Klöckner & Co Aktie: Übernahme vor Vollzug
13.03.2026 - 00:49:01 | boerse-global.deWorthington Steel ist der Mehrheit an Klöckner & Co zum Greifen nah. Der US-Konzern hat seine Mindestannahmeschwelle auf 57,5 % gesenkt — und hält bereits 56,9 % der Anteile. Bis zum 26. März 2026 läuft die verlängerte Annahmefrist. Die Weichen für das Ende eines eigenständigen börsennotierten Klöckner sind damit weitgehend gestellt.
Annahmeschwelle gesenkt, Vollzug rückt näher
Am 10. März senkte Worthington Steel die Mindestannahmeschwelle von ursprünglich höheren Quoten auf 57,5 % der ausstehenden Klöckner-Aktien. CEO Guido Kerkhoff bezeichnete den Schritt als „logical and common" zur Erhöhung der Transaktionssicherheit. Der Angebotspreis bleibt bei 11,00 € je Aktie.
Entscheidend ist dabei ein Detail: Die Management-Anteile von rund 4,5 % sollen noch angedient werden — was aufgrund der Quiet Period erst jetzt möglich ist. Damit dürfte die Schwelle rechnerisch ohne größere Hürden überschritten werden. Vorstand und Aufsichtsrat haben das Angebot bereits als im besten Interesse des Unternehmens bewertet.
Die Aktie notiert heute bei 11,88 € — exakt auf einem neuen 52-Wochen-Hoch — und damit spürbar über dem Angebotspreis von 11,00 €. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs um rund 45 % verteuert, was die Markterwartung an einen erfolgreichen Abschluss widerspiegelt.
Operative Erholung untermauert Bewertung
Parallel zur Übernahmedynamik präsentierte Klöckner am 11. März die Jahreszahlen für 2025 — und lieferte trotz schwieriger Rahmenbedingungen eine deutliche operative Verbesserung. Das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten stieg auf 171 Mio. € nach 136 Mio. € im Vorjahr. Der operative Cashflow blieb zum vierten Mal in Folge positiv bei 110 Mio. €.
Der Absatz legte leicht auf 4,53 Mio. Tonnen zu, getragen vor allem durch die Marktexpansion in den USA. Der Konzernumsatz ging preis- und währungsbedingt auf 6,4 Mrd. € zurück. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf -53 Mio. € nach -176 Mio. € im Jahr zuvor. Die Dividende bleibt bei 0,20 € je Aktie.
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Investitionen und Ausblick 2026
Klöckner treibt parallel zur Übernahme Investitionen in Nordamerika voran:
- Columbus, Mississippi: Neues Aluminiumflachwalzwerk, Bauabschluss Q4 2026, Anlauf Q2 2027
- Paton, Iowa: Neuer Schwerfabrikationsbetrieb für Schweiß-, Montage- und Veredelungsdienstleistungen
- Querétaro, Mexiko: Laserblanklinie für Aluminiumblanks, Inbetriebnahme Q2 2026
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen eine erhebliche Steigerung des EBITDA sowie einen deutlich steigenden operativen Cashflow. Für Q1 2026 prognostiziert Klöckner ein EBITDA in einer Spanne von 20 bis 60 Mio. €. CEO Americas John Ganem rechnet mit einer moderaten Erholung der nordamerikanischen Stahlnachfrage um 1–2 %, hebt aber das Wachstum im Bereich Energieübertragung hervor, das erneut über 15 % liegen soll.
Mit dem Ablauf der Annahmefrist am 26. März dürfte Worthington Steel die erforderliche Mehrheit erreichen — und Klöckner & Co als eigenständig börsennotiertes Unternehmen damit Geschichte werden.
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