Körper, Skandal, Kunst-Hype: Warum Valie Export gerade überall wieder auftaucht
01.03.2026 - 01:18:13 | ad-hoc-news.deAlle reden über radikale Frauen in der Kunst – aber Valie Export hat das alles schon gemacht, als es dafür noch richtige Shitstorms im echten Leben gab. Nackt im Kino, Zigarettenmarke als Künstlerinnen-Name, ihr eigener Körper als Kampfzone. Du fragst dich: Genialer Mindfuck oder einfach nur too much?
Fakt ist: Wer heute über Feminismus, Körperbilder und Performance-Kunst spricht, kommt an Valie Export nicht vorbei. Und genau deshalb taucht sie gerade wieder in Museen, Feeds und Auktionskatalogen auf – während eine neue Generation checkt, wie brutal aktuell diese Arbeiten noch sind.
Das Netz staunt: Valie Export auf TikTok & Co.
Ihre Kunst sieht nicht nach "schöner Deko" aus – sondern nach Statement. Schwarzweiß-Fotos, grobkörnige Videos, provokante Performances mitten auf der Straße: Das ist nicht Instagram-pretty, sondern raw, edgy, unbequem. Genau das macht die Clips und Re-Edits ihrer Aktionen heute so viral-tauglich.
Vor allem ihre legendäre Aktion, bei der Männer ihr an den nackten Busen fassen sollten – mit ihr selbst, die sie dabei kontrollierend an der Leine führt – wird ständig neu geremixt. Dazu kommen Ausschnitte aus experimentellen Filmen und TV-Auftritten, die heute wirken wie ein Proto-TikTok aus den 70ern.
Willst du sehen, was die Leute sagen? Hier geht's zu den echten Meinungen:
- Deep-Dive: Valie-Export-Performances als YouTube-Rabbit-Hole entdecken
- Iconic Shots: Valie Exports radikale Körperbilder auf Insta finden
- Throwback-Feminismus: Valie-Export-Clips auf TikTok binge-watchen
In den Kommentaren schwankt es zwischen "Queen, ahead of her time" und "Das wäre heute schon wieder cancelbar". Genau dieser Clash macht sie für die Gen Z spannend: Du merkst, wie früh sie über Themen gesprochen hat, die heute jede Timeline füllen – von Bodyshaming bis Female Gaze.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du bei Valie Export mitreden willst, reichen ein, zwei Bilder aus Google nicht. Hier sind die Key Works, die du dir reinziehen solltest – alle hardcore "Kunst-Hype"-Material:
- "Tapp und Tastkino" (Performance)
Valie Export läuft mit einer Art Mini-Kino vor der Brust durch die Stadt. Männer dürfen hineingreifen – dürfen aber nichts sehen, nur fühlen. Sie dreht damit die Rollen komplett um: Sie bestimmt die Regeln, sie entscheidet, was gezeigt wird. Heute wäre das ein sicherer viraler Hit auf allen Plattformen – damals war es ein realer Straßen-Skandal. - "Aktionshose: Genitalpanik" (Fotoperformance / Aktion)
Legendäres Bild: Sie steht in Lederhose mit ausgeschnittenem Schritt, eine Waffe in der Hand, frontal ins Publikum. Keine passive Muse, sondern bedrohliche, wütende Präsenz. Das Motiv wurde zigfach zitiert, geremixt, auf Postern, Shirts und Memes verwendet. Ein echter Pop-Ikonen-Moment – nur eben ultrakonfrontativ. - Video- und Medienarbeiten wie "Syntagma"
Verzerrte Körper, zerschnittene Bildflächen, parallele Perspektiven. Schon lange bevor Filter und AR deinen Feed bestimmt haben, hat sie den weiblichen Körper als fragmentiertes Bild im Fernsehen und Video zerlegt. Diese Arbeiten wirken heute fast unheimlich zeitgemäß – wie ein Vorläufer von Glitch-Ästhetik und Facefilter-Overkill.
Gemeinsam ist all diesen Arbeiten: Sie sind nicht gefällig. Kein „Das passt super über die Couch“. Es geht um Macht, Sex, Gewalt, Blicke – und darum, wer überhaupt das Recht hat, wen anzuschauen.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Auch wenn Valie Export eher als ikonische Pionierin gefeiert wird als als typischer "Millionen-Hammer"-Star: Ihr Markt zieht an. Vor allem seltene Fotoarbeiten, frühe Editionen und historische Dokumentationen ihrer Performances sind bei Sammler:innen gefragt.
Bei internationalen Auktionen tauchen ihre Werke regelmäßig im Segment für zeitgenössische Kunst und Feminismus-Klassiker auf. Die höchsten bekannten Preise liegen – je nach Werktyp, Größe, Edition und Provenienz – im deutlich fünfstelligen Bereich, vereinzelt auch darüber, wenn es um besonders rare Schlüsselwerke geht. Konkrete aktuelle Rekordzahlen werden von Auktionshäusern meist hinter Paywalls oder in Datenbanken wie Artnet gehandelt, öffentlich einsehbare spektakuläre Millionenrekorde wie bei Basquiat oder Koons gibt es bei ihr bislang nicht.
Heißt für dich: Blue-Chip im Museumsregal, aber (noch) kein Ultra-Milliarden-Hype. Für große Institutionen ist sie längst kanonisiert, für private Sammler:innen kann sie – je nach Budget – ein spannender "Intellektueller Flex" sein: Du kaufst nicht nur ein Bild, du kaufst ein Stück Kunst- und Feminismusgeschichte.
Karrieremäßig ist sie ohnehin längst durch die Decke gegangen: von den Wiener Aktionist:innen-Umfeldern über legendäre Aktionen im öffentlichen Raum bis hin zu großen Retrospektiven in namhaften Museen. Dazu kommen Preise, Ehrungen und Professuren – also das volle Paket an Institutionen-Love.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Du willst nicht nur Screenshots, sondern echte Kunst erleben? Gute Nachricht: Valie Export ist längst fest im Museumskanon angekommen. Ihre Arbeiten tauchen immer wieder in Sammlungspräsentationen, Themenausstellungen zu Feminismus, Performance und Medienkunst sowie in größeren Retrospektiven auf.
Konkrete, offiziell bestätigte aktuellen Ausstellungsdaten für neue große Solo-Shows konnten zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig verifiziert werden. Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die mit fixen, öffentlich kommunizierten Terminen hundertprozentig gesichert und international angekündigt sind.
Wenn du checken willst, wo gerade Werke von ihr hängen oder was als nächstes geplant ist, lohnt sich ein Blick direkt zu den Profis:
- Galerie Thaddaeus Ropac – Valie Export
Hier findest du Infos zu verfügbaren Arbeiten, vergangenen Ausstellungen und oft auch Hinweise auf aktuelle Präsentationen. - Offizielle Infos direkt von der Künstlerin / Estate
Wenn eine neue Must-See-Ausstellung ansteht, landet sie meistens zuerst hier oder in den Pressenews.
Tipp: Viele Museen haben Teile ihres Valie-Export-Bestands inzwischen online gestellt. Ein schneller Suchlauf bei großen Häusern in Wien, Deutschland oder der Schweiz kann dir verraten, wo gerade ein Werk von ihr "im echten Leben" hängt.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du Kunst vor allem als schönes Bild für den Feed brauchst, wird dir Valie Export vielleicht zu hart sein. Ihre Arbeiten sind mehr Frontalangriff als Wandtattoo. Aber genau das macht sie heute so spannend – gerade im Zeitalter von Beautyfiltern und Selfie-Optimierung.
Sie stellt Fragen, die dich direkt treffen: Wer kontrolliert deinen Körper? Wer schreibt dir vor, wie du auszusehen hast? Wer hat das Recht zu schauen – und wer nicht? Dass sie diese Themen schon vor Jahrzehnten so radikal aufgerissen hat, ist der Grund, warum Kurator:innen und Theoretiker:innen sie als absoluten Meilenstein feiern.
Für dich bedeutet das: Kunst-Hype mit Tiefgang. Kein kurzfristiger Trend, sondern eine Künstlerin, die dein Bild von Körper, Medien und Macht nachhaltig hacken kann. Ob du sammelst, einfach nur deinen Horizont erweitern oder deinen Social-Feed mit echtem Art-Brainfood füttern willst – Valie Export ist eine derjenigen, bei denen sich der Deep-Dive wirklich lohnt.
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