der Trend zu verpflichtenden Rezyklatquoten in vielen Märkten begünstigt Investitionen in Recyclingkapazitäten.

Darüber hinaus entwickelt Krones digitale Lösungen wie Zustandsüberwachung, Datenanalyse und Produktionsoptimierung in Echtzeit. Diese Angebote sollen den Kunden helfen, Stillstände zu reduzieren, Ausschuss zu minimieren und den Energieeinsatz zu optimieren. Digitale Services werden teilweise im Abo-Modell oder über nutzungsabhängige Vereinbarungen abgerechnet, was perspektivisch neue wiederkehrende Erlöse ermöglicht. Zusammengenommen ergibt sich ein Mix aus projektbezogenen Großaufträgen und stabileren Serviceumsätzen, der für die Ertragsentwicklung entscheidend ist.

Aktuelle Geschäftszahlen und Prognoseanhebung als Kurstreiber

Die im April 2025 gemeldeten Zahlen für das erste Quartal 2025 zeigen, dass Krones den Wachstumskurs fortsetzen konnte. Der Auftragseingang erreichte im Zeitraum Januar bis März 2025 rund 1,35 Milliarden Euro, was einem leichten Plus gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht, wie in der Quartalsmitteilung vom 30.04.2025 erläutert wird, laut Krones Investor Relations Stand 30.04.2025. Der Auftragsbestand lag damit weiterhin auf einem hohen Niveau und sichert die Auslastung über mehrere Quartale hinweg ab.

Beim Ergebnis profitierte Krones vom hohen Volumen und von verbesserten Einkaufskonditionen nach der Beruhigung der Lieferketten. Das EBITDA stieg im Quartal 2025 auf 135,5 Millionen Euro, die EBITDA-Marge verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal 2024. Auch das Ergebnis nach Steuern legte spürbar zu. Dieser Trend knüpft an das sehr starke Geschäftsjahr 2024 an, in dem Krones laut Geschäftsbericht 2024, veröffentlicht am 26.03.2025, einen Konzernumsatz von rund 5,3 Milliarden Euro erzielte und eine EBITDA-Marge im Zielkorridor von rund 10 Prozent erreichte, laut Krones Geschäftsbericht Stand 26.03.2025.

Auf Basis des positiven Starts in das Jahr 2025 und des hohen Auftragsbestands hob der Vorstand Ende April 2025 die Prognose für das Gesamtjahr an. Krones rechnet seitdem mit einem organischen Umsatzwachstum am oberen Ende des ursprünglichen Korridors und erwartet weiterhin eine EBITDA-Marge von rund 10 bis 10,5 Prozent, wie im Ausblick der Quartalsmitteilung vom 30.04.2025 beschrieben wird, laut Krones Investor Relations Stand 30.04.2025. Diese Kombination aus Wachstum und Profitabilität wird vom Markt als wichtiger Kurstreiber wahrgenommen.

Analysten und institutionelle Investoren achten dabei vor allem auf die Fähigkeit des Unternehmens, die Profitabilität in einem Umfeld nachlassender Inflation und normalisierter Lieferketten stabil zu halten. Die jüngste Prognoseanhebung wird als Signal gesehen, dass Krones trotz konjunktureller Unsicherheiten im Maschinenbausegment eine robuste Nachfragebasis hat. Damit rückt auch die Frage nach der mittelfristigen Margenentwicklung und möglichen zusätzlichen Effizienzprogrammen in den Fokus.

Kapitalmarktreaktion und Kursverlauf der Krones-Aktie

Die Krones-Aktie hat in den vergangenen Jahren eine deutliche Neubewertung erlebt, nachdem der Konzern seine Profitabilität gesteigert und die Abhängigkeit von einzelnen Märkten reduziert hat. Am 02.05.2025 notierte die Aktie auf Xetra bei rund 134 Euro, womit sie seit Jahresbeginn deutlich zugelegt hatte, laut Börse Frankfurt Stand 02.05.2025. Zwischenzeitliche Rücksetzer wurden am Markt häufig genutzt, um die Positionen zu überprüfen und die Bewertung an die aktuellen Ergebnisprognosen anzupassen.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2025 verlief der Kurs volatil, was sowohl auf allgemeine Bewegungen im europäischen Maschinenbau- und Industriegütersektor als auch auf Diskussionen über Zinspfad und globale Konjunktur zurückzuführen war. Investoren reagierten sensibel auf Signale zu Investitionsbudgets großer Getränkehersteller, da diese maßgeblich die Nachfrage nach Abfüll- und Verpackungsanlagen prägen. Die Aktie blieb dennoch über weite Strecken deutlich über den Niveaus früherer Jahre, in denen Margenschwankungen und Lieferkettenprobleme für mehr Skepsis gesorgt hatten.

Für die Bewertung der Aktie sind neben den laufenden Quartalszahlen auch mittelfristige Wachstumsziele und der Umgang mit konjunkturellen Zyklen entscheidend. Der Markt preist ein, dass Krones durch den hohen Serviceanteil und eine breit diversifizierte Kundenbasis weniger anfällig für kurzfristige Einbrüche ist als reine Investitionsgüterhersteller. Gleichzeitig bleibt die Aktie jedoch ein typischer Zykliker, da größere Projektentscheidungen von der Investitionslaune der Kunden abhängen.

Dividendenpolitik und Bilanzstruktur

Krones verfolgt seit Jahren eine verlässliche Dividendenpolitik mit dem Ziel, die Aktionäre im Rahmen der Ergebnisentwicklung am Erfolg zu beteiligen. Für das Geschäftsjahr 2024 schlug der Vorstand eine Dividende von 2,20 Euro je Aktie vor, über die die Hauptversammlung im Mai 2025 beschloss, wie aus den HV-Unterlagen hervorgeht, die im April 2025 veröffentlicht wurden, laut Krones Investor Relations Stand 15.04.2025. Die Ausschüttungsquote bewegt sich damit im Bereich der unternehmensseitigen Zielspanne.

Die Bilanzstruktur gilt als solide, mit einer komfortablen Eigenkapitalquote und einer geringen Nettofinanzverschuldung. Der starke operative Cashflow der Jahre 2023 und 2024 wurde genutzt, um Investitionen in Kapazitätserweiterungen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu finanzieren sowie die Liquidität zu stärken. Eine robuste Bilanz verschafft dem Unternehmen Spielräume, auch in schwächeren Marktphasen an strategisch wichtigen Projekten festzuhalten und selektive Akquisitionen zu prüfen.

Die Dividendenpolitik steht dabei im Spannungsfeld zwischen attraktiver Ausschüttung und dem Bedarf an Investitionen in Forschung und Entwicklung. Krones investiert kontinuierlich in neue Technologien für energieeffiziente Anlagen, Digitalisierung und Recyclinglösungen. Für Anleger ist daher nicht nur die absolute Höhe der Dividende relevant, sondern auch die Frage, wie nachhaltig diese in unterschiedlichen Konjunkturphasen sein kann.

Investitionen, Kapazitäten und Nachhaltigkeitsstrategie

In den vergangenen Jahren hat Krones seine Produktionskapazitäten in Europa und weltweit erweitert und modernisiert. Investitionen flossen unter anderem in Standorte in Deutschland, Tschechien und China, um näher an wichtigen Kundenmärkten zu sein und Transportwege zu verkürzen. Der Ausbau internationaler Fertigungsstandorte soll zudem Währungsrisiken und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferketten reduzieren.

Ein zentraler Schwerpunkt der Unternehmensstrategie ist das Thema Nachhaltigkeit. Krones arbeitet an Lösungen, die Kunden helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, etwa durch energieeffizientere Füllsysteme, optimierte Reinigungsprozesse und geringeren Materialverbrauch bei Verpackungen. Im Nachhaltigkeitsbericht 2024, veröffentlicht im März 2025, betonte das Unternehmen seine Ziele zur Senkung der eigenen Emissionen sowie zur Entwicklung kreislauffähiger Verpackungskonzepte, laut Krones Nachhaltigkeitsbericht Stand 26.03.2025. Dazu gehören auch Technologien für das PET-Recycling und Anlagen, die den Einsatz von Rezyklat erleichtern.

Darüber hinaus setzt Krones auf Digitalisierung, um Prozesse transparenter und ressourcenschonender zu gestalten. Datengestützte Services sollen Stillstände und Ausschuss reduzieren, indem sie frühzeitig auf Anomalien im Betrieb hinweisen. Kunden können damit ihre Gesamtanlageneffektivität steigern, was in vielen Fällen die entscheidende Kennzahl für die Investitionsentscheidung ist. Nachhaltige und digitale Lösungen sind somit nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch wichtige Wettbewerbsvorteile im Investitionsgütermarkt.

Marktumfeld der Getränke- und Lebensmittelindustrie

Das Marktumfeld von Krones wird wesentlich durch die Entwicklung der globalen Getränke- und Lebensmittelindustrie geprägt. In reifen Märkten wie Europa und Nordamerika wächst der Absatz abgefüllter Getränke nur moderat, dafür gewinnt die Produktvielfalt an Bedeutung. Neue Geschmacksrichtungen, zuckerreduzierte Rezepturen, Energy- und Functional-Drinks sowie Spezialbiere führen zu komplexeren Produktionsanforderungen und häufigeren Formatwechseln. Dies erfordert flexible Anlagen, die verschiedene Behältergrößen und -materialien in kurzer Folge verarbeiten können.

In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern hingegen wächst der Konsum abgefüllter Getränke noch deutlich stärker. Steigende Einkommen, Urbanisierung und eine wachsende Mittelschicht erhöhen die Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken. Krones profitiert von diesem strukturellen Wachstum, indem das Unternehmen Produktionskapazitäten vor Ort aufbaut und Kundennähe sicherstellt. Gleichzeitig bringen diese Märkte höhere Risiken mit sich, etwa bei Währungsschwankungen, politischer Stabilität oder regulatorischen Veränderungen.

Hinzu kommt der globale Trend zu mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, der sich in strengeren gesetzlichen Vorgaben für Verpackungen, Pfandsysteme und Recyclingquoten widerspiegelt. Unternehmen der Getränkeindustrie stehen unter Druck, ihren Ressourcenverbrauch zu senken und Verpackungen umweltfreundlicher zu gestalten. Dies eröffnet Krones zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten, da die Nachfrage nach effizienteren Anlagen, Mehrweg-Alternativen und Recycling-Lösungen steigt.

Wettbewerbssituation und Positionierung von Krones

Im internationalen Vergleich zählt Krones zu den führenden Anbietern von Abfüll- und Verpackungstechnik. Das Wettbewerbsumfeld umfasst sowohl große, global agierende Maschinenbauer als auch spezialisierte Nischenanbieter. Der Wettbewerb erfolgt weniger über reine Preisentscheidungen, sondern stark über Technologie, Zuverlässigkeit, Servicequalität und die Fähigkeit, komplette Linien aus einer Hand zu liefern. Kunden schätzen Anbieter, die langjährige Erfahrung, globale Präsenz und einen verlässlichen Service kombinieren.

Krones versucht, sich durch ein breites Portfolio, umfassende Systemkompetenz und intensive Kundenbetreuung zu differenzieren. Der Fokus auf komplette Linien und schlüsselfertige Projekte verschafft dem Unternehmen eine starke Position bei großen Investitionen von internationalen Konzernen. Gleichzeitig arbeitet Krones daran, auch im Mittelstandssegment attraktiv zu bleiben, indem modulare Lösungen und skalierbare Anlagen angeboten werden.

Technologisch ist das Unternehmen bemüht, Innovationen schnell in marktreife Produkte zu überführen. Dies betrifft etwa neue Füllverfahren, hygienische Designlösungen für sensible Produkte sowie digitale Services. Patente, Know-how und jahrzehntelange Erfahrung im Anlagenbau dienen als Eintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber. Dennoch bleibt der Wettbewerbsdruck hoch, da Kunden verstärkt auf Standardisierung, Kostensenkung und kürzere Amortisationszeiten achten.

Warum Krones AG für deutsche Anleger relevant ist

Für Anleger in Deutschland ist Krones aus mehreren Gründen von Interesse. Das Unternehmen ist im regulierten Markt in Frankfurt und im elektronischen Handelssystem Xetra gelistet und damit für deutsche Privatanleger gut erreichbar. Die Aktie ist Bestandteil wichtiger Branchen- und Nebenwerteindizes, was die Sichtbarkeit am Kapitalmarkt erhöht. Durch die Notierung in Euro entfällt zudem ein direktes Währungsrisiko für Anleger mit Euro-Vermögen.

Darüber hinaus steht Krones als Maschinenbauunternehmen mit hoher Exportquote stellvertretend für die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie. Die Entwicklung von Auftragseingang, Auslandsumsätzen und Margen gibt Einblicke in die Investitionsbereitschaft der globalen Getränkeindustrie und damit in einen wichtigen Teil der industriellen Wertschöpfungskette. Für Anleger, die den deutschen Maschinenbau im Portfolio abbilden möchten, ist die Aktie daher eine beobachtenswerte Position.

Hinzu kommt der Fokus des Unternehmens auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Effizienzsteigerung in der Produktion. Diese Themen stehen auch auf der politischen Agenda und sind für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland von zentraler Bedeutung. Krones agiert als Technologiepartner für internationale Konzerne, was wiederum positive Rückkopplungen auf Zulieferer, Forschungseinrichtungen und andere Industrieunternehmen in Deutschland haben kann.

Risiken und offene Fragen

Trotz der robusten Geschäftszahlen und der guten Marktposition ist Krones verschiedenen Risiken ausgesetzt. Als klassischer Investitionsgüterhersteller ist das Unternehmen zyklischen Schwankungen unterworfen. Kommt es zu einer deutlichen Eintrübung der weltweiten Konjunktur, könnten Kunden Investitionsentscheidungen verschieben oder Projekte strecken. Dies würde sich in einem rückläufigen Auftragseingang und einer geringeren Auslastung der Werke niederschlagen.

Zudem bleiben geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und mögliche neue Lieferkettenstörungen ein Unsicherheitsfaktor. Krones bezieht Komponenten und Materialien aus unterschiedlichen Regionen und ist auf eine zuverlässige Logistik angewiesen. Steigende Lohn- und Materialkosten könnten die Margen belasten, wenn sie nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden können. Auch Wechselkurseffekte können sich auf Umsatz und Ergebnis auswirken, da ein beträchtlicher Teil der Erlöse außerhalb des Euroraums erzielt wird.

Ein weiterer Aspekt ist der zunehmende Regulierungsdruck im Bereich Nachhaltigkeit und Verpackungen. Während strengere Vorgaben grundsätzlich Investitionen in effizientere Anlagen fördern, können politische Entscheidungen auch kurzfristig Unsicherheit schaffen, wenn sie zu abrupten Änderungen im Produktmix oder in der Verpackungsgestaltung führen. Für Krones stellt sich dabei die Aufgabe, sein Technologieportfolio schnell genug auf neue Anforderungen auszurichten.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die weitere Kursentwicklung der Krones-Aktie spielen regelmäßig wiederkehrende Veröffentlichungstermine eine wichtige Rolle. Dazu gehören zunächst die Quartals- und Halbjahresberichte, in denen das Management jeweils Einblick in Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang bietet. Der Halbjahresbericht 2025 soll laut Finanzkalender im August 2025 erscheinen, was am Kapitalmarkt genau verfolgt werden dürfte, da dann ein detaillierterer Blick auf die Fortschritte bei Margen, Kosten und Projektabwicklung möglich wird, laut Krones Finanzkalender Stand 15.04.2025.

Ein weiterer Katalysator ist die jährliche Hauptversammlung, auf der unter anderem über die Dividende beschlossen wird und auf der das Management die strategische Ausrichtung erläutert. Präsentationen auf Kapitalmarkttagen oder Branchenkonferenzen können ebenfalls Kursreaktionen auslösen, wenn neue mittelfristige Ziele, Investitionsprogramme oder Veränderungen im Portfolio vorgestellt werden. Für Anleger ist es wichtig, diese Termine im Blick zu behalten, da neue Informationen zu Anpassungen der Markterwartungen führen können.

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Fazit

Krones befindet sich nach den jüngsten Quartalszahlen und der angehobenen Jahresprognose in einer Phase soliden Wachstums mit verbesserter Profitabilität. Die starke Position in der globalen Getränke- und Lebensmittelindustrie, ein hoher Auftragsbestand und ein wachsendes Servicegeschäft stützen die Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen konjunkturabhängig und ist den üblichen Risiken im internationalen Maschinenbau ausgesetzt. Für Anleger bildet die Aktie ein Beispiel dafür, wie ein deutscher Maschinenbauer auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und globale Präsenz setzt, um Chancen im Strukturwandel der Getränkeindustrie zu nutzen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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