KPS: Michael Hessing steuert Finanz-Umbau
28.05.2026 - 22:16:19 | boerse-global.de
Die KPS AG klammert sich an ihre Jahresziele, während der Aktienkurs am Donnerstag auf ein neues 52-Wochen-Tief von 0,32 Euro durchsackt. Ein Minus von acht Prozent binnen weniger Stunden unterstreicht das Misstrauen der Börse in die aktuelle Geschäftsentwicklung. Trotz schrumpfender Umsätze im ersten Halbjahr hält der Vorstand an seinem Ausblick fest.
Umsatzschwund und Projektwandel
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/2026 schrumpfte der Umsatz auf 54,7 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum standen noch 64,7 Millionen Euro in den Büchern. Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 3,5 Millionen Euro.
Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 6,4 Prozent. Hinter diesen Zahlen steckt ein fundamentaler Wandel im Kundenverhalten: Unternehmen meiden derzeit kapitalintensive Großprojekte und bevorzugen stattdessen kürzere IT-Investitionen. Für KPS bedeutet das einen harten Übergang von langjährigen Großaufträgen hin zu kleinteiligeren Beratungsleistungen.
Strategische Neuausrichtung
Um der veränderten Marktrealität zu begegnen, hat das Management einen Umbau eingeleitet. Der Fokus liegt nun auf Skalierbarkeit und einer robusteren Kostenstruktur. Michael Hessing steuert diesen Prozess seit Mitte Februar als neuer Finanzvorstand.
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Parallel dazu arbeitet das Unternehmen an der Effizienz seines Technologieportfolios. Die Gruppe will resilienter werden, um Schwankungen bei der Investitionsbereitschaft im Handels- und Industriesektor besser abzufedern.
Festhalten an der Jahresprognose
Für das Gesamtjahr 2025/2026 bleibt die Führung optimistisch. Die Umsatzerlöse sollen zwischen 99 und 110 Millionen Euro landen. Beim EBITDA wird eine Spanne von 2,0 bis 6,7 Millionen Euro angepeilt.
Anleger quittieren diese Bestätigung am Donnerstag allerdings mit weiteren Verkäufen. Die Aktie notiert aktuell rund 62 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Juni. Seit Jahresbeginn hat das Papier damit fast die Hälfte seines Wertes verloren.
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Die Umsetzung der Sparmaßnahmen und die Gewinnung neuer Kurzfrist-Projekte entscheiden nun über den weiteren Verlauf. Erreicht KPS lediglich das untere Ende der EBITDA-Spanne von zwei Millionen Euro, bliebe der finanzielle Spielraum für operative Fehler minimal.
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