Klima-Angst: Wie aus lähmender Sorge aktive Resilienz wird
14.01.2026 - 01:51:12Klima-Angst wird zur Massenerscheinung – und fordert neue Antworten. Psychologen und Initiativen suchen in dieser Woche nach Wegen, die lähmende Sorge in aktive Widerstandskraft zu verwandeln. Ihre Botschaft: Die Gefühle sind berechtigt, aber sie müssen ins Handeln münden.
Begriffe wie Eco-Anxiety oder Solastalgie beschreiben die tiefe Zukunftsangst und Ohnmacht vieler Menschen. Besonders Jugendliche trifft es hart: Eine Studie mit 10.000 Teilnehmern zwischen 16 und 25 Jahren zeigt alarmierende Zahlen.
* 59 Prozent empfinden ihre Klima-Angst als „sehr oder extrem belastend“.
* 75 Prozent finden die Zukunft beängstigend.
Die Symptome reichen von Stress und Schlafstörungen bis zu tiefer Trauer. Experten sehen darin keine Krankheit, sondern eine rationale Reaktion auf eine reale Bedrohung. Die lähmende Wirkung entsteht oft durch das Gefühl, dass Politik und Gesellschaft nicht entschlossen genug handeln.
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Drei Schritte aus der Angstspirale
Wie bricht man aus der Spirale aus Sorge und Hilflosigkeit aus? Psychologen empfehlen konkrete Strategien für mehr Klima-Resilienz.
1. Gefühle anerkennen, nicht bekämpfen
Wut, Trauer und Angst sind legitime Reaktionen. Der erste Schritt ist, sie zu akzeptieren, statt sie zu unterdrücken.
2. Fokus auf Lösungen und Selbstwirksamkeit legen
Statt sich in negativen Nachrichten zu verlieren, hilft ein bewusster Medienkonsum. Der Schlüssel liegt im Handeln im eigenen Einflussbereich: nachhaltiger konsumieren, sich lokal engagieren. Das stärkt das Gefühl, etwas bewirken zu können.
3. Kraft in der Natur und Achtsamkeit suchen
Achtsamkeitsübungen und Zeit in der Natur reduzieren nachweislich Stress. Sie helfen, den Kopf frei zu bekommen und Energie für das Wesentliche zu sammeln.
Die heilende Kraft der Gemeinschaft
Der wirksamste Weg aus der individuellen Ohnmacht führt über die Gemeinschaft. Initiativen wie Psychologists for Future betonen: Der Austausch mit Gleichgesinnten und gemeinsames Handeln sind das stärkste Gegenmittel.
Ob in Umweltgruppen, Nachbarschaftsprojekten oder politischen Bewegungen – kollektives Engagement schafft nicht nur reale Veränderung. Es gibt den Beteiligten auch Sinn, Hoffnung und das Gefühl zurück, Teil der Lösung zu sein.
Unternehmen und Therapie passen sich an
Das Thema hat längst die Privatsphäre verlassen. Unternehmen erkennen Klima-Angst zunehmend als Risiko für die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Erste Firmen reagieren mit Programmen zur mentalen Gesundheit und glaubwürdigeren Nachhaltigkeitsstrategien.
Gleichzeitig entstehen neue Therapie-Ansätze. Die Nachfrage nach spezialisierten „Öko-Therapeuten“ steigt. Es gibt Forderungen, den Klimawandel und seine psychischen Folgen fest in die Ausbildung von Therapeuten zu integrieren. Die Erkenntnis setzt sich durch: Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise.
Wird Resilienz zur Überlebenskompetenz?
Experten erwarten, dass Klima-Resilienz in den kommenden Jahren zum zentralen Thema der öffentlichen Gesundheitsvorsorge wird. Der Fokus wird auf Prävention liegen, besonders in der Bildung junger Menschen.
Doch eine Warnung bleibt: Individuelle Widerstandskraft allein reicht nicht. Sie muss einhergehen mit strukturellen politischen Lösungen, die die Ursachen der Krise bekämpfen. Die große Chance der Auseinandersetzung mit Eco-Anxiety liegt vielleicht genau hier: Sie kann Menschen mobilisieren, vernetzen und so die Resilienz der gesamten Gesellschaft stärken.
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