KNDS, Aktie

KNDS Aktie: Berlin blockt CSG mit 40 Prozent

21.05.2026 - 17:44:45 | boerse-global.de

Berlin erwirbt 40 Prozent am Panzerbauer KNDS und blockt damit ein tschechisches Übernahmeangebot. Der geplante Börsengang hängt jedoch noch an der Freigabe des Jahresabschlusses durch PwC.

KNDS Aktie: Berlin blockt CSG mit 40 Prozent - Foto: über boerse-global.de
KNDS Aktie: Berlin blockt CSG mit 40 Prozent - Foto: über boerse-global.de

Wochenlang stritt die Bundesregierung über den richtigen Kurs. Nun herrscht Klarheit beim Rüstungsgiganten KNDS. Berlin sichert sich vor dem geplanten Sommer-Börsengang ein massives Aktienpaket und blockt damit den Vorstoß eines tschechischen Konkurrenten ab.

Die Ampelkoalition übernimmt 40 Prozent der Anteile an dem deutsch-französischen Panzerbauer. Das Verteidigungsministerium setzte sich damit gegen das Kanzleramt und das Wirtschaftsministerium durch, die eine bescheidenere Beteiligung von 30 Prozent favorisiert hatten. Unter niederländischem Recht hätte auch dieser geringere Anteil für eine Sperrminorität gereicht.

Der Entschluss der Bundesregierung trifft den tschechischen Rüstungskonzern CSG hart. Dieser hatte den deutschen Eigentümerfamilien Wegmann und Bode am 13. Mai ein reines Barangebot vorgelegt. Die Familien lehnten ab. Sie bevorzugen den Börsengang und den Verkauf an den deutschen Staat.

Wirtschaftsprüfer blockieren den Zeitplan

Ein reibungsloser Weg aufs Parkett ist dennoch nicht garantiert. Aktuell verweigert die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC das Testat für den Jahresabschluss 2025. Grund ist eine laufende Untersuchung der Kanzlei Freshfields zu einem Rüstungsgeschäft mit Katar aus dem Jahr 2013. Damals wechselten Panzerhaubitzen und Leopard-2-Panzer im Wert von knapp 1,9 Milliarden Euro den Besitzer.

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Bislang fanden die Ermittler keine Beweise für strafbares Verhalten. Ohne den finalen Bericht und die Freigabe von PwC darf KNDS allerdings keinen Wertpapierprospekt veröffentlichen. Liegt das Zertifikat bis Ende Mai vor, bleibt ein Börsengang im Juni oder Juli realistisch.

Geringere Bewertung im trüben Marktumfeld

Geplant ist ein duales Listing in Frankfurt und Paris, bei dem rund ein Viertel der Aktien in den freien Handel gehen soll. Die begleitenden Banken schraubten ihre Erwartungen zuletzt spürbar nach unten. Sie taxieren den Marktwert des Unternehmens nun auf 18 bis 20 Milliarden Euro. Zuvor kursierten Summen von bis zu 25 Milliarden Euro.

Das Marktumfeld bremst die Euphorie. Der europäische Rüstungssektor verliert seit Jahresbeginn an Boden, auch Branchengrößen wie Rheinmetall verzeichneten zuletzt deutliche Korrekturen. Operativ steht KNDS indes robust da. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

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Ein gewaltiger Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro sichert die langfristige Auslastung. Ob diese fundamentalen Argumente für das anvisierte Sommer-Fenster reichen, entscheidet sich in den nächsten Tagen. Verzögert sich das PwC-Testat über den Mai hinaus, verschiebt sich der Börsengang unweigerlich in den Herbst.

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