Kooperation: ZF und Diehl Defence arbeiten zusammen
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 14:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Unternehmen erbringt ab sofort sogenannte Engineering-Dienstleistungen für Diehl, wie eine ZF-Sprecherin in Friedrichshafen mitteilte. Dabei gehe es um technische Entwicklungsarbeit - von ersten Konzepten bis zum Testen von Komponenten und Systemen.
ZF bringt nach eigenen Angaben seine Erfahrung bei der Entwicklung, Erprobung und Herstellung komplexer technischer Systeme ein. Ziel sei es, Entwicklungszeiten zu verkürzen und neue Lösungen für Verteidigungsanwendungen schneller zu entwickeln.
Projekte bleiben geheim
Welche konkreten Verteidigungsprojekte ZF unterstützt und welche Systeme dabei entwickelt werden, blieb offen. Zu konkreten Projekten oder Kooperationsinhalten könne aus Gründen der Vertraulichkeit keine Angaben gemacht werden, so die Sprecherin weiter.
Diehl Defence bleibe für die Anforderungen an die Systeme und deren Integration in den Verteidigungsbereich verantwortlich. ZF unterstütze das Unternehmen bei ausgewählten Entwicklungsaufgaben. Dazu gehörten auch Prüfstände, Simulationen und Testmethoden, mit denen Komponenten unter möglichst realistischen Bedingungen erprobt werden.
Kurze Wege am Bodensee
ZF-Fachkräfte sollen zudem direkt vor Ort in Überlingen mit den Entwicklungsteams von Diehl Defence zusammenarbeiten. Wie viele es sind, teilte das Unternehmen nicht mit. Die räumliche Nähe zwischen den Standorten Friedrichshafen und Überlingen (circa 30 Kilometer) ermögliche kurze Abstimmungswege und eine engere Zusammenarbeit, teilte ZF mit.
Diehl Defence und ZF sind am Bodensee fest verwurzelt: Diehl stattet derzeit die Armeen von 21 Nationen mit dem Flugabwehrsystem IRIS-T SLM aus, darunter Deutschland und die Ukraine. Der Autozulieferer ZF ist vor allem für seine Antriebs- und Fahrwerktechnik bekannt.
