Klöckner, BGAV-Abstimmung

Klöckner: BGAV-Abstimmung 20. Mai in Düsseldorf

30.04.2026 - 10:52:17 | boerse-global.de

Klöckner profitiert von US-Lagerbeständen trotz Zöllen, während der BGAV-Beschluss und ein möglicher Squeeze-out anstehen.

Klöckner: BGAV-Abstimmung 20. Mai in Düsseldorf - Foto: über boerse-global.de
Klöckner: BGAV-Abstimmung 20. Mai in Düsseldorf - Foto: über boerse-global.de

Während europäische Stahlkonzerne unter US-Importzöllen leiden, profitiert Klöckner & Co von einer strukturellen Besonderheit: Das Unternehmen kauft und verkauft in den USA lokal — die 25-Prozent-Zölle auf Stahl und Aluminium gehen weitgehend an ihm vorbei. Rund die Hälfte des Umsatzes entfällt auf das US-Geschäft.

Der Mechanismus dahinter ist simpel. Klöckner hält US-Lagerbestände, die zu niedrigeren Preisen eingekauft wurden — und verkauft sie nun zu gestiegenen Marktpreisen. Das Management rechnet deshalb für das zweite und dritte Quartal 2026 mit steigenden Gewinnen.

Breite Prognose, zweigeteiltes Umfeld

Für das erste Quartal 2026 hatte das Unternehmen ein EBITDA vor Sondereffekten zwischen 20 und 60 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Eine ungewöhnlich weite Spanne — sie zeigt, wie begrenzt die Sichtbarkeit des Managements aktuell ist. Das EBITDA kletterte 2025 auf 171 Millionen Euro, nach 136 Millionen Euro im Vorjahr.

Das Branchenumfeld bleibt gespalten: Maschinenbau und Rüstung fragen mehr Stahl nach, die Baubranche hält sich zurück. Klöckner baut parallel dazu seinen Anteil margenstarker Dienstleistungen aus — besonders im US-Geschäft.

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Zwei Mai-Termine mit Sprengkraft für Minderheitsaktionäre

Am 6. Mai folgt die Quartalsmitteilung für Q1 2026 — der erste operative Bericht unter neuer Mehrheitseigentümerschaft von Worthington Steel. Zwei Wochen später, am 20. Mai, findet die Hauptversammlung in Düsseldorf statt. Dort will Worthington einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (BGAV) beschließen lassen. Mit rund 62 Prozent der Aktien hält der US-Konzern die nötige qualifizierte Mehrheit für erreichbar.

Ein BGAV hat handfeste Folgen: Er verpflichtet den Mehrheitseigner zu einer unabhängigen Unternehmensbewertung, auf deren Basis eine Pflichtabfindung und eine jährliche Garantiedividende festzulegen sind. Für verbliebene Minderheitsaktionäre ist das die entscheidende Rechengröße.

Squeeze-out als nächster Schritt

Erreicht Worthingtons Beteiligungsquote die 90-Prozent-Marke, plant der US-Konzern einen Squeeze-out der restlichen Anteilseigner und prüft dann den Rückzug von der Frankfurter Börse. Die regulatorischen Freigaben erwartet das Unternehmen erst im zweiten Halbjahr 2026.

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An der Börse spiegelt sich der Machtwechsel in einer deutlichen Aufwärtsbewegung: Seit Jahresbeginn hat die Klöckner-Aktie rund 53 Prozent zugelegt. Ob dieser Kursaufschlag gegenüber dem ursprünglichen Angebotspreis gerechtfertigt ist, hängt maßgeblich davon ab, wie die unabhängige Bewertung im Zuge des BGAV-Verfahrens ausfällt — und das wird erst mit der regulatorischen Freigabe im zweiten Halbjahr klarer.

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