Putin schließt Nationalisierung westlicher Aktiva nicht aus
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 21:12 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEs sei nicht geplant, diese Firmen zu nationalisieren, sagte Putin beim politischen Waldai-Diskussionsforum in Moskau vor internationalen Experten. Die Fremdverwaltung schaffe aber auch die Möglichkeit, "spiegelbildlich" auf den Raub von russischen Firmenaktiva im Westen zu reagieren, sagte er.
Der Präsident hatte zuletzt die Töchter der Handelskonzerne Metro DE000BFB0019 und Auchan und des Lebensmittelriesen Nestle CH0038863350 unter Zwangsverwaltung gestellt. Er wies Vorwürfe, nach denen Russland die ausländischen Aktiva in sein Staatseigentum überführen wolle, als "Lüge" zurück. "Wir nehmen niemandem etwas weg, stehlen nicht und nationalisieren nicht", sagte Putin. "Wir wollen niemanden bestrafen", antwortete er einem Journalisten, der gefragt hatte, warum ausgerechnet Nestlé betroffen sei. Das Unternehmen blieb in Russland wie andere auch nach Beginn des von Putin befohlenen Angriffskrieges gegen die Ukraine aktiv.
Zugleich kritisierte Putin die Beschlagnahmung von russischem Staatsvermögen im Westen als "völlig unzulässig". Als ein Beispiel nannte er die Gazprom US3682872078 US3682872078 Germania GmbH in Deutschland, die nach Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 unter dem Namen Securing Energy for Europe GmbH verstaatlicht wurde.
