Klaviyo Aktie: Widersprüchliche Signale
21.02.2026 - 10:37:28 | boerse-global.deKlaviyo steht derzeit vor einer paradoxen Marktsituation. Wrend das Unternehmen seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 anhob, markierte das Papier in dieser Woche ein neues Jahrestief. Eine umfangreiche Registrierung neuer Aktienpakete sorgt zusätzlich für Verunsicherung über die künftige Angebotsmenge am Markt.
Am Donnerstag reichte das Unternehmen eine Börsenzulassung für Aktien im Wert von rund 385,43 Millionen US-Dollar ein. Dieses Volumen ist für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme vorgesehen. Solche Schritte lösen bei Anlegern häufig Sorgen vor einer potenziellen Verwässerung der bestehenden Anteile aus.
In der Folge geriet die Aktie weiter unter Druck. Anfang dieser Woche touchierte der Kurs ein neues 52-Wochen-Tief bei 17,95 US-Dollar. Mit einem Rückgang von etwa 10,4 % in den letzten Handelstagen rutschte das Papier zudem deutlich unter seinen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt.
Insiderkauf setzt Gegenpunkt
Ein differenzierteres Bild liefert der Blick in die jüngsten Meldungen der US-Börsenaufsicht SEC. Director Jennifer Ceran nutzte das niedrige Kursniveau für einen direkten Zukauf. Sie erwarb 16.339 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 18,38 US-Dollar. Im Gegensatz zu aktienbasierten Vergütungen handelt es sich hierbei um ein direktes Investment aus eigenen Mitteln.
Gleichzeitig gemeldete Aktienverkäufe durch Co-CEO Luciano Fernandez Gomez und Chief Legal Officer Edmond Landon sind hingegen weniger kritisch zu bewerten. Aus den Unterlagen geht hervor, dass es sich um sogenannte ?Sell-to-Cover?-Transaktionen handelt. Diese dienen ausschließlich dazu, Steuerverpflichtungen aus fällig gewordenen Aktienpaketen (RSUs) zu decken, und stellen keinen strategischen Ausstieg dar.
Wachstum trifft auf Bewertungsdruck
Die operativen Zahlen für das vierte Quartal 2025 fielen solide aus. Klaviyo steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 29,6 % auf 350,2 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management nun mit einem Umsatz zwischen 1,50 und 1,51 Milliarden US-Dollar. Doch warum reagiert der Markt trotz der positiven Prognose so verhalten?
Analysten verweisen darauf, dass die starken Wachstumsraten derzeit von einer allgemeinen Neubewertung im Softwaresektor und der schwachen Charttechnik überschattet werden. Das Bankhaus Needham bestätigte zwar seine Kaufempfehlung, senkte das Kursziel jedoch deutlich von 45 auf 30 US-Dollar. Auch Stifel und Canaccord Genuity reduzierten ihre Ziele. Für das Geschäftsjahr 2026 bleibt das Erreichen der neuen Umsatzmarke von 1,5 Milliarden US-Dollar die zentrale Messlatte für das Vertrauen der Investoren.
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