Kraken Robotics Aktie: Covelya-Closing im Q2 erwartet
04.06.2026 - 17:14:37 | boerse-global.de
Bei Kraken Robotics steht der entscheidende Schritt unmittelbar bevor. Die Übernahme des britischen Technologiekonzerns Covelya für 615 Millionen kanadische Dollar soll noch im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Für den kanadischen Unterwasserrobotik-Spezialisten geht es damit um eine neue Dimension.
Aktuell notiert die Aktie bei 4,83 Euro – ein Minus von rund einem Prozent. Der Rücksetzer wiegt jedoch leicht angesichts einer Zwölfmonatsrallye von über 200 Prozent. Vom Rekordhoch bei 6,79 Euro aus März trennen das Papier allerdings noch knapp 29 Prozent.
NATO-Debüt als Gütesiegel
Das Unternehmen präsentiert sich derzeit auf der MINWARA-Konferenz in San Diego. Erstmals nahm Kraken an der SeaSEC Challenge "Data2Sea" teil – einer Übung unter Federführung der Verteidigungsministerien von sechs NATO-Staaten, darunter Deutschland, die Niederlande und Finnland.
Die Zusammenarbeit mit den Marinebehörden in der Ostsee ist ein strategisches Signal. Kraken will seine Synthetic-Aperture-Sonar-Technologie fest in den Beschaffungsprogrammen der westlichen Allianz verankern.
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Q1-Zahlen: Wachstum mit Schattenseiten
Das erste Quartal 2026 brachte einen Umsatz von 21,7 Millionen kanadischen Dollar – ein Plus von 35 Prozent. Der Produktumsatz legte sogar um 50 Prozent zu, getrieben von Unterwasserbatterien und Sonarsystemen. Dazu kommen Auftragseingänge von rund 97 Millionen Dollar im laufenden Jahr.
Das Problem: steigende Kosten. Der operative Aufwand durch Personalaufbau drückte die EBITDA-Marge von 17 auf 14 Prozent. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 3,3 Millionen Dollar. Die Bilanz bleibt mit 108,7 Millionen Dollar Cash und 162,4 Millionen Working Capital jedoch solide.
Covelya-Integration als Gamechanger
Der wichtigste Hebel heißt Covelya. Der Übernahmekandidat erwirtschaftete 2025 rund 365 Millionen Dollar Umsatz und wächst seit 2023 mit 24 Prozent pro Jahr. Die Finanzierung ist teils bar (480 Millionen), teils durch Aktien (135 Millionen) gesichert. Eine Kapitalerhöhung über 402,5 Millionen Dollar brachte bereits die nötigen Mittel.
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Nach dem Closing wird die kombinierte Gruppe rund 1200 Mitarbeiter beschäftigen. Neue Geschäftszahlen, die den Zusammenschluss abbilden, sollen dann veröffentlicht werden. Die bisherige Standalone-Prognose für 2026 sieht einen Umsatz von 165 bis 175 Millionen Dollar vor – ein Plus von über 65 Prozent zum Vorjahr.
Mit dem Vollzug der Transaktion dürfte Kraken nicht nur seine Bilanz, sondern auch seine Verhandlungsposition bei NATO-Ausschreibungen deutlich stärken. Die neue Guidance wird zeigen, ob die ambitionierte Wachstumsstory trägt.
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