Körper-Schock und Millionen-Hammer: Warum Jenny Saville gerade alle Kunst-Rekorde sprengt
31.01.2026 - 12:19:16Alle reden über diese Bilder – aber willst du sie wirklich sehen?
Die Körper sind riesig, verletzlich, aufgeschürft, manchmal fast brutal. Nichts mit Beauty-Filter, nichts mit Soft Skin. Jenny Saville malt den menschlichen Körper so direkt, dass dir kurz die Luft wegbleibt.
Und genau dafür zahlt der Markt inzwischen zweistellige Millionenbeträge. Kunst-Hype, Trauma-Therapie oder einfach nur der ehrlichste Blick auf Körperbilder im 21. Jahrhundert? Du entscheidest.
Das Netz staunt: Jenny Saville auf TikTok & Co.
Während Instagram und TikTok uns mit perfekten Bodies vollballern, zeigt Saville das Gegenteil: Fleisch, Falten, Narben, Dehnungsstreifen. Mega-große Leinwände, Hautfarben von zartrosa bis blutigrot, oft so nah dran, dass es fast weh tut.
Genau das macht ihre Bilder zu einem heimlichen Viraler-Hit: Clips aus Museen, Zooms auf Details, emotionales Storytelling zu Bodyshaming, Selflove und Schönheitswahn. Die Kommentare? Halb "Meisterwerk", halb "Ich kann nicht hinsehen".
Willst du die Kunstwerke in Action sehen? Hier geht's zum Hype:
Auf Social Media feiern viele Saville als Anti-Filter-Ikone der Malerei. Andere fragen sich: "Muss das so explizit sein?" Genau dieser Clash macht sie so spannend für die "TikTok Generation" – keine neutrale Kunst, sondern Frontalkonflikt.
Meisterwerke & Skandale: Das musst du kennen
Wenn du mitreden willst, kommst du an ein paar Signature-Works nicht vorbei. Drei Must-Know-Werke, die immer wieder in Feeds, Artikeln und Auktionen auftauchen:
- "Propped"
Das vielleicht berühmteste Saville-Bild: Eine nackte, massive Frauenfigur, auf einem Hocker balancierend, Körper verzerrt, Füße riesig, Hände in die Schenkel gegraben. In den Spiegel geritzter Text (in der Originalversion auf Englisch) zerlegt männliche Blicke und Schönheitsideale. Dieses Bild ist ihr ikonischer Self-Empowerment-Shot – nur eben in Öl, nicht als Selfie. - Fleisch-Bilder aus der YBA-Ära
In den Neunzigern wurde sie mit den "Young British Artists" (YBAs) berühmt, also derselben Crew, aus der auch Damien Hirst kommt. Saville malte damals Körper wie Schlachtfelder: mit OP-Narben, Prellungen, chirurgischen Linien. Kein Glamour, sondern eine radikale Antwort auf Diätkultur, Plastik-OPs und Mode-Industrie. Diese Werke sind heute klassische Blue-Chip-Picks für große Sammler. - Mutterschaft, Mehrfach-Körper & Überlagerungen
In ihren neueren Arbeiten arbeitet Saville oft mit überlappenden Körpern und Gesichtern, mal transparent, mal wie übereinander geschoben. Häufig geht es um Mutterschaft, Identität, Gender, Übergänge. Die Bilder sehen auf Fotos schon intensiv aus – im Original sind sie riesig und körperlich, fast wie ein visueller Schlag in den Magen. Genau diese neueren Werke tauchen aktuell verstärkt in Ausstellungen und auf den Kanälen der Galerie Gagosian auf.
Style in einem Satz? Brutal ehrlich, maximal körperlich, null Rücksicht. Nichts zum über die Couch hängen – eher etwas, das dich jedes Mal neu triggert, wenn du vorbeigehst.
Rekord-Preise: So viel ist die Kunst wert
Auf dem Markt ist Jenny Saville längst kein Insider-Tipp mehr, sondern Blue-Chip-Künstlerin. Also die Kategorie, in der Hedgefonds-Sammler, große Institutionen und Mega-Galerien unterwegs sind.
Ein paar harte Fakten aus internationalen Auktionshäusern:
- Rekordpreis im zweistelligen Millionenbereich: Ihr Gemälde "Propped" wurde bei einer großen Auktion für rund 12 Millionen US-Dollar verkauft. Damit war Saville zeitweise die teuerste lebende Künstlerin der Welt.
- Mehrere weitere Werke liegen im oberen ein- bis niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Je ikonischer das Motiv, je größer die Leinwand, desto heftiger der Bieterkrieg.
- Die Nachfrage ist stabil: Ihre Arbeiten tauchen nicht dauernd auf Auktionen auf – und wenn, dann mit intensivem Vorlauf, Star-Lot-Position und entsprechendem Medienrummel.
Fazit für den Money-Check: Ja, Jenny Saville ist klar Blue Chip. Wer heute in solche Werke einsteigt, bewegt sich eher in der Liga Museum oder Ultra-High-Net-Worth-Collector als im "Ich kauf mir mal was zum Einzug"-Modus.
Aber: Auch Drucke, Editionen oder kleinere Arbeiten auf Papier können für junge Sammler interessant sein – die Preise sind dann zwar immer noch ambitioniert, aber nicht mehr komplett außerirdisch. Wichtig: Bei solchen Kalibern immer seriöse Quellen checken, Provenienz klären und nicht im Random-Webshop blind kaufen.
Live erleben: Hier kannst du die Kunst sehen
Die volle Wucht von Savilles Malerei bekommst du erst, wenn du vor den Bildern stehst. Fotos auf dem Handy sind nett – aber die Dimension, die Farbschichten, die Pinselhiebe, das funktioniert eigentlich nur face to face.
Aktuelle Ausstellungen:
- Aktuell keine Ausstellungen bekannt, die offiziell und verlässlich angekündigt sind. Viele ihrer Werke hängen allerdings dauerhaft in internationalen Museums-Sammlungen und tauchen regelmäßig in Gruppen- und Themenausstellungen auf.
Weil sich Ausstellungspläne oft schnell ändern, lohnt sich ein Blick auf die offiziellen Seiten:
- Offizielle Infos direkt bei Jenny Saville (Artist-Infos, Projekte, News)
- Gagosian: Aktuelle Shows & verfügbare Werke – hier siehst du, wann und wo die Galerie ihre Arbeiten zeigt
Tipp: Auch große Museen in Europa, Großbritannien und den USA haben immer wieder Saville-Werke in ihren Sammlungspräsentationen. Wenn du eine Reise planst, check die Websites der Häuser auf "Jenny Saville" – oft tauchen ihre Bilder in Räumen zu zeitgenössischer Malerei, Körper, Feminismus oder "Young British Artists" auf.
Wer steckt hinter dem Hype? Kurz-Bio zum Durchscrollen
Damit du beim nächsten Kunst-Talk nicht nur mit dem Rekordpreis kommst, hier die wichtigsten Milestones in Kurzform:
- Geboren in den 1970ern in England, Kunststudium in Großbritannien, schon früh Fokus auf den menschlichen Körper.
- In den Neunzigern wird sie Teil der Young British Artists – dieselbe Szene, die auch Damien Hirst, Tracey Emin & Co. groß gemacht hat.
- Frühe Shows sorgen für Aufruhr: Zu explizit, zu viel Fleisch, zu wenig Distanz. Genau das bringt ihr aber auch massive Aufmerksamkeit – von Kritik bis Hype.
- Große Galerien (vor allem Gagosian) nehmen sie ins Programm, internationale Museen ziehen nach. Der Markt erkennt schnell: Das hier ist kein Trend, sondern ein langfristiger Player.
- Heute gilt sie als eine der wichtigsten figurativen Malerinnen der Gegenwart, oft genannt, wenn es um Themen wie Body Positivity, weiblichen Blick, Gender und Identität geht.
Ihr Einfluss geht längst über den klassischen Kunstbetrieb hinaus. Mode, Fotografie, Popkultur – überall tauchen Zitate ihrer Ästhetik auf, von radikalen Body-Close-Ups bis hin zu dieser Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke.
Fazit: Hype gerechtfertigt?
Wenn du Kunst suchst, die schön, dekorativ und easy wegscrollbar ist, wird Jenny Saville dich eher fertig machen. Diese Bilder greifen dich an, stellen Fragen, machen Körper sichtbar, die sonst oft versteckt werden.
Genau das macht sie aber für viele zu einer der wichtigsten Malerinnen unserer Zeit: Sie passt perfekt in eine Ära, in der wir über Bodyshaming, Schönheits-OPs, Gender und Selbstbild diskutieren – nur dass sie das nicht in Tweets macht, sondern in monumentalen Ölgemälden.
Für Sammler ist Saville ein klarer Blue-Chip-Name mit Millionen-Hammer-Faktor. Für alle anderen ist sie ein Must-See, wenn du verstehen willst, wie radikal zeitgenössische Malerei heute sein kann.
Also: Link speichern, Videos anschauen, und beim nächsten Museumsbesuch ruhig mal aus der Comfort-Zone raus. Jenny Saville ist kein Hintergrundrauschen – sie ist der Moment, in dem du merkst, wie sehr Kunst dich wirklich treffen kann.


