Kratos Defense: ARK kauft 261.373 Aktien für 17 Millionen
02.06.2026 - 19:19:51 | boerse-global.deKratos Defense & Security Solutions steckt in einem Zwiespalt. Die Auftragsbücher sind voll, das US-Verteidigungsbudget wächst – und die Aktie fällt trotzdem. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 20 Prozent, derzeit notiert es bei 53,84 Euro. Deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 112,75 Euro.
Das könnte an einer wachsenden Skepsis vieler Marktteilnehmer liegen. Die Short-Quote stieg binnen eines Monats um 26,75 Prozent auf 7,09 Prozent des Streubesitzes. Rund 13,1 Millionen Aktien werden derzeit leerverkauft.
ARK Invest setzt auf autonome Systeme
Cathie Woods ARK Invest sieht das offenbar anders. In der letzten Mai-Woche kaufte der ETF-Spezialist 261.373 Aktien von Kratos – ein Einsatz von knapp 17 Millionen Dollar. Ein klares Bekenntnis zum Verteidigungssektor.
Der Hintergrund: Das US-Verteidigungsbudget soll im Fiskaljahr 2027 auf 1,5 Billionen Dollar steigen. Das wäre ein Plus von rund 400 Milliarden Dollar. Davon profitiert Kratos direkt. Das Unternehmen ist mit seiner Valkyrie XQ-58 im Northrop-Grumman-Programm für bemannt-unbemannte Jagdflugzeuge (CCA) vertreten.
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Schon im ersten Quartal 2026 wuchs der Umsatz um 22,6 Prozent auf 371 Millionen Dollar. Die Sparte "Unmanned Systems" legte sogar um 30,9 Prozent zu. Der Auftragseingang übertraf mit 605,2 Millionen Dollar den Umsatz deutlich (Buch-zu-Bill-Verhältnis: 1,6x). Allein für die Valkyrie rechnen Analysten mit einer Jahresproduktion von rund 40 Maschinen bis Ende 2027.
Gemischte Analystensignale
Die Konsensbewertung liegt bei "Moderate Buy", das durchschnittliche Zwölf-Monats-Kursziel bei umgerechnet rund 113 Dollar-Dollar. Das entspricht mehr als einer Verdopplung zum aktuellen Niveau von etwa 62 Dollar.
Gleichzeitig zeigt der Kurschart eine andere Geschichte. Der 50-Tage-Durchschnitt von 55,78 Euro liegt bereits über dem aktuellen Kurs – technisch ein bärisches Signal. Der RSI von 41,1 deutet auf leichte Überverkauftheit hin, aber noch nicht auf eine Trendwende.
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Für Anleger wird der August entscheidend sein. Dann legt Kratos die nächsten Quartalszahlen vor. Die Frage ist, ob das Unternehmen seine hohen Margenerwartungen bei der Produktionshochskalierung tatsächlich halten kann.
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