Kleinanzeigen: Neue Phishing-Welle nutzt gefälschte Bezahlseiten
25.02.2026 - 18:09:45 | boerse-global.deEine neue, raffinierte Betrugsmasche erschüttert derzeit Kleinanzeigen. Kriminelle locken Verkäufer mit gefälschten „Sicher bezahlen“-Seiten auf Phishing-Portale und erbeuten so hohe Geldbeträge. In aktuellen Fällen verloren Opfer bis zu 2.000 Euro. Verbraucherschützer schlagen Alarm.
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So funktioniert die neue Phishing-Falle
Die Masche folgt einem klaren Muster. Ein vermeintlicher Käufer meldet sich, verhandelt nicht und schlägt die Bezahlfunktion „Sicher bezahlen“ vor – angeblich per PayPal. Dafür bittet er um die E-Mail-Adresse des Verkäufers.
Kurz darauf trifft eine täuschend echte E-Mail ein, die vorgeblich von Kleinanzeigen oder PayPal stammt. Ein Link darin führt auf eine perfekt nachgebaute Phishing-Seite. Dort sollen Opfer ihre Kreditkarten- oder Bankdaten zur „Verifizierung“ eingeben. Statt Geld zu erhalten, lösen sie damit eine Zahlung an die Betrüger aus oder geben Kontozugriff frei.
Altbekannte PayPal-Fallen bleiben gefährlich
Neben der neuen Masche sind klassische Betrugsmethoden weiterhin aktiv. Eine beliebte Falle ist der Missbrauch der PayPal-Option „Freunde und Familie“. Betrügerische Verkäufer bestehen darauf, weil dabei der Käuferschutz entfällt. Das Geld ist nach Überweisung unwiderruflich weg.
Eine komplexere Variante ist der Dreiecksbetrug. Ein Betrüger agiert gleichzeitig als Käufer und Verkäufer. Er lässt einen ehrlichen Käufer an einen ehrlichen Verkäufer zahlen, lenkt die Ware aber auf seine eigene Adresse um. Am Ende hat der Betrüger die Ware, der Käufer sein Geld zurück – und der betrogene Verkäufer steht mit leeren Händen da.
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So schützen Sie sich als Käufer und Verkäufer
Die wichtigste Regel lautet: Bleiben Sie in der Plattform. Die gesamte Kommunikation und Abwicklung sollte ausschließlich über die offiziellen Systeme von Kleinanzeigen laufen.
- Keine externen Kanäle: Wechseln Sie nie auf E-Mail, WhatsApp oder andere Messenger. Seriöse Kontakte haben dafür keinen Grund.
- Links und QR-Codes ignorieren: Klicken Sie nie auf Links in E-Mails zur Zahlungsbestätigung. Der echte „Sicher bezahlen“-Prozess läuft immer direkt in der Kleinanzeigen-App oder auf der Website.
- Zahlung selbst prüfen: Verlassen Sie sich nie auf E-Mail-Bestätigungen oder Screenshots. Prüfen Sie Geldeingänge immer direkt in Ihrem PayPal- oder Bankkonto.
- PayPal-Methode richtig wählen: Nutzen Sie als Käufer stets „Waren und Dienstleistungen“ für den Käuferschutz. Verkäufer sollten nur an die bei PayPal hinterlegte Adresse liefern.
- Persönlich und bar: Bei teuren Artikeln ist die Abholung gegen Barzahlung nach wie vor die sicherste Methode.
Ein endloses Katz-und-Maus-Spiel
Die Popularität von Kleinanzeigen macht die Plattform zum lukrativen Ziel für Betrüger. Diese passen ihre Methoden ständig an neue Sicherheitsvorkehrungen an. Zwar investieren Plattformbetreiber in KI zur Betrugserkennung, doch die Aufklärung der Nutzer bleibt entscheidend.
Die Phishing-Versuche werden voraussichtlich noch zielgerichteter. Eine gesunde Skepsis ist unerlässlich. Wer unsicher ist, sollte die Transaktion abbrechen und den verdächtigen Nutzer direkt bei Kleinanzeigen melden.
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