KPÖ warnt vor Kollaps des sozialen Wohnbaus
14.01.2026 - 21:04:12Die Kommunistische Partei Österreichs schlägt Alarm: Eine akute Finanzkrise der Gemeinden droht den sozialen Wohnbau auszubremsen. Steigende Baukosten und Zinsen verschärfen die Lage zusätzlich. Experten sehen den sozialen Frieden in Gefahr.
Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der leistbares Wohnen für viele Österreicher zur zentralen Frage geworden ist. Die KPÖ positioniert sich als treibende Kraft und fordert tiefgreifende Reformen. Doch wie soll neuer Wohnraum entstehen, wenn die zuständigen Gemeinden selbst ums finanzielle Überleben kämpfen?
Die klaffende Finanzlücke der Gemeinden
Die Situation ist prekär. Eine wachsende Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben engt den Spielraum für Investitionen massiv ein. Hohe Kosten in Soziales, Pflege und Kinderbetreuung belasten die Budgets. Gleichzeitig steigen die Einnahmen nicht im selben Maße.
Die direkte Folge: Projekte im sozialen Wohnbau verzögern sich oder werden gestoppt. Viele Vorhaben sind auf Grundstücke oder finanzielle Beteiligung der Kommunen angewiesen. In Bundesländern wie Kärnten ist die Lage besonders dramatisch, wo viele Gemeinden als „Abgangsgemeinden“ kaum noch Handlungsspielraum haben.
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Der perfekte Sturm am Bau
Zusätzlich zur kommunalen Finanzschwäche wirken externe Faktoren als Bremsklotz:
* Die Baukosten sind in den letzten Jahren überdurchschnittlich stark gestiegen.
* Gestiegene Zinsen erschweren die Finanzierung für Bauträger und gemeinnützige Vereinigungen.
* Viele Entwickler legen Projekte auf Eis, da sie wirtschaftlich nicht mehr darstellbar sind.
Experten prognostizieren einen dramatischen Rückgang bei den Fertigstellungen. Die Zahl der neuen Wohnungen könnte 2026 auf ein sehr niedriges Niveau sinken – und den bestehenden Mangel weiter anheizen.
Radikale Forderungen der KPÖ
Angesichts dieser Gemengelage fordert die Partei ein Umdenken. Eine zentrale Forderung ist die strikte Zweckbindung der Wohnbaufördermittel. Gelder für den Wohnbau sollen nicht zur Stopfung von Budgetlöchern verwendet werden.
Weitere Vorschläge der KPÖ:
* Schaffung eines öffentlichen Wohnbaufonds
* Massiver Ausbau des kommunalen Wohnbaus nach Wiener Vorbild
* Finanzierung durch Abgaben von privaten Bauprojekten
„Wohnen ist ein Grundbedürfnis und darf nicht der Profitlogik unterliegen“, so die Kernbotschaft. Ziel ist es, den Marktanteil des öffentlichen Wohnbaus signifikant zu erhöhen.
Ein strukturelles Problem mit sozialen Folgen
Die Krise ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern Ergebnis struktureller Fehlentwicklungen. Die Gemeinden sind in einer Zwickmühle: Sie haben wachsende Aufgaben, aber sind stark von Finanzzuweisungen des Bundes abhängig.
Während der Bedarf steigt – getrieben durch Zuwanderung und mehr Single-Haushalte – sinkt das Angebot. Diese Lücke trifft vor allem Menschen mit geringem Einkommen, junge Familien und Pensionisten. Kritiker bemängeln den „Fleckerlteppich“ aus Landesregelungen und fordern eine bundesweit koordinierte Strategie.
Wohnungspolitik als neues Schlachtfeld
Die kommenden Monate werden entscheidend sein. Die Verhandlungen über den Stabilitätspakt, der die Verschuldung der Gemeinden regelt, definieren den finanziellen Spielraum neu. Ohne nachhaltige Lösungen droht eine dauerhafte Lähmung bei Infrastrukturprojekten.
Die KPÖ hat das Thema „leistbares Wohnen“ erfolgreich besetzt und erhöht den Druck auf die Regierungsparteien. Sollten keine wirksamen Maßnahmen folgen, warnen Experten vor einer wachsenden Spaltung der Gesellschaft. Die Wohnungsfrage entwickelt sich zum zentralen politischen Konfliktherd.
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