Klarna, EU-Schutzschild

Klarna: Neuer EU-Schutzschild gegen digitale Betrüger

17.01.2026 - 03:23:12

Seit Oktober 2025 prüfen Banken automatisch, ob Empfängername und Kontonummer übereinstimmen. Dieser EU-weite Mechanismus schützt vor Betrug und ergänzt Sicherheitsmaßnahmen wie Passkeys.

Der verpflichtende IBAN-Namens-Check bietet seit Oktober 2025 einen starken Schutz vor fehlgeleiteten Zahlungen – gerade jetzt, wo Phishing-Angriffe immer raffinierter werden.

Das neue Jahr beginnt mit einer alarmierenden Welle digitaler Betrugsversuche. Während Verbraucherschützer und Behörden wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vor gefälschten Kreditangeboten und professionellen Phishing-Mails warnen, tritt eine wichtige EU-Regelung in Kraft. Der seit Ende 2025 verpflichtende Abgleich von IBAN und Empfängername stellt eine entscheidende Hürde für Kriminelle dar. Nutzer von Diensten wie Klarnas Sofortüberweisung profitieren direkt von diesem technischen Schutzschild.

BaFin warnt vor unseriösen Anbietern und raffinierter Täuschung

Die Bedrohungslage ist aktuell hoch. Die BaFin warnte diese Woche erneut vor illegal agierenden Finanzanbietern wie der „Sofort Kredit Group“, die ohne Lizenz operieren. Parallel dazu dokumentieren Sicherheitsexperten eine neue Qualität bei Phishing-Angriffen. Diese imitieren täuschend echt Behörden wie das österreichische Finanzministerium oder Krankenkassen, um an Bankdaten zu gelangen. Selbst das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sieht neue Methoden wie „Ghost Pairing“ auf dem Vormarsch.

Die Frage ist: Wie können sich Verbraucher wirksam schützen, wenn die Betrugsmaschen immer überzeugender werden?

Der IBAN-Check: Ein automatischer Frühwarn-Indikator

Die Antwort kommt aus Brüssel. Seit Oktober 2025 ist für alle Banken und Zahlungsdienstleister im Euroraum eine verpflichtende Empfängerprüfung vorgeschrieben. Bei jeder Überweisung – auch via Sofortüberweisung – prüft das System nun automatisch, ob der eingegebene Empfängername zum Kontoinhaber der IBAN passt.

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Bei einer Abweichung erhält der Nutzer eine klare Warnung und kann die Transaktion stoppen. Dieser Mechanismus bekämpft die häufigste Betrugsursache direkt an der Quelle: die Überweisung auf ein falsches Konto. Für den Kunden ist die Prüfung kostenlos und wirkt im Hintergrund.

Klarna setzt auf Biometrie und maximale Einlagensicherung

Neben der gesetzlichen Vorgabe setzt Klarna als regulierte Bank auf eine eigene, mehrstufige Sicherheitsarchitektur. Das Unternehmen treibt den Abschied vom unsicheren Passwort voran und fördert aktiv den Einsatz von Passkeys. Diese ermöglichen eine Anmeldung per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck – biometrische Daten, die nicht gestohlen werden können.

Zusätzlich wurde zum Jahresbeginn 2026 die Einlagensicherung für Kundengelder bei Klarna angepasst und der maximale Entschädigungsbetrag erhöht. In Kombination mit modernster Verschlüsselungstechnik entsteht so ein robustes Sicherheitsnetz.

Praxistipps für sicheres Online-Bezahlen 2026

Die besten Systeme nützen wenig, wenn grundlegende Vorsicht ignoriert wird. Verbraucher sollten diese Regeln beherzigen:

  • Den Warnhinweis ernst nehmen: Brechen Sie eine Überweisung sofort ab, wenn der IBAN-Namens-Check eine Nichtübereinstimmung meldet.
  • Links in Mails nicht anklicken: Geben Sie die Webadresse Ihrer Bank oder von Klarna stets manuell im Browser ein – besonders bei unerwarteten Zahlungsaufforderungen.
  • Biometrie aktivieren: Nutzen Sie, wo verfügbar, Passkeys oder andere biometrische Verfahren statt Passwörtern.
  • Anbieter prüfen: Vergewissern Sie sich vor jeder Transaktion in der BaFin-Datenbank, ob Ihr Gegenüber eine gültige Lizenz besitzt.

Die Cyberkriminalität wird auch 2026 nicht nachlassen. Doch mit dem neuen EU-Schutzmechanismus und einer gesunden Skepsis sind Verbraucher besser gewappnet denn je.

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