Komax, Aktie

Komax Aktie: 50 Prozent Minus auf Jahressicht

01.06.2026 - 20:34:23 | boerse-global.de

Komax treibt Neuausrichtung voran: Fokus auf Industrie, Infrastruktur und Transport bei sinkender Kostenbasis und angestrebter zweistelliger EBIT-Marge.

Komax Aktie: 50 Prozent Minus auf Jahressicht - Bild: über boerse-global.de
Komax Aktie: 50 Prozent Minus auf Jahressicht - Bild: über boerse-global.de

Komax richtet den Blick neu aus. Nach der weitgehend abgeschlossenen Transformationsphase zieht der Kabelverarbeitungsspezialist nun die nächste Stufe hoch und verschiebt den Schwerpunkt stärker auf Wachstum außerhalb des klassischen Automobilgeschäfts.

Der Markt bewertet den Schritt nicht ohne Skepsis. Die Aktie notiert bei 59,70 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn 14,35 Prozent im Minus. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Minus sogar 50,08 Prozent. Der Kurs steht zwar leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt, bleibt aber klar unter der 200-Tage-Linie.

Neuer Kurs nach dem CEO-Abgang

Im April 2026 hat Komax die Neuausrichtung eingeleitet. Kurz danach verließ CEO Matijas Meyer das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Verwaltungsratspräsident Andreas Häberli übernahm interimistisch die Führung. Das ist ein deutliches Signal, dass der Konzern den Umbau nicht nur operativ, sondern auch auf oberster Ebene beschleunigen will.

Im Zentrum stehen künftig mehr Chancen in den Märkten Industrie, Infrastruktur und Transport. Diese Bereiche haben sich in den vergangenen Jahren bereits als zweite Säule neben der Automobilindustrie entwickelt. Komax will dort mit Lösungen und Dienstleistungen wachsen, statt sich nur auf das traditionelle Kerngeschäft zu verlassen.

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Kosten runter, Marge rauf

Parallel dazu hat das Unternehmen 2025 umfassende Kostensenkungen umgesetzt. Ab 2026 soll die Kostenbasis dadurch um 25 Millionen Schweizer Franken niedriger liegen als 2024. Das ist kein kosmetischer Schritt, sondern die Basis für ein ambitioniertes Profitabilitätsziel.

Ab 2027 strebt Komax eine zweistellige EBIT-Marge an. Dafür will der Konzern 2026 weiter in den Umsatz investieren, vor allem im Servicegeschäft, in Asien sowie in den neuen Zielmärkten. Die Strategie setzt also nicht nur auf Sparen, sondern auf eine Mischung aus Effizienz und Expansion.

Nächster Prüfstein im August

Spannend wird vor allem der nächste Zwischenbericht. Die Halbjahresergebnisse für das zweite Quartal 2026 sollen im August kommen. Dann zeigt sich, ob die Maßnahmen bereits im laufenden Geschäft Wirkung entfalten und wie stabil der Bestellungseingang tatsächlich bleibt.

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Der Hintergrund bleibt anspruchsvoll. Geopolitische Unsicherheiten und eine volatile Marktlage belasten das Umfeld weiter. Dass der Auftragseingang seit Monaten stabil ist, hilft zwar. Für eine nachhaltige Neubewertung braucht es aber sichtbare Fortschritte bei Wachstum und Marge.

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