KISS, Deutschland

KISS 2026: Ist das wirklich das Ende in Deutschland?

18.02.2026 - 03:31:58

KISS-Fans sind im Ausnahmezustand: Was läuft 2026, kommen noch Shows nach Deutschland – und was sagt die Band selbst dazu?

Kaum eine Rockband sorgt 2026 noch einmal für so viel Gesprächsstoff wie KISS. Offiziell ist die „End Of The Road“-Ära vorbei, digital wurden die vier Superhelden als Avatare wiedergeboren – und trotzdem fragen sich deutsche Fans: War’s das wirklich oder knallt es doch noch mal live in Europa? Auf Social Media eskalieren gerade die Spekulationen, während viele heimlich schon wieder Hotels für mögliche Tourdaten blocken.

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Gleichzeitig wächst eine neue Generation von Fans, die KISS nie in vollem Orchester aus Pyros, Blut und Schminke gesehen hat – aber über TikTok und YouTube komplett angefixt ist. Zwischen Nostalgie, FOMO und Hoffnung auf eine letzte „wirklich letzte“ Show in Deutschland prallen gerade Welten aufeinander. Zeit für einen klaren Deep Read: Was passiert bei KISS wirklich, was ist Hype – und was bedeutet das alles für dich als Fan in Deutschland?

Hintergründe: Die aktuellen News im Detail

Um zu verstehen, was 2026 bei KISS abgeht, musst du zwei Linien auseinanderhalten: die klassische Band mit Paul Stanley, Gene Simmons & Co. – und das neue Hightech-Projekt mit den digitalen Avataren. Ende 2023 hatte die Band ihr großes Abschiedswochenende im Madison Square Garden in New York gespielt, danach wurde der Vorhang gelüftet: KISS als virtuelle Figuren, entwickelt mit der Tech-Firma Industrial Light & Magic, sollten die Marke in die Zukunft tragen. Seitdem dreht sich alles um die Frage: Heißt „End Of The Road“ wirklich „End Of The Band“ oder nur „Ende des Tour-Stresses für die Originale“?

In Interviews seitdem widersprechen sich die Aussagen teilweise – typisch KISS. Mal betont Gene, dass die Touring-Tage der Originalbesetzung gezählt sind, mal lässt Paul durchblicken, dass er das Konzept „KISS ohne uns“ durchaus ernst meint: jüngere Musiker im Make-up, unterstützt von digitalen Effekten, könnten die Show weiterführen. Für deutsche Fans ist das ein zweischneidiges Schwert: Viele haben genau diese letzte „richtige“ Tour 2019 oder 2022 mitgenommen und sagen heute: „Okay, das war mein Kapitel KISS live, alles andere ist Bonus.“ Andere schreiben auf Reddit und in deutschsprachigen Facebook-Gruppen, dass sie im Zweifel auch eine „Next Generation“-KISS in der Lanxess Arena oder im Berliner Velodrom feiern würden – Hauptsache Bombast, Hauptsache „Detroit Rock City“ so laut, dass die Sitzschale vibriert.

Weil es in den letzten Wochen keine offiziell bestätigten, neuen Tourdaten für Deutschland gab, verrutscht der Fokus in den News: Viel dreht sich um die nächsten Schritte des Avatar-Projekts, mögliche Residenzen in Las Vegas oder London und um Lizenzdeals. Besonders spannend für Europa: In Fan-Foren wird immer wieder die Idee einer langfristigen Show z.B. im Londoner West End oder in einer großen Arena mit fester Bühne diskutiert – ähnlich wie ABBA Voyage. Für deutsche Fans wäre London die logische Pilgerstätte: billige Flüge, direkter Zug, und schon stehst du in einer Halle mit 360-Grad-KISS-Hologrammen.

Dazu kommt der nächste Jubiläums-Zyklus. KISS leben seit Jahrzehnten von Anlässen: 40 Jahre dieses Album, 50 Jahre jenes Debüt, „Letztes Konzert“, „Letzte Tour“, „Letzte Chance auf Merch X“. 2026/27 könnte ein neues Kapitel in dieser Kette sein, etwa rund um spätere Klassiker wie „Destroyer“ oder „Love Gun“ oder das Bandjubiläum der großen 90er-Reunion mit Ace Frehley und Peter Criss. Schon jetzt tauchen in US-Magazinen Mutmaßungen auf, dass genau solche Jubiläen mit Spezialshows oder exklusiven Events in ausgewählten Städten gefeiert werden könnten – Europa inklusive.

Für Deutschland heißt das übersetzt: Es gibt im Moment (Stand Februar 2026) keinen offiziell bestätigten Block von Arena-Terminen wie früher. Aber: KISS sind noch lange nicht aus den Schlagzeilen, und das Team dahinter weiß sehr genau, wie groß der Markt in Deutschland ist. Die letzten Arenashows hierzulande waren zum Teil ausverkauft, Merch-Tische geplündert, Social Media voll mit Schmink-Tutorials und Pyro-Handyvideos. Dieser Markt wird nicht einfach aufgegeben. Es ist eher eine Frage des „Wie“ und „Wann“ – und weniger ein kategorisches „Nie wieder“.

Viele Szenekenner erwarten, dass konkrete Infos zu europäischen Aktivitäten relativ kurzfristig und dann sehr geballt kommen. Klassisch KISS eben: maximale Aufmerksamkeit, maximaler Hype, maximale FOMO. Deshalb lohnt es sich für dich, das offizielle Tour-Portal (siehe Link oben) regelmäßig zu scannen und nicht nur auf Gerüchte zu vertrauen, die irgendwelche Fake-Plakate in Fan-Gruppen verbreiten.

Die Setlist & Show: Was dich erwartet

Um abzuschätzen, wie eine mögliche KISS-Rückkehr nach Europa aussehen könnte, hilft ein Blick zurück auf die letzten „End Of The Road“-Shows. Setlist-Freaks haben akribisch jedes Konzert mitgeschrieben, und das Bild ist ziemlich klar: KISS haben in den letzten Jahren auf ein Best-of-Programm gesetzt, das fast ohne Ausfälle durchlief. Für dich als Fan heißt das: Wenn KISS – in welcher Konstellation auch immer – noch mal in Deutschland auftreten, wirst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit alle Klassiker in einem kompakten, visuell komplett überdrehten Paket bekommen.

Die Kernsongs, die bei fast jeder Show der Abschiedstour liefen, lesen sich wie ein Rock-Spotify-Playlistentraum: „Detroit Rock City“, „Shout It Out Loud“, „Deuce“, „War Machine“, „Heaven's On Fire“, „I Love It Loud“, „Lick It Up“, „Calling Dr. Love“, „Psycho Circus“, „Cold Gin“, „Love Gun“, „I Was Made For Lovin' You“, „Black Diamond“ und natürlich als Abschluss „Rock And Roll All Nite“. Diese Songs sind nicht nur Hits, sie sind längst Ritual. Wenn beim Intro von „Detroit Rock City“ die Sirenen und Motorengeräusche durch die Halle rollen und die Leinwände das Stadtpanorama ausspucken, weiß jede Person im Raum: Jetzt passiert gleich etwas, das größer ist als der Alltag da draußen.

Spannend ist die Frage, ob bei einer neuen Tour oder einem Avatar-Set neue Akzente dazukommen. In Fanforen wird seit Jahren ein stärkerer Fokus auf die 80er-Phase ohne Make-up gefordert: Nummern wie „Tears Are Falling“, „Crazy Crazy Nights“, „Who Wants To Be Lonely“ oder „Heaven's On Fire“ sind gerade bei jüngeren Fans durch Playlists und TikTok-Reels erst so richtig groß geworden. Dazu kommen die frühen Hardrock-Tiefenschnitte aus den 70ern: „Parasite“, „She“, „Strutter“, „100,000 Years“, „Got To Choose“. Einige davon tauchten als Rotationssongs in den letzten Tourjahren immer mal wieder auf – und jedes Mal war die Resonanz eindeutig: Lauter Jubel als bei manchen Radiohits.

Die Show selbst ist bei KISS seit Jahrzehnten ein eigener Charakter. Feuerbälle, die so heiß sind, dass die ersten Reihen sich instinktiv nach hinten lehnen. Funkenregen von der Decke. Paul, der über ein schwebendes Seil zur B-Bühne fliegt, um „Love Gun“ mitten im Publikum zu singen. Gene, der Blut spuckt und danach hoch unter die Hallendecke gehievt wird, um dort sein Bass-Solo und „God Of Thunder“ zu zelebrieren. Raketenwerfer an den Gitarren, explodierende Drum-Podeste, meterhohe LED-Wände – KISS haben das Arena-Spektakel nicht nur perfektioniert, sondern im Grunde erfunden.

Für eine mögliche nächste Runde wird genau dieser Aspekt noch wichtiger. Die Band weiß, dass viele von uns bereits mehrere KISS-Shows gesehen haben. Um noch mal alle rauszuholen, die 2019, 2022 oder beim letzten Festivalsommer dabei waren, muss die Show mindestens einen Gang zulegen. Denkbar wäre etwa eine stärkere Verzahnung von realer Bühne und Avatar-Elementen: Die Band spielt „in echt“, während gigantische, überzeichnete Avatar-Versionen im Hintergrund die Bewegungen spiegeln oder in comicartige Storys eintauchen. Oder es gibt ganze Songblöcke, in denen die Originale eine Pause kriegen und die Avatare die Bühne übernehmen – mit völlig absurden Stunts, die physisch gar nicht machbar wären.

Atmosphärisch ist klar, was dich erwartet: ein generationsübergreiftes Publikum, viel Schwarz, viel Leder, Kinder mit gemaltem Starchild- oder Demon-Make-up neben Ü50-Fans, die KISS noch mit Ace und Peter gesehen haben. Vor den Hallen sieht man schon Stunden vor Einlass improvisierte Schminkstationen, Selfie-Strecken mit gekauften Plastikgitarren und Papp-Drumsticks. Drinnen mischen sich maximal laute Vorband-Sounds mit AC/DC und KISS-Klassikern aus der PA, Bierbecher klirren, und sobald die Lichter ausgehen und die legendäre Ansage „You wanted the best, you got the best… the hottest band in the world: KISS!“ durch die Boxen brüllt, gibt es für 90 Minuten nur noch eine Wahrheit: alles andere kann warten.

Preislich musst du dich – wenn neue Dates kommen – wieder auf Arena-Niveau einstellen: In den letzten Jahren lagen die Tickets je nach Stadt, Rang und VIP-Paket irgendwo zwischen gut 70 Euro für hintere Oberränge bis deutlich über 200 Euro für Front-of-Stage und spezielle Meet-&-Greet-Deals. Sollte das Avatar-Projekt als eigene Show nach Europa kommen, ist eher mit Premiumpreisen zu rechnen – der ABBA-Vergleich zeigt, dass Hightech-Performances selten günstig sind, dafür aber oft über Monate stabil laufen.

Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten

Während offizielle Infos noch überschaubar sind, dreht die Gerüchteküche auf Reddit, TikTok und in deutschen KISS-Gruppen längst auf 100 Prozent. Ein Dauerthema: Kommt eine echte „KISS 2.0“-Tour mit komplett neuen Musikern im klassischen Make-up – und wenn ja, auch nach Deutschland? Auf Reddit-Threads liest man immer wieder die Vorstellung, dass KISS als Franchise funktionieren könnten: Vier jüngere Musiker, die das Repertoire draufhaben, die Rollen Starchild, Demon, Spaceman und Catman überzeugend verkörpern und mit einem riesigen, von der Originalcrew gesteuerten Technikapparat durch die Welt ziehen.

Die Meinungen dazu sind gespalten. Ein Teil der Fans sieht darin Verrat am Erbe: Für sie sind Paul und Gene untrennbar mit KISS verbunden, alles andere wäre „Coverband plus Feuer“. Andere argumentieren pragmatisch: KISS waren von Anfang an eine Idee, eine Comic-Version einer Rockband, ein visuelles Konzept. Wenn dieses Konzept mit frischem Blut und moderner Technik weiterlebt, ist das in deren Augen nur logisch. Auf TikTok landen regelmäßig Fan-Castings, in denen User ihre Wunschbesetzungen für eine deutsche oder europäische KISS-Variante posten – inklusive Vorschlägen, welche jüngeren Gitarristen und Sänger aus der Szene die Rollen übernehmen könnten.

Ein zweiter, großer Diskussionsblock dreht sich ums Geld. Viele deutsche Fans fanden die Ticketpreise der letzten Tour schon ziemlich happig, vor allem in Kombination mit überteuertem Merch. Hoodie für deutlich über 80 Euro, T-Shirts, die fast schon in Designer-Regionen vorstoßen – das sorgt in Kommentarspalten für harte Debatten. Einige schreiben, dass sie beim nächsten Mal bewusst nur noch Oberrang-Tickets nehmen und das gesparte Geld in Anreise oder Hotel stecken. Andere sagen offen: „Ich hab KISS zwei-, dreimal gesehen, aber für diese Preise bin ich raus.“

Gleichzeitig wird genau dieser Aspekt bei den Avatar-Plänen heiß diskutiert. Wenn die Originalmitglieder nicht mehr live touren, die Produktionskosten aber eher steigen (Hightech-Visuals, Projektionstechnik, speziell gebaute Hallen), ist kaum damit zu rechnen, dass Tickets plötzlich günstiger werden. In Fan-Kommentaren liest man deshalb immer wieder die Forderung nach mehr Transparenz: klare Infos zu Sichtlinien, Technikqualität und Setlänge, damit man weiß, ob sich eine Anreise aus Deutschland z.B. nach London wirklich lohnt.

Auf TikTok kursieren außerdem immer wieder Clips, in denen Fans vermeintliche „Leak-Poster“ von angeblichen deutschen Terminen analysieren. Da wird gezoomt, gefiltert, mit Vorjahresplakaten verglichen, um zu prüfen, ob das Ganze Photoshop ist oder tatsächlich von einer Agentur stammt. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: 90 Prozent davon sind Fake oder Fan-Art, 10 Prozent sind echte Vorab-Infos, die zu früh rausgerutscht sind. Ein guter Reality-Check ist dabei immer die offizielle Tour-Seite. Wenn ein „Leak“ angeblich schon konkrete Arenen und Daten für Deutschland nennt, auf der offiziellen Seite aber Funkstille herrscht, solltest du erstmal skeptisch bleiben.

Und dann sind da noch die Nostalgie-Gerüchte: kleine, exklusive Clubshows in New York, Los Angeles – oder gar in europäischen Metropolen wie Berlin. Mini-Konzerte vor vielleicht 1.500 Leuten, ohne großen Pyro-Wahnsinn, eher oldschool, roh, mit Setlist-Überraschungen und seltenen Songs. Die Romantik dieser Idee ist riesig, die Wahrscheinlichkeit aktuell überschaubar. Schon allein aus Logistik- und Sicherheitsgründen ist es einfacher, eine perfekt durchgeplante Arenashow zu fahren als einen schwitzigen Clubgig mit Weltstars, die sonst nur in Stadien auftreten. Aber: Gerade solche Gerüchte halten die Fanbase elektrisiert und sorgen dafür, dass jede kleine Andeutung in Interviews seziert wird.

Unterm Strich zeigt die Vibe-Lage 2026: KISS polarisieren immer noch. Einige Fans sind froh, dass sie die Band in „echt“ ein paarmal gesehen haben und betrachten alles Weitere eher wie eine Bonus-Staffel einer Lieblingsserie. Andere stehen in den Startlöchern, sparen Geld an die Seite und sagen: „Wenn KISS – egal in welcher Form – noch einmal halbwegs in meine Nähe kommen, bin ich dabei.“ Genau zwischen diesen Polen bewegt sich die aktuelle Stimmung – und genau deshalb ist jede Mini-News rund um KISS sofort Thema auf Discover, TikTok, Insta und in deutschen Rockforen.

Alle Daten auf einen Blick

Konkrete, offiziell bestätigte Deutschland-Termine für neue KISS-Shows liegen derzeit nicht vor. Um dir trotzdem eine schnelle Übersicht zu geben, findest du hier eine zusammengefasste Tabelle mit typischen Datenpunkten der letzten Jahre und den wichtigsten Infos, auf die du beim Check der offiziellen Tourseite achten solltest:

JahrEvent / KontextOrt / RegionHinweis für Fans
2019„End Of The Road“-Europa-Etappeu.a. Berlin, Leipzig, MünchenGroße Arenashows, klassisches Best-of-Set, hohe Nachfrage, viele ausverkaufte Dates.
2022Fortsetzung der Abschiedstouru.a. Dortmund, Hamburg, Wien (AT)Ähnliche Setlist wie 2019, leicht angepasste Produktion, VIP-Pakete stark gefragt.
Ende 2023Finale Shows im Madison Square GardenNew York (USA)Offizielles Tour-Finale, Enthüllung der KISS-Avatare als „Zukunftsprojekt“.
2024–2025Planungsphase Avatar-/Next-Gen-ProjekteGlobal (Schwerpunkt USA/UK)Diskussionen über mögliche Residenzen (z.B. Las Vegas, London), Europa-Termine noch offen.
2026Spekulation über nächste SchritteFokus Fans: Deutschland / EuropaKeine bestätigten neuen Deutschland-Konzerte, aber anhaltende Gerüchte über spezielle Events und Jubiläumsaktionen.
LaufendOffizielle Tour-UpdatesOnlineRegelmäßig die offizielle Seite unter kissonline.com/tour checken – nur dort gelten Daten wirklich.

Häufige Fragen zu KISS

Weil die Lage rund um KISS 2026 etwas verworren wirkt, hier die wichtigsten Fragen, die deutsche Fans gerade beschäftigen – inklusive klarer, ehrlicher Antworten.

1. Kommen KISS 2026 noch einmal für echte Live-Konzerte nach Deutschland?

Der aktuell wichtigste Punkt: Es gibt Stand Februar 2026 keine offiziell bestätigten neuen Deutschland-Termine. Alles, was über Social Media hinausgeht, ist Wunschdenken oder Gerücht. Gleichzeitig wäre es völlig unlogisch, den deutschen Markt langfristig zu ignorieren – die letzten Tourneen hier liefen extrem gut, sowohl bei den Besucherzahlen als auch beim Merch-Verkauf. Brancheninsider halten es deshalb für möglich, dass KISS – ob als Originalbesetzung in ausgewählten Special-Events oder als deutlich verjüngte Live-Band im klassischen Make-up – wieder in Europa auftauchen. Ob Deutschland dabei ist, hängt u.a. von Hallenverfügbarkeiten, Produktionsplänen und der Frage ab, ob man eine große Europa-Runde oder eher punktuelle „Event-Städte“ bespielt.

Für dich als Fan heißt das: Wachsam bleiben, aber nicht in Panik geraten. Wer 2019/2022 dabei war, hat KISS live in voller Wucht erlebt. Wer noch einmal möchte, sollte ab jetzt Tourseiten, Newsletter und seriöse Musikmedien im Blick halten – und sich nicht von dubiosen Vorverkaufslinks locken lassen, bevor etwas offiziell bestätigt ist.

2. Was hat es mit den KISS-Avataren auf sich – und lohnt sich das für deutsche Fans?

Die digitalen KISS-Avatare sind im Kern die Idee, die Band über die körperliche Leistungsfähigkeit der Originalmitglieder hinaus fortzuführen. Inspiriert von Projekten wie „ABBA Voyage“ sollen komplett animierte, überdimensionale Versionen von Paul, Gene & Co. auf einer eigens entwickelten Bühne auftreten. Die Shows können theoretisch jeden Tag laufen, ohne dass eine menschliche Band auf Tour gehen muss. Für deutsche Fans ist aktuell vor allem entscheidend: Wo findet so etwas statt, und wie gut ist die Anbindung aus Deutschland?

Sollte sich London – was in Fan-Diskussionen oft genannt wird – als Standort durchsetzen, wird die britische Hauptstadt zur neuen KISS-Pilgerstätte für Europa. Ein Wochenendtrip mit Flug oder Zug, eine gebuchte Show, dazu ein paar Sightseeing-Tage – viele deutsche Fans würden das mitmachen, wenn die Inszenierung spektakulär genug ist. Bevor du aber teure Reisepläne schmiedest, solltest du unbedingt abwarten, bis Ort, Startdatum, Ticketpreise und erste Erfahrungsberichte auf dem Tisch liegen.

3. Wie unterscheiden sich eine klassische KISS-Show und ein Avatar-Projekt?

Die klassische KISS-Show ist schwitzig, laut, chaotisch, menschlich. Du siehst, wie Paul Stanley manchmal mit der Stimme kämpft, wie Gene Simmons beim Blutspeien kurz durchatmet, wie Gitarrist und Drummer sich Blicke zuwerfen, wenn etwas nicht ganz nach Plan läuft – und genau diese kleinen Unsauberkeiten machen Live-Rock so besonders. Dazu kommt das physische Gefühl von Pyro-Hitze, Konfettiregen und der vibrierenden Hallenluft.

Ein Avatar-Projekt ist dagegen eher wie eine Mischung aus Konzert, 3D-Film und Freizeitpark-Attraktion. Alles ist durchgetaktet, jede Bewegung der Avatare perfekt choreografiert, die Soundmischung ist konstant. Der Vorteil: Du bekommst eine visuell völlig übertriebene Show, die mit physikalischen Grenzen spielt – KISS, die in Sekundenschnelle ihre Größe ändern, durch Wände krachen oder in Comic-Welten abtauchen. Der Nachteil: Du teilst diese Erfahrung mit hochpräziser Technik, nicht mit vier schwitzenden Typen in Plateauschuhen. Was am Ende mehr „KISS“ ist, wird jeder Fan für sich entscheiden müssen.

4. Sind die Ticketpreise für zukünftige KISS-Projekte ihr Geld wert?

Das hängt stark davon ab, was du erwartest – und wie dein Budget aussieht. Klassische KISS-Arenashows waren schon zuletzt nicht billig, lieferten aber auch alles, was man von einer riesigen Rockproduktion erwarten kann: gigantische Bühne, massive Pyrotechnik, ausgefeilte Lichtshow, LED-Wände, Moving-Rigs, Spezialeffekte. Wenn du KISS nur einmal in deinem Leben sehen wolltest, war der Preis für viele Fans am Ende „okay“ – vor allem im Vergleich zu anderen Stadion-Acts.

Bei Avatar-Shows ist der Kostenblock ein anderer: weniger Reise- und Personalkosten für die Musiker, dafür aufwendig programmierte Visuals, spezielle Hallentechnik und längere Aufbauzeiten. Erfahrung mit ähnlichen Projekten zeigt: Die Veranstalter werden versuchen, die Investition über höherpreisige Tickets und lange Laufzeiten hereinzuholen. Für dich macht es Sinn, frühzeitig zu vergleichen: Wie lang ist die Show, wie gut sind Sichtlinien und Sound in der Location, gibt es Erfahrungsberichte aus der Fan-Community? Je mehr Infos du vor dem Kauf hast, desto weniger fühlst du dich danach abgezockt.

5. Lohnt es sich 2026 noch, in das KISS-Universum einzusteigen, wenn man die Band nie live gesehen hat?

Absolut, wenn du etwas mit großem, überzeichnetem Hardrock, starken Hooks und ikonischer Optik anfangen kannst. Auch ohne persönliches Live-Erlebnis gibt es genug Wege, KISS intensiv zu erleben: Live-Mitschnitte auf YouTube, alte Konzert-DVDs und Blu-rays, Story-Dokus über die Bandgeschichte, Deep-Dive-Podcasts, Fan-Communities, die Setlists, Bootlegs und Fotos teilen. Viele jüngere Fans sind genau so in das Thema reingerutscht und identifizieren sich eher mit der Ästhetik und den Songs als mit der konkreten 70er-Jahre-Nostalgie.

Ob du dann irgendwann eine „echte“ KISS-Show, eine Next-Gen-Franchiseband oder ein Avatar-Spektakel siehst, ist fast schon zweitrangig. Die Musik – von „Strutter“ über „Love Gun“ bis „Creatures Of The Night“ – ist der rote Faden, der alles zusammenhält. Wenn du heute anfängst, das Erbe nachzuholen, bist du bereit, falls plötzlich doch wieder „You wanted the best“ in einer deutschen Arena ertönt.

6. Welche KISS-Alben sollte man 2026 unbedingt (wieder) hören?

Für einen soliden Überblick lohnt sich eine Mischung aus Klassikern und leicht unterschätzten Platten. „KISS“ (1974) und „Hotter Than Hell“ sind roh, direkt und zeigen, warum die Band live so früh so stark war. „Destroyer“ (1976) ist der große, cineastische Wurf mit Hymnen wie „Detroit Rock City“, „Shout It Out Loud“ und der Ballade „Beth“. „Love Gun“ (1977) bringt die Live-Energie perfekt ins Studioformat.

Wer die 80er-Phase verstehen will, sollte „Creatures Of The Night“ (1982) hören – vielleicht das härteste KISS-Album überhaupt – sowie „Lick It Up“ (1983) und „Animalize“ (1984) für den Übergang in die MTV-Ära. Und selbst die umstrittene Phase hat Perlen: „Revenge“ (1992) ist ein düsterer, sehr souveräner Spätklassiker, der bei vielen Fans heute hoch im Kurs steht. Diese Platten bilden den Soundtrack zu allem, was KISS 2026 auf Bühne, Leinwand oder in Avatar-Form veranstalten werden.

7. Wie bleibe ich als deutscher Fan seriös auf dem Laufenden?

Die wichtigste Regel: Immer die Quelle checken. Offizielle Infos kommen über wenige, klare Kanäle – die Bandseite, verifizierte Social-Media-Accounts, große Veranstalter und seriöse Ticketanbieter. Wenn dir ein dubioser Link auf WhatsApp oder Telegram „exklusive Presale-Tickets für geheime KISS-Deutschlandshows“ verspricht, ohne dass irgendeine offizielle Stelle das bestätigt hat, solltest du konsequent wegklicken.

Kluge Strategie: Abonniere Newsletter von etablierten Konzerveranstaltern in deiner Stadt oder Region, folge den offiziellen KISS-Kanälen und nutze zusätzlich Fan-Communities als Frühwarnsystem – nicht für die ultimative Wahrheit, sondern um zu sehen, worüber gerade gesprochen wird. Sobald sich Gerüchte mit offiziellen Updates überschneiden, kannst du schnell reagieren und dir gute Plätze sichern, ohne in Panik irgendetwas zu kaufen, das am Ende gar nicht existiert.


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