Klöckner Aktie: Übernahme-Deadline
06.03.2026 - 02:00:09 | boerse-global.deDas Übernahmeangebot für Klöckner geht in die heiße Phase – und ausgerechnet jetzt wirkt der Streubesitz zögerlich. Denn das Angebot steht und fällt mit einer klaren Hürde: der Mindestannahmequote. Schafft Worthington Steel die 65% rechtzeitig, oder platzt der Deal kurz vor der Ziellinie?
Mindestannahmequote als Knackpunkt
Worthington Steel bietet 11,00 Euro je Aktie in bar. Zusätzlich stellt die Zusammenschlussvereinbarung für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von bis zu 0,20 Euro in Aussicht. Entscheidend ist aber weniger die Höhe der Offerte als die Annahmeschwelle: Mindestens 65% der Stimmrechte müssen bis zum Fristende zusammenkommen, sonst verfällt das Angebot vollständig.
Laut einem Bericht von Börse Online lag die Annahmequote Anfang März bei rund 53%. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil der Großaktionär Swoctem GmbH sein Paket von 41,53% bereits wie angekündigt komplett angedient hat. Unterm Strich heißt das: Aus dem übrigen Aktionariat kommt bislang zu wenig Unterstützung, um die Zielmarke komfortabel zu erreichen.
Zeit bleibt nur noch bis 12. März 2026, 24:00 Uhr – danach ist die Tür zu.
Vorstand wirbt für Annahme
Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen nach Prüfung die Annahme des Angebots. Als Basis nennt das Unternehmen unter anderem eingeholte Fairness Opinions von Goldman Sachs und der Deutschen Bank. Zudem kündigte die Führung an, eigene Bestände vollständig in das Angebot einzuliefern.
Worthington Steel sagt im Rahmen der Vereinbarungen zu, keine Standortschließungen oder Entlassungen zu planen. Der europäische Hauptsitz soll in Düsseldorf bleiben, und das operative Geschäft weiterhin eigenständig durch den amtierenden Vorstand geführt werden.
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Stimmrechtsmeldungen: Bewegung im Hintergrund
Parallel tauchen neue Pflichtmitteilungen zur Aktionärsstruktur auf. Am 4. und 5. März meldete die UBS Group AG Schwellenberührungen. Zuletzt lag der gemeldete Gesamtanteil laut Mitteilungen in einer Spanne von 3,59 bis 3,83%, zusammengesetzt aus direkten Stimmrechten sowie Instrumenten wie Equity Swaps und Rückrufrechten auf verliehene Aktien.
Am Markt spiegelt sich die Deal-Nähe bereits im Kurs wider: Mit 11,10 Euro notiert die Aktie heute am 52-Wochen-Hoch – und damit praktisch auf Höhe des Angebotspreises.
Scheitert die Mindestannahmequote bis zum 12. März, verfällt das Angebot komplett; bereits angediente Aktien würden dann an die Anleger zurückgebucht. Bis dahin bleibt alles auf die letzten Prozente aus dem Streubesitz fokussiert.
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