Kone, Aktie

Kone Aktie: 30-Milliarden-Deal mit TK Elevator

Veröffentlicht: 08.07.2026 um 15:35 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Kone-Aktionäre stimmen milliardenschwerem Kauf von TK Elevator zu. Die Fusion zum weltgrößten Aufzugsbauer steht nun vor der Kartellprüfung.

Kone-Aktionäre ebnen Weg für Milliarden-Übernahme von TK Elevator
Abstrakte, atmosphärische Szene der Industriebranche mit architektonischen Elementen, die Fusionen und Akquisitionen symbolisieren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Kurs der Kone-Aktie gab am Mittwoch leicht nach. Der Markt verdaut die nächste Etappe des milliardenschweren Kaufs von TK Elevator. Die Aktionäre haben grünes Licht gegeben.

Der Deal, der die Liftbranche neu ordnet

Rund 30 Milliarden Euro schwer ist der Deal. Kone übernimmt TK Elevator und schafft damit den weltgrößten Aufzugsbauer. Die Finanzierung ist komplex: fünf Milliarden Euro in bar, 270 Millionen neue Aktien und die Übernahme von Schulden in Höhe von rund 9,2 Milliarden Euro.

Die Verkäufer Advent und Cinven bleiben an Bord. Sie halten künftig knapp ein Drittel der Anteile und bekommen zwei Plätze im Aufsichtsrat. Der Abschluss hängt noch an den Kartellbehörden. Das könnte 12 bis 18 Monate dauern.

Ein positives Signal: Kone ist bei finnischen Anlegern wieder gefragt. Zwischen März und Juni kamen rund 8.500 neue Aktionäre hinzu. Das Unternehmen schaffte es zurück unter die zehn beliebtesten Aktien des Landes.

Comeback im zweiten Quartal?

Die Blicke richten sich nun auf den Halbjahresbericht, den Kone im Juli vorlegt. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,556 Euro für das zweite Quartal. Das wären gut fünf Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz soll bei knapp drei Milliarden Euro liegen, ein Plus von knapp vier Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren die Experten einen Gewinn von 2,21 Euro je Aktie. Der Umsatz könnte auf 11,77 Milliarden Euro klettern.

Derzeit notiert die Aktie bei 50,08 Euro und damit knapp unter der 50-Tage-Linie. Mit einem RSI von 48,6 ist sie weder überkauft noch überverkauft. Der starke Jahresverlust von 18 Prozent seit Jahresanfang zeigt aber: Die Anleger bleiben skeptisch, ob die Großakquisition den versprochenen Schub bringt.

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