Klöckner & Co Aktie: Frist läuft ab
20.03.2026 - 18:00:27 | boerse-global.deSechs Tage trennen Klöckner & Co noch von einem historischen Einschnitt. Am 26. März endet die Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Worthington Steel — und mit ihr womöglich die Geschichte eines eigenständig börsennotierten Unternehmens, das seit über 100 Jahren existiert.
Die Weichen sind weitgehend gestellt. Worthington Steel hatte bis zum 16. März bereits rund 56,92 Prozent der Anteile gesichert, die gesenkte Mindestannahmeschwelle liegt bei 57,5 Prozent. Großaktionär Friedhelm Loh hat sich zudem verpflichtet, seine komplette Beteiligung von 41,5 Prozent anzudienen. Vorstand und Aufsichtsrat von Klöckner stützen das geänderte Angebot einhellig.
Was nach dem 26. März folgt
Der Übergang dürfte zügig verlaufen. Erreicht Worthington Steel weniger als 90 Prozent des Grundkapitals, ist ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geplant. Bei einer Beteiligung ab 90 Prozent käme ein Squeeze-out in Betracht. Parallel prüft Worthington Steel ein Delisting der Klöckner-Aktie von der Frankfurter Wertpapierbörse.
Für verbleibende Minderheitsaktionäre schrumpft damit der Handlungsspielraum. Operativ soll sich hingegen wenig ändern: Der bestehende Vorstand führt das Unternehmen weiter, der Europasitz bleibt in Düsseldorf, Entlassungen oder Standortschließungen sind nicht vorgesehen.
Solides Fundament, klare Wachstumsstrategie
Der Deal vollzieht sich auf verbesserter Zahlenbasis. Das EBITDA vor wesentlichen Sondereffekten stieg zuletzt auf 171 Millionen Euro, nach 136 Millionen Euro im Vorjahr. Der operative Cashflow blieb zum vierten Mal in Folge positiv.
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Treiber dieser Stabilisierung ist der Rückzug aus dem margenschwachen Stahlhandel: Mittlerweile erwirtschaftet Klöckner 44 Prozent des Umsatzes mit höherwertigen Verarbeitungsleistungen. Acht einfache US-Distributionsstandorte sowie das Brasilien-Geschäft wurden veräußert; die Erlöse fließen in drei Großprojekte in Nordamerika, darunter ein Aluminium-Flachwalzwerk in Columbus, Mississippi, das 2027 in Betrieb gehen soll.
Für 2026 erwartet das Unternehmen eine erhebliche EBITDA-Steigerung. Auffällig im Aktionärskreis: Die DWS Investment GmbH reduzierte ihre Beteiligung innerhalb weniger Tage von 4,22 auf 0,12 Prozent, während Goldman Sachs seinen Anteil auf 8,26 Prozent ausbaute.
Die Transaktion bewertet Klöckner inklusive Schulden mit 2,4 Milliarden US-Dollar. Nach dem Ablauf der Annahmefrist am 26. März dürfte Klarheit herrschen — und ein börsennotiertes Klöckner der Geschichte angehören.
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