Knappschaft, Zusatzbeitrag

Knappschaft erhöht Zusatzbeitrag auf 4,3 Prozent

13.02.2026 - 09:53:12

Die Krankenkasse Knappschaft erhebt einen überdurchschnittlichen Zusatzbeitrag, rechtfertigt dies aber mit speziellen Versorgungsangeboten und Investitionen in ihre Kliniken.

Die Knappschaft verlangt seit Jahresbeginn einen Zusatzbeitrag von 4,3 Prozent. Für ihre rund 1,3 Millionen Versicherten summiert sich die Gesamtbelastung damit auf 18,9 Prozent des Bruttoeinkommens. Der Verbund rechtfertigt die überdurchschnittlich hohe Abgabe mit speziellen Versorgungsangeboten und Investitionen in die medizinische Infrastruktur.

Premium-Versorgung zu einem Premium-Preis

Der kassenindividuelle Zusatzbeitrag der Knappschaft liegt deutlich über dem gesetzlichen Durchschnitt von 2,9 Prozent. Finanzanalysten führen dies auf die traditionell ältere Versichertenstruktur und die kostenintensive Strategie zurück, sich als Anbieter mit eigenem Klinikverbund zu positionieren. Arbeitnehmer und Rentner tragen jeweils die Hälfte des Beitrags.

Neue Klinikkonzepte als Gegenwert

Als sichtbaren Mehrwert präsentiert die Knappschaft innovative Versorgungskonzepte. Ein Leuchtturmprojekt ist die neue „Radialis Lounge“ an den Knappschaft Kliniken in Bottrop. In diesem medizinisch hochgerüsteten Ruhebereich mit Lounge-Charakter überwachen kardiologische Patienten nach einem Eingriff am Handgelenk ihre Genesung – ein Schritt Richtung stressreduzierender, ambulanter Medizin.

Parallel eröffnete das Marienhospital Bottrop eine neue Ausbildungsstation in der Geriatrie. Hier übernehmen Pflege-Azubis unter Anleitung frühzeitig die volle Verantwortung für Patienten.

Fokus auf Prävention und Ernährung

Im Bereich Vorsorge setzt die Kasse 2026 stark auf digitale und ernährungsmedizinische Angebote. Versicherte profitieren konkret von:
* Einem Zuschuss von bis zu 135 Euro für ärztlich verordnete Ernährungsberatung.
* Der App „Lebensstark ernährt“ für Familien und junge Eltern.
* Kostenfreien Online-Kursen zu Themen wie Gewichtsreduktion oder vegetarischer Ernährung.

Die Teilnahme an diesen Maßnahmen wird über das AktivBonus-Programm mit Geldprämien belohnt.

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Leistungskatalog bleibt stabil

Trotz der Beitragserhöhung bleibt das Leistungsportfolio in einigen Bereichen unverändert attraktiv. Für osteopathische Behandlungen erstattet die Knappschaft weiterhin:
* 80 Prozent der Kosten, maximal 30 Euro pro Sitzung.
* Bis zu 150 Euro pro Kalenderjahr, kombiniert mit anderen alternativen Heilmethoden.

Personelle Weichenstellung an der Spitze

Begleitet wird die strategische Ausrichtung durch einen personellen Wechsel. Ralph Borkowski hat Anfang Februar das Amt des alternierenden Vorsitzenden der Vertreterversammlung übernommen. Er repräsentiert die Versichertenseite in der Selbstverwaltung und steht vor der Aufgabe, das einzigartige Verbundsystem finanziell zu stabilisieren und weiterzuentwickeln.

Die Knappschaft befindet sich in einem Spagat: Sie ist eine der teuersten Kassen für Basisversicherte, bietet Patienten ihres integrierten Systems im Ruhrgebiet jedoch exklusive Vorteile. Die Herausforderung 2026 wird sein, diese Mehrwerte klar zu kommunizieren und die Mitglieder trotz des hohen Beitrags zu halten.

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