Klarna Aktie: Milliarden-Urteil naht
19.03.2026 - 00:53:30 | boerse-global.deAm 15. April 2026 fällt das schwedische Patent- und Marktgericht sein Urteil in einem der größten Zivilverfahren der skandinavischen Rechtsgeschichte. Klarnas Tochtergesellschaft PriceRunner fordert von Google rund 8,3 Milliarden Dollar Schadensersatz — wegen systematischer Benachteiligung konkurrierender Preisvergleichsdienste in den Suchergebnissen.
Der Fall gegen Google
Die Grundlage für die Klage lieferte eine bindende EU-Kommissionsentscheidung aus dem Jahr 2017, die Google den Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung im Bereich Preisvergleiche attestierte. Der Europäische Gerichtshof bestätigte dieses Urteil im September 2024 ohne Einschränkungen. PriceRunner argumentiert, Google habe seinen eigenen Shopping-Dienst in den Suchergebnissen bevorzugt und damit Wettbewerber wie PriceRunner dauerhaft geschädigt.
Klarna selbst gibt sich in seiner Kommunikation bewusst zurückhaltend: Der Ausgang des Verfahrens sei ungewiss, ein Erfolg nicht garantiert. Die Nachricht über den Urteilstermin ließ die Aktie dennoch um sechs Prozent steigen.
Unter Druck, aber mit Rückenwind
Seit dem Börsengang im September 2025 zu 40 Dollar je Aktie hat die Klarna-Aktie mehr als 60 Prozent ihres Wertes eingebüßt und notiert aktuell bei rund 11,80 Euro — knapp über dem 52-Wochen-Tief. Der Gegenwind kommt aus mehreren Richtungen: steigende Zinsen, regulatorischer Druck und Konkurrenz durch Affirm und Afterpay belasten das gesamte Buy-now-pay-later-Segment.
Einen gewissen Boden hat zuletzt das Ablaufen der Lock-up-Frist am 9. März 2026 geschaffen — nicht durch Verkäufe, sondern durch Käufe. Aufsichtsratsvorsitzender Michael Moritz erwarb über eine verbundene Gesellschaft rund 3,5 Millionen Aktien für knapp 50 Millionen Dollar. Chief Product Officer David Fock kaufte zusätzlich 27.000 Aktien.
Analysten und operative Kennzahlen
Die Jahreszahlen 2025 zeigen ein zweigeteiltes Bild: Der Bruttowarenwert stieg um 22 Prozent auf 127,9 Milliarden Dollar, der Umsatz um 25 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Beim Nettoergebnis steht hingegen ein Verlust von 0,79 Dollar je Aktie — belastet durch Restrukturierungskosten und Expansionsinvestitionen.
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Die Analysten sind gespalten. Morgan Stanley senkte das Kursziel im Februar auf 23 Dollar, UBS auf 20 Dollar bei gleichzeitig beibehaltener Kaufempfehlung. Die Bank of America startete die Coverage im März mit einem Kursziel von 21 Dollar und ebenfalls „Buy".
Strategisch setzt Klarna auf KI-gestützten Handel: Über Stripes Shared Payment Tokens sollen Klarnas Zahlungsoptionen künftig auch in automatisierten KI-Shopping-Erfahrungen verfügbar sein — ohne zusätzlichen Integrationsaufwand für Händler.
CEO Sebastian Siemiatkowski hat verbesserte Transaktionsmargen für das zweite Halbjahr 2026 in Aussicht gestellt. Ob das Urteil vom 15. April dabei als finanzieller Rückenwind wirkt oder als Enttäuschung, wird die Wachstumsgeschichte des Unternehmens maßgeblich mitprägen.
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