Kone, Aktie

Kone Aktie: 67 Prozent Umsatz aus Service

30.05.2026 - 08:27:41 | boerse-global.de

Kone profitiert von margenstarkem Servicegeschäft, das zwei Drittel des Umsatzes ausmacht. Die Aktie erholt sich leicht, während der Neubau schwächelt.

Kone Aktie: 67 Prozent Umsatz aus Service - Foto: über boerse-global.de
Kone Aktie: 67 Prozent Umsatz aus Service - Foto: über boerse-global.de

Der finnische Aufzugs- und Fahrtreppenhersteller Kone setzt zunehmend auf sein margenstarkes Servicegeschäft, um die Schwäche im Neubausegment abzufedern. Die Aktie schloss am Freitag bei 51,16 Euro und legte damit um 2,16 Prozent zu – eine leichte Erholung nach einem schwierigen Monat. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 16,3 Prozent zu Buche, das 52-Wochen-Hoch bei 64,02 Euro liegt inzwischen über 20 Prozent entfernt.

Der Kursgewinn vom Freitag fügt sich in eine Woche moderater Schwankungen ein. Nachdem die Aktie zuvor Unterstützung nahe 50,40 Euro getestet hatte, zeigte sich zuletzt eine Stabilisierung. Der RSI von 49,1 signalisiert eine neutrale Marktlage.

Zwei Drittel des Umsatzes kommen aus Service und Modernisierung

Der strategische Wandel bei Kone ist in den Zahlen deutlich ablesbar: Die Segmente Service und Modernisierung steuern inzwischen rund 67 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Dieser Anteil ist nicht nur stabiler, sondern auch margenstärker als das zyklische Neubaugeschäft. Das Management betont, dass der Bremsklotz aus dem chinesischen Neuanlagengeschäft an Bedeutung verliert, je weiter der Servicebestand wächst.

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Ein entscheidender Hebel ist die Digitalisierung der Wartungsflotte. Über 42 Prozent der gewarteten Anlagen sind inzwischen vernetzt – Voraussetzung für vorausschauende Instandhaltung. Das operative Management zielt darauf ab, diese Quote weiter zu steigern und so die Margen zusätzlich zu verbessern. Der operative Cashflow lag im ersten Quartal bei 500 Millionen Euro.

Regionale Schere öffnet sich

Die Geschäftsentwicklung von Kone wird zunehmend von regionalen Unterschieden geprägt. In Großchina schrumpft der Markt für neue Aufzüge weiter – ein andauernder Gegenwind. Gleichzeitig wächst das Modernisierungsgeschäft, da der installierte Bestand altert. In Europa und Nordamerika ziehen die Neubauprojekte leicht an, der stärkere Impuls kommt aber auch hier aus der Modernisierung, getrieben von Energieeffizienz und Nachhaltigkeitsstandards. Die Region APMEA (Asien-Pazifik, Naher Osten, Afrika) bleibt ein Wachstumslichtblick mit breiter Nachfrage nach Neuausrüstung und Wartung.

Ausblick: Guidance im Fokus

Für das Gesamtjahr 2026 peilt Kone ein Umsatzwachstum von 3 bis 6 Prozent auf vergleichbarer Basis an. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen 12,3 und 13,0 Prozent liegen. Der Auftragsbestand von über 9,2 Milliarden Euro zum Ende des ersten Quartals gibt einen Puffer gegen Inflations- und Geopolitikrisiken.

Anleger warten nun auf die nächsten Quartalszahlen, die zeigen werden, inwieweit Kostensenkungen und Effizienzinitiativen die gestiegenen Transport- und Treibstoffkosten ausgleichen können. Im Juni steht zudem eine außerordentliche Hauptversammlung an, bei der strategische Weichenstellungen erwartet werden.

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